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Österreich: Hot Spot für Life Science-Unternehmen

Österreichs Life Science-Szene floriert: 823 Unternehmen waren im Jahr 2014 für einen Umsatz von 19,1 Milliarden Euro verantwortlich und haben damit ihre Einnahmen um 7,8 Prozent innerhalb von zwei Jahren gesteigert. Vor allem Wien gilt als ein bedeutender Standort. Mehr als jedes zweite österreichische Life Science-Unternehmen ist in der Hauptstadt vertreten. Zusammen generierten die Firmen 2014 knapp 10 Milliarden Euro Umsatz.

Neben etablierten Konzernen wie Boehringer Ingelheim oder Novartis sind auch zunehmend forschende Startups in der Hauptstadt präsent. Allein 2013 und 2014 wurden 30 neue Life Science-Unternehmen gegründet. Vor allem akademische Einrichtungen wie die Universität für Bodenkultur (BOKU) oder die Technische Universität Wien erweisen sich als wahre Brutkästen, die bereits zahlreiche Spin-offs hervorgebracht haben. So ist etwa das Biotech-Unternehmen Haplogen, das die Erforschung von Medikamenten gegen virale Infektionskrankheiten fokussiert, eine Ausgründung des Wiener Forschungszentrums Center for Moleculare Medicine.

Das unternehmerische Potenzial der Jungunternehmen bleibt auch den großen Konzernen nicht verborgen. Einige Startups wie etwa das Wiener Forschungsunternehmen Apeiron, das innovative Projekte in der Immunonkologie entwickelt oder die Diabetes-App mySugr, konnten bereits Megadeals von mehreren Millionen Euro mit Pharmakonzernen erzielen. Diese Dynamik bringt weiteren Auftrieb und stärkt die Anziehungskraft der Hauptstadt als Life Science-Hub. 

Die hohe Forschungsintensität, die dem Life Science-Sektor innewohnt, befördert neben solchen Zusammenschlüssen auf Unternehmensseite auch die enge Zusammenarbeit von Privatwirtschaft und Wissenschaft. In Österreich können Unternehmen diesbezüglich aus dem Vollen schöpfen. 55 Forschungseinrichtungen beschäftigen knapp 20.000 Mitarbeiter. Vor allem das Vienna Biocenter hat sich zur Top-Adresse für Life Sciences in Mitteleuropa entwickelt.

In Anbetracht der hohen Forschungsausgaben im Life Sciences-Sektor profitieren forschende Unternehmen von Beratung und finanziellen Zuschüssen durch das Schwerpunktprogramm „aws LISA – Life Science Austria“ der staatlichen Förderbank Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft sowie der Forschungsprämie von derzeit 12 Prozent und ab 2018 14 Prozent.

Allein die dedizierten Biotechnologie-Unternehmen haben im Jahr 2014 73 Prozent ihres Umsatzes und damit 143,6 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung investiert, eine Steigerung um neun Prozent im Vergleich zu 2012. Diese dynamische Entwicklung soll auch in Zukunft fortgesetzt werden. So berät etwa die Life Science-Plattform LISAvienna Unternehmen nicht nur zu Aspekten wie der Finanzierung oder Ansiedlung, sondern sie vertritt auch die Interessen der Branche nach außen.

Friedrich Schmidl

Direktor Deutschland Nord, Life Sciences
+43-1-588 58-22
f.schmidl@aba.gv.at

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