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Österreich.
Dynamischer Wirtschaftsstandort.

Neuartige Mini-Herzpumpe im Wiener AKH eingesetzt

Es handelt sich bei dem Gerät um ein "Miniaturisiertes Ventricular Assist Device" (MVAD). An der Entwicklung war auch die Arbeitsgruppe von Heinrich Schima am Zentrum für Medizinische Physik und Biomedizinische Technik in Wien maßgeblich beteiligt.

"Wir erachten diese miniaturisierte Pumpe als einen weiteren großartigen Fortschritt in der Herzersatztherapie, der potenziell die Therapie der fortgeschrittenen Herzinsuffizienz verändern könnte", wurde Günther Laufer, Leiter der Klinischen Abteilung für Herzchirurgie, zitiert. Das Gerät, eine Weiterentwicklung, stammt von HeartWare International. Implantiert wurde die Pumpe als Start einer klinischen Untersuchung zum Erwerb der für die zukünftige Routineanwendung notwendigen CE-Kennzeichnung. Die ersten beiden Patienten stammen aus Wien und Newcastle upon Tyne (Freeman Hospital).

Wiegt nur 78 Gramm

Das MVAD-Gerät ist eine Herzpumpe, die auf mehrere Blutflussprofile programmiert werden kann, um den Kreislauf von Patienten mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz zu unterstützen. Es handelt sich um eine Rotationspumpe mit geringer Scherbeanspruchung für die roten Blutkörperchen. Die in Rotationspumpen auftretenden Scherkräfte stellen bei solchen Pumpen ein Problem dar. Es gibt auch vier verschiedene Pulseinstellungen, mit denen die Funktion der Aortenklappe optimiert und chronische Blutungsereignisse reduziert werden können.

Die neue Pumpe sei weniger als halb so groß wie das derzeit kleinste erhältliche Vollunterstützungsimplantat (HVAD) - und wird bei einem Gewicht von nur 78 Gramm und einem Volumen von 22 Kubikzentimetern mit einem gering belastenden Eingriff implantiert. Die integrierte Pal-Steuereinheit und das Batteriesystem umfassen ein Touchscreen-Display und kleine, leichte Batterien zum Einrasten in zwei Größen. Für die Studie werden 60 Patienten an elf Prüfzentren in Großbritannien, Österreich, Australien, Frankreich und Deutschland aufgenommen. In der Studie soll die Überlebensrate von Patienten nach sechs Monaten als primäres Maß für den Behandlungserfolg registriert werden. Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz weisen eine extrem hohe Sterberate auf.

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