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"Smart Grids": Mehr Effizienz soll Weg zur Energiewende bereiten

"Jedes neue Kraftwerk ist politisch schwierig durchzusetzen. Deswegen ist es wichtig, eine effizientere Nutzung bestehender Ressourcen zu erreichen", sagte Engelbert Hetzmannseder, Direktor des Eaton European Innovation Centers, bei einem Pressegespräch im Rahmen der EDST. Eine Effizienzerhöhung sollen intelligente Stromnetze bewirken. Diese stimmen Daten von Erzeugern, Verbrauchern und Energiespeichern laufend ab. Dadurch sollen Spannungsschwankungen und Kapazitätsprobleme, die sich durch Wind- und Sonnenenergie ergeben, abgefedert werden.

Neue Geschäftsmodelle und Akteure

"Smart Grids" würden außerdem Möglichkeiten für Geschäftsmodelle und den Eintritt neuer Akteure in den Strommarkt bieten, meinte Wolfgang Hribernik vom AIT. Bei der Forschung an den Stromnetzen der Zukunft sei die AIT im europäischen Spitzenfeld. So wurde kürzlich eine Kooperation mit der renommierten ETH Zürich abgeschlossen.

Gefördert werden Innovationen in diesem Bereich durch den Klima- und Energiefonds der Bundesregierung. Insgesamt fließen jährlich bis zu 50 Mio. Euro in energiebezogene Forschung, sagte Fonds-Geschäftsführerin Theresia Vogl. In Österreich gibt es bereits erste Praxiserfahrungen mit intelligenten Stromnetzen. Die Salzburger Gemeinde Köstendorf etwa verwendet bereits ein "Smart Grid"-System. "Die Anzahl der Regionen, die hier innovativ sind, ist sehr überschaubar." Daher stünden ausreichend Fördermittel zur Verfügung, so Vogl.

Die Energiewende hat ihren Preis: Einsparungen für die Endverbraucher durch Effizienzgewinne seien - zumindest auf kurze Sicht - nicht zu erwarten. Die Umrüstung auf "Smart Grids" werde Investitionen in Milliardenhöhe erfordern, die letztlich von den Kunden mitgetragen wird. Darin waren sich die Teilnehmer des Pressegesprächs einig.

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