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Wiener Biotech-Firma schloss Lizenzabkommen mit Columbia University

Grundlage des Abkommens zwischen Apeiron und Columbia Technology Ventures ist laut einer Aussendung des Wiener Unternehmens eine patentierte Technologie, die eine Hemmung von des Immun-Checkpoints Cbl-b in T-Lymphozyten in der Krebsbehandlung ermöglicht. Mit dem Abkommen erhalte Apeiron die weltweit exklusiven Nutzungsrechte an dieser Technologie zur Entwicklung und Kommerzialisierung aktiver zellulärer Immuntherapien und baue damit seine eigene Patentposition zur Cbl-b-Blockade weiter aus, hieß es.

Das Projekt geht auf Forschungsarbeiten des Leiters des Instituts für Molekulare Biotechnologie in Wien (IMBA), Josef Penninger, zurück. Ein Patent wurde erteilt. Etwa um die gleiche Zeit erhielt aber auch eine Forschergruppe der Columbia University auf diesem Gebiet ein Patent. Um hier zukünftige Konflikte zu vermeiden, bemühte sich Apeiron um dessen Einlizensierung, sagte Apeiron-Geschäftsführer Hans Loibner kürzlich gegenüber der APA.

Hemmung von Cbl-b

Cbl-b ist ein Protein in Abwehrzellen, das Immunantworten in ihrem Umfang begrenzt. Die Hemmung von Cbl-b ist eine neue Strategie für die sogenannte Checkpoint-Blockade, die das Immunsystem gegen Krebszellen aktiviert. T-Zellen, in denen Cbl-b gehemmt ist, sind verstärkt aktiviert, stellen größere Mengen an Immunbotenstoffen (Zytokinen) her und teilen sich über längere Zeiträume als jene, in denen keine Hemmung erfolgt. An genetisch modifizierten Mäusen ohne Gen für Cbl-b konnte gezeigt werden, dass diese verschiedenste Tumore spontan abstoßen.

Dieses Projekt (APN401) ist eine sogenannte individuelle adaptive Zelltherapie, bei der humane periphere mononukleäre Blutzellen (PBMCs) aus Patientenblut entnommen und im Labor mit einem bestimmten kleinen interferierenden Ribonukleinsäuremolekül (siRNA) behandelt werden. Dabei wird selektiv das Gen Cbl-b temporär inaktiviert. Die Abwehrzellen sollen dann bösartige Zellen besser erkennen und zerstören. Die modifizierten Zellen werden dem Patienten wieder verabreicht, wobei das gesamte Verfahren am Krankenbett und innerhalb eines Tages durchgeführt werden kann. Am Wake Forest Baptist Medical Center im US-Bundesstaat North Carolina läuft derzeit eine klinische Studie der Phase I, der die Sicherheit, Verträglichkeit und die optimale Dosis von APN401 ermittelt werden soll.

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