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Wiener Forscher entwickelten Prüfverfahren für Trinkwasser

Seit Anfang des Jahres wird auch in New York ein an der MedUni Wien (Institut für Hygiene und Angewandte Immunologie) entwickeltes Verfahren zur Überprüfung der Wirksamkeit von Anlagen zur UV-Bestrahlung von Wasser eingesetzt, das schon länger u.a. auch in Deutschland, England und Frankreich im Einsatz ist. Mit UV-Strahlen wird das Wasser in vielen Städten desinfiziert.

Strahlung schädigt Erreger-Erbgut

Wenn das Wasser einer Trinkwasserressource mikrobiologisch verunreinigt ist, muss es zum Schutz des Menschen vor Infektionen desinfiziert werden. Die Anwendung von ultravioletter Strahlung, bei der Trinkwasser durch eine Bestrahlungskammer geleitet wird, hat in den vergangenen Jahren weltweit große Bedeutung erlangt. "Dabei werden die Strahlen vom genetischen Erbgut der Mikroorganismen absorbiert, wodurch sie ihre Vermehrungsfähigkeit verlieren. Krankheitserreger werden somit unschädlich gemacht", erklärte Regina Sommer, Leiterin der Abteilung für Wasserhygiene der MedUni Wien anlässlich des Welt-Wassertags am 22. März.

Das Prüfverfahren zur technisch-hygienischen Überprüfung von UV-Anlagen in der ÖNORM M 5873 haben wurde an der MedUni Wien entwickelt und 2010 am Wasser-Technikum Wiental etabliert. UV-Anlagen zur Trinkwasserdesinfektion in Frankreich, Deutschland oder England, aber auch vielen anderen Ländern müssen nach dieser ÖNORM getestet werden. In Wien selbst wird dem Wasser zur Desinfektion Chlor in geringer Konzentration zugesetzt. In vielen anderen Versorgungen wird UV-Desinfektion angewendet.

Mit der ÖNORM B 5014 sorgt eine weitere Norm dafür, dass die hohe Qualität des Trinkwassers am Weg von der Quelle bis zum Konsumenten erhalten bleibt, berichtet Austrian Standards, das frühere Normungsinstitut. Die "sensorische und chemische Anforderungen und Prüfung von Werkstoffen im Trinkwasserbereich" ist "ein mehrteiliges nationales Regelwerk, das die Anforderungen an jene Werkstoffe genau definiert, die mit Trinkwasser in Berührung kommen", erklärte Jörg Nachbaur, zuständiger Komitee-Manager für das Komitee 140 "Wasserqualität" bei Austrian Standards.

Dadurch wird das Wasser vor negativer Beeinflussung durch Verwendung ungeeigneter Materialien bereits bei Transport und Speicherung geschützt. Anzuwenden ist die Norm auf Rohrleitungen, Dichtungen, Armaturen, Installationen und Wasserbehälter. Das Gesundheitsministerium hat eine schriftliche Empfehlung zur Verwendung und Einhaltung der Empfehlungen der ÖNORM B 5014 ausgesprochen. "Ohne standardisierte Regelungen droht der österreichische Markt von minderwertigen Produkten überschwemmt zu werden. Die ÖNORM B 5014 soll unter anderem auch zur Sicherheit der privaten Häuslbauer dienen", sagte Nachbaur.

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