Forschung im Bereich Industrie 4.0 in Österreich

Für exzellente Ausbildung braucht es auch exzellente Infrastruktur – und die bietet Österreich im Bereich Industrie 4.0 mit Pilotfabriken. Österreichs erste Pilotfabrik betreibt die Technische Universität Wien in der Seestadt Aspern. Als Demonstrationsfabrik für Smart Production und Cyber-Physische Produktionssysteme befasst sie sich mit neuen Konzepten und Lösungen für variantenreiche Serienproduktion (Low Volume – High Mix) im Bereich der diskreten Fertigungsindustrie.

Um auch an anderen Universitäten Wissenschaft und Wirtschaft optimal zu verzahnen, entstehen in Oberösterreich und der Steiermark weitere Pilotfabriken: Mit der smartfactory@tugraz erforscht die TU Graz agile und datensichere Fertigungskonzepte der Zukunft. Die LIT Factory an der Johannes Kepler Universität Linz hingegen arbeitet unter anderem an neuartigen, teilweise prototypischen Grenztechnologien („Frontier Production Technologies“) mit hohem verfahrenstechnischen und digitalem Innovationspotenzial.

Internationale Forschung unter österreichischer Führung

Die Zusammenarbeit von Wirtschaft, Wissenschaft und Lehre hat in Österreich eine lange Tradition – auch auf internationaler Ebene. Ein aktuelles Beispiel dafür ist das Forschungsprojekt „SemI40“ (Power Semiconductor and Electronics Manufacturing 4.0). Gestartet 2016, forschen bei diesem dreijährigen Projekt 37 Partner aus fünf Ländern unter der Leitung von Infineon Austria an der Weiterentwicklung selbststeuernder Fabriken. Konzentrieren wird man sich dabei auf die Bereiche „intelligente Produktion“ und „cyber-physikalische Produktionssysteme“. Eine zentrale Rolle nimmt dabei der sichere Datenverkehr innerhalb und außerhalb von Fabriken ein. Mit einem Volumen von 62 Millionen Euro gehört das Forschungsprojekt damit zu den größten Industrie 4.0-Projekten in Europa.

Forschungszentren für die Fabrik der Zukunft

Mit – auch im europäischen Vergleich – hohen Forschungsförderungen für die Produktionsforschung, Investitionen in die Forschungsinfrastruktur, etwa in Form von Pilotfabriken, aber auch mit universitärer und außeruniversitärer Forschung kann Österreich in Industrie 4.0-relevanten Bereichen punkten. So forscht etwa das Austrian Institute of Technology (AIT), Österreichs größte Forschungs- und Technologie-Organisation, unter anderem an Security & Safety und Mobilität.

Mit Robotics beschäftigt sich Joanneum Research und die Johannes Kepler Universität Linz hat den Schwerpunkt Künstlicher Intelligenz ins Leben gerufen. Aber auch COMET-Zentren (Competence Centers for Excellent Technologies) beschäftigen sich mit Themen, die bei Industrie 4.0 von Relevanz sind. Neu geschaffen wurde etwa das Industrie-Forschungszentrum Pro²Future (Products and Production Systems of the Future), das sich mit Produktionssystemen und Produkten der Zukunft beschäftigt.

 

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