Wirtschaftsstandort Tirol

Knapp 40.000 Unternehmen, acht Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen, über 20 Universitätskliniken. Hochburg der Grundlagenforschung mit Forschungsleistungen im internationalen Spitzenfeld und eine Forschungsquote von 3,1 Prozent. Über 5.000 Forscher und namhafte außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Zahlreiche Kompetenzzentren, in denen Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam Anwendungen entwickeln – zum Beispiel für die Energiewende oder die personalisierte Therapie von Krankheiten. Sieben Innovationscluster und Branchennetzwerke mit rund 500 innovationsaktiven und kooperationserfahrenen Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft – etwa in den Disziplinen der Erneuerbaren Energien, der Informationstechnologien, der  Life Sciences und der Mechatronik. Keine gängige Beschreibung Tirols, aber eine zutreffende. Das Land ist inmitten seines einzigartigen Natur- und Lebensraums zum Technologieland avanciert: sehr sonniges Klima für betriebliche Innovationskraft.

Neben der starken Basis für Innovationen und Kooperationen ist die optimale Lage zwischen den drei starken europäischen Ballungszentren Süddeutschland (München 160 km), Schweiz (Zürich 200 km) und Norditalien (Mailand 370 km) mit besten Verkehrsanbindungen ein weiteres Argument für die Entscheidung, am Standort Tirol zu wirtschaften und zu forschen. Unternehmerinnen und Unternehmen aus Deutschland oder Italien, die ihre Wahl für Tirol bereits getroffen haben, sind unter anderen die Bionorica Research GmbH, die Firmengruppe Kathrein, Durst Phototechnik, Loacker oder auch die Leitner AG, die in Tirol ihre Generatoren für Windkraftwerke produziert. Parallel profitieren die Ansiedler von der hohen Lebens- und Freizeitqualität in der Region. Diese motiviert schließlich nicht nur die Gäste des Landes, sondern auch die vor Ort beschäftigten Fachkräfte enorm.

Große, internationale Begehrlichkeiten weckt nicht nur die exzellente Leistung der Verbundforschung im Oncotyrol und alpS, den Tiroler K1-Zentren im COMET-Programm der österreichischen Bundesregierung. Europa schaut zum Zeitpunkt auch gespannt auf das EU-Projekt Sinfonia. Im Rahmen dieses Projektes - dem größten Smart City Projekt Österreichs - demonstrieren Innsbruck und Bozen mit Energieeffizienz-Investitionen in Millionenhöhe, wie die lebenswerte europäische Städte von morgen aussehen. Dazu werden unter anderem mehr als 1000 Wohnungen auf nahezu Passivhausstandard saniert und die zugehörigen Strom-, Kälte- und Wärmenetze aus erneuerbaren Quellen versorgt und intelligent vernetzt. Parallel betreibt die Universität Innsbruck ein groß angelegtes Monitoring. Sie misst in den 500 sanierten Wohnungen ein Jahr lang Temperatur, Luftfeuchte und CO2-Gehalt und wertet zusätzlich den Stromverbrauch, getrennt nach Haustechnik und Haushaltsstrom, aus. So wird der Erfolg verschiedener Maßnahmen vor dem Hintergrund des Verbrauchsverhaltens der BewohnerInnen ermittelt. Und die Grundlage für deren Übertragung in andere Klimazonen geschaffen. Die ersten europäischen Städte, die Maßnahmen aus Innsbruck und Bozen adaptieren und zur Umsetzung vorbereiten sind Rosenheim (D), La Rochelle (F), Sevilla (ES), Paphos (CY) und Boras (SE). Insgesamt sind 30 Partner aus acht europäischen Ländern an Sinfonia beteiligt, 21 von ihnen kommen aus Tirol und Südtirol.

Ausbildung / Universitäre Forschung

Besondere universitäre Forschungseinrichtungen

Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen

Ausgewählte EU-Projekte

COMET-Zentren oder Christian-Doppler-Labors mit Standort in Tirol:

COMET-Zentren mit Tiroler Beteiligung:

  • K2 MPPE (Materialtechnologie, COMET, Beteiligung an K2-Zentrum)

  • K1 LEC EvoLET (Gas und Dual Fuel Großmotoren, COMET, Beteiligung an K1-Zentrum)

  • K1-MET (Metallurgie, COMET, Beteiligung an K1-Zentrum)

  • ECO-COOL (Vollelektronisch geregelte Kühlkreisläufe für hocheffiziente Haushaltskühlgeräte, COMET, Beteiligung an K-Projekt)

  • focus_sts (Brettsperrholz: Systementwicklungen für Holzmassivbauweise und Optimierungen beim Produkt bzw. seiner Produktion; COMET, Beteiligung an K-Projekt)

Christian-Doppler-Labors mit Tiroler Wirtschaftspartnern:

Regional:

  • Textiles (Entwicklung innovativer Materialien für den Sport-, Freizeit- und Gesundheitsmarkt, Tirol-Vorarlberg-Südtirol)

  • K-Regio VAMEL (Entwicklung eines Hör-Implantates zum Ausgleich von stark die Lebensqualität beeinträchtigenden Symptomen bei Ausfall des Gleichgewichtsorgan

    • K-Regio Hyperbare Infrarotkabine (Entwicklung einer Überdruckkabine mit kombinierter Niedertemperatur-Infrarottechnologie)

    • K-Regio PowerBox² (Nutzung biogener Reststoffe zur Gewinnung von  erneuerbarer Energie über thermische Vergasung in kleinen, dezentralisierten Kraftwerken)

    • K-Regio Skitechnologie (Entwicklung von Kanten- bzw. Belagbearbeitungsmaschinen für Wintersportgeräte)

Technologietransfer

Leitbetriebe

Cluster / Schwerpunktbranchen