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Handy laden ohne Steckdose: Grazer Sunnybag bastelt an Solarladegerät

Mehr als 500 Unterstützer hat das neue Projekt von Sunnybag bereits gefunden. Das Solarpaneel ist mit einem Akkupack ausgestattet und kann mobile Geräte wie Smartphones, Tablets oder Kameras mit erneuerbarer Energie aufladen - ohne Steckdose.

Eine Ladung für drei Smartphones

Die Grazer verwenden die gleichen Solarzellen wie der US-Elektroautobauer Tesla für sein neuestes "Model S". Über den USB-Ausgang liefert das "Powertab" bis zu 2,4 Ampere Ausgangsstrom; eine volle Akkuladung reicht für etwa drei Smartphones. Das Gerät ist auch mit einer Lese- und Nachtlampe ausgestattet.

Der Solarlader ist auch bei der österreichischen Entwicklungshilfe schon auf Interesse gestoßen, so Sunnybag zur APA. Sunnybag-Gründer Stefan Ponsold war zu Jahresbeginn gemeinsam mit Entwicklungshelfern in Westafrika und hat das "Powertab" unter extremen Bedingungen getestet. Sobald das Gerät auf dem Markt ist, wolle es die Entwicklungshilfe in Westafrika verbreiten, so Sunnybag. "Die finalen Verhandlungen laufen." Die in Armut lebende Bevölkerung Westafrikas verfüge oft über keine Stromversorgung und sei auf "unsaubere Energiequellen" angewiesen.

Zu kaufen ab September

Zu kaufen soll das "Powertab" ab September sein - für 99 Euro pro Stück, zuerst einmal hauptsächlich im Webshop von Sunnybag. Wer dem Grazer Unternehmen über Kickstarter Geld für die Entwicklung zur Verfügung stellt, bekommt es billiger. Die Crowd beteiligt sich also nicht am Unternehmern, sondern bekommt ein Produkt zugesichert. Wobei das Prinzip "wer zuerst kommt, mahlt zuerst" gilt: Die frühesten Unterstützer zahlen am wenigsten.

Sunnybag wurde 2010 von Ponsold gegründet. Das Unternehmen will 2015 eine schwarze Null schaffen. 2014 ist laut Brancheninsidern noch ein Verlust von etwa 160.000 Euro angefallen. Die offizielle Bilanz liegt noch nicht vor. Der Umsatz von Sunnybag ist seit dem Gründungsjahr jährlich um etwa 50 Prozent gestiegen. 2014 waren es mehr als 400.000 Euro. Die Sunnybag GmbH gehört zu 55 Prozent Ponsold, der auch Geschäftsführer ist. 30 Prozent hält die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landes Steiermark, 15 Prozent die steirische Beteiligungsgesellschaft Innovision.

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