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Weniger Gold ist manchmal besser

Infrarot-Labor an der TU Wien © TU Wien, Foto Romana Maalouf

Mögliche Anwendungen reichen von der Astrophysik bis zur Virendetektion. Dieser neuartige Goldabsorber kann ungefähr die Hälfte der Energie von Infrarotstrahlen direkt in Wärme umwandeln – das ist ein bemerkenswert hoher Anteil. Und entscheidend ist vor allem: Das gelingt auf sehr gleichmäßige Weise in einem extrem breiten Bereich von Wellenlängen, von 2 µm bis zu mehr als 20 µm", so Niklas Luhmann, Dissertant in der Forschungsgruppe von Prof. Silvan Schmid am Institut für Sensor- und Aktuatorsysteme der TU Wien.

Die Wärme wird dann abtransportiert und führt dazu, dass der Detektor sein Schwingungsverhalten ändert. „Man kann sich das so ähnlich vorstellen, als würde man eine Gitarrensaite mit einer dünnen Goldschicht ummanteln und die Gitarre in die Sonne legen", sagt Luhmann. „Die Saite wird wärmer, dehnt sich aus und verändert ihren Klang. Und das kann man dann messen." Auf diese Weise entwickelt das Institut für Sensor- und Aktuatorsysteme derzeit neuartige Infrarot-Sensoren, die eine Vielzahl wichtiger Forschungsergebnisse liefern können. An der TU Wien ist gelungen, mit einem speziellen technischen Trick, eine ultradünne Goldschicht herzustellen, die nur 2 Nanometer misst. So lässt sich ungefähr die Hälfte der Strahlungsenergie einfangen und in Wärme umwandeln – und zwar auf völlig gleichmäßige Weise, in einem breiten Bereich des Infrarot-Spektrums.

Mehr Informationen finden Sie hier.

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