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Infineon investiert 1,1 Milliarden Euro in Österreich © BKA/Florian Schroetter
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Infineon investiert 1,1 Milliarden Euro in Österreich

30. Oktober 2026

Infineon baut in Villach die weltweit erste Hochvolumenfertigung für Gallium­nitrid-Chips auf 300-Millimeter-Wafern auf. Die Investition von rund 1,1 Milliarden Euro stärkt den Standort als Kompetenzzentrum für energie­effiziente Mikroelektronik.

Infineon AustriaInfineon Austria (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) baut seine Rolle als globales Kompetenzzentrum für Leistungs­halbleiter weiter aus: Bis 2034 investiert der deutsche Mutterkonzern rund 1,1 Milliarden Euro in bestehende Reinraumflächen am Standort Villach. Dort entsteht die weltweit erste Hochvolumenfertigung für Galliumnitrid-Leistungshalbleiter der neuesten Generation auf 300-Millimeter-Wafern. Der Produktionsstart ist für Ende 2027 vorge­sehen; der Hochlauf richtet sich nach der Marktnachfrage. 

Mit der Investition reagiert Infineon auf die wachsende Nachfrage nach leistungsfähigen Stromversorgungslösungen. Galliumnitrid (GaN) ermöglicht Effizienzsteigerungen in KI-Rechenzentren, Energie-Infrastruktur, Elektromobilität, Robotik und Konsumenten­elektronik. Die größere Waferfläche macht auch die Fertigung effizienter: Auf einem 300-Millimeter-Wafer lassen sich laut Infineon 2,3-mal so viele Chips herstellen wie auf einem 200-Millimeter-Wafer.

Die Republik Österreich unterstützt das Vorhaben mit einer Förderung von 319 Millionen Euro im Rahmen des Europäischen Chips Acts zur Stärkung der technologischen Souveränität. Bundeskanzler Christian Stocker sieht in der Investition ein Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort und einen Beitrag zu Österreichs internationaler Wettbewerbs­fähigkeit. 

Darüber hinaus soll das Projekt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Univer­sitäten und Forschungseinrichtungen sowie den Zugang von Startups und KMU zu innovativen Technologien und Produkten fördern.

Österreich ist bei energieeffizienten Chips bereits führend. Gemessen an unserer Bevölkerungsgröße liegen wir bei den Ausgaben für betriebliche Forschung im Halbleiterbereich EU-weit auf Platz eins. Diesen Vorsprung wollen wir mit unserer Industriestrategie ausbauen und neue Technologien auch im industriellen Maßstab produzieren.

Dr. Wolfgang Hattmannsdorfer Bundesminister für Wirtschaft, Energie und Tourismus
© Philipp Albert
© Philipp Albert

Warum Infineon auf den Standort Österreich setzt

Jochen Hanebeck, Vorstandsvorsitzender Infineon Technologies AG sieht drei entscheidende Standortgründe: die Kompetenz der Mitarbeitenden, die Skalierung der Fabriken und finanzielle Unterstützung. Bei Leistungshalbleitern ist die Nähe zwischen Entwicklung und Fertigung besonders wichtig, weil das Know-how in den Fertigungsschritten steckt. Bestehende Flächen in Villach lassen sich zudem schneller umbauen, als eine neue Halle errichtet werden könnte. 

Die „300 mm GaN Wafer Technologie“, die effizientere Fertigung ermöglicht und Energieverluste in der Anwendung reduziert, wurde in Österreich entwickelt. Die Investition stärkt die Rolle von Villach als globales Kompetenzzentrum für Leistungselektronik und neue Halbleitermaterialien. Infineon Austria beschäftigt heute rund 5.800 Mitarbeiter:innen, davon etwa 4.800 am Standort Villach. Gemeinsam mit Universitäten, Forschungseinrichtungen, Startups und Industriepartnern bildet Infineon das Herzstück eines international sichtbaren Mikroelektronik-Ökosystems im Süden Österreichs.

Mehr zum Zusammenspiel von Forschung und Produktion lesen Sie in unserer Story, warum Österreich für Infineon ein Schlüsselstandort für Forschung und Entwicklung istwarum Österreich für Infineon ein Schlüsselstandort für Forschung und Entwicklung ist (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet).

Wettbewerbsfähigkeit und technologische Souveränität entstehen dort, wo aus exzellenter Forschung industrielle Wertschöpfung wird. Genau hier setzen wir mit unserem Leuchtturmprojekt an: Wir bringen aus Österreich heraus Innovation in die industrielle Anwendung, stärken unsere technologische Führungsrolle und sichern hochqualifizierte Arbeitsplätze.

Sabine Herlitschka Vorstandsvorsitzende Infineon Technologies Austria AG
Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende Infineon Technologies Austria AG
© Infineon/APA-Fotoservice/Krisztian Juhasz
Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende Infineon Technologies Austria AG
© Infineon/APA-Fotoservice/Krisztian Juhasz

FAQs

  • 01

    Infineon setzt auf die Kompetenz der Mitarbeitenden in Österreich. Weitere Gründe sind die Skalierung der Fabriken und Förderungen. Bei Leistungshalbleitern sind Entwicklung und Fertigung eng verbunden. Das Know-how steckt in den einzelnen Fertigungsschritten. Bestehende Flächen in Villach lassen sich schneller umbauen. Produktivität und schnelle Innovation sollen höhere Lohnkosten ausgleichen.

  • 02

    Galliumnitrid-Chips steigern die Effizienz von KI-Rechenzentren. Weitere Anwendungen sind Energie-Infrastruktur und Elektromobilität. Auch Robotik und Konsumentenelektronik profitieren von der Technologie. Die in Österreich entwickelte GaN-Technologie reduziert Energieverluste. Die Fertigung auf 300-Millimeter-Wafern ist ebenfalls effizienter. Pro Wafer sind 2,3-mal so viele Chips möglich wie bei 200 Millimetern.

  • 03

    Infineon investiert bis 2034 rund 1,1 Milliarden Euro in Villach. Die Investition fließt in bestehende Reinraumflächen am Standort. Dort entsteht die weltweit erste Hochvolumenfertigung für Galliumnitrid-Leistungshalbleiter auf 300-Millimeter-Wafern. Der Produktionsstart ist für Ende 2027 vorgesehen. Der Hochlauf der Fertigung richtet sich nach der Marktnachfrage.

  • 04

    Die Investition stärkt Villach als globales Kompetenzzentrum für Leistungselektronik und neue Halbleitermaterialien. Österreich unterstützt das Vorhaben mit 319 Millionen Euro Förderung. Die Förderung erfolgt im Rahmen des Europäischen Chips Acts. Das Projekt soll die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen stärken und Startups sowie KMU Zugang zu innovativen Technologien ermöglichen.

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