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ABA-Geschäftsführer René Tritscher, Nidec ACIM CEO Valter Taranzano und Wolfgang Hattmannsdorfer, Bundesminister für Wirtschaft, Energie und Tourismus, bei der Bekanntgabe der Investitionen des Unternehmens in der Steiermark © BMWET/Holey
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Japan und Österreich vertiefen Handelsbeziehungen, Nidec investiert weiter in der Steiermark

02. Juni 2025

Im Rahmen der Wirtschaftsmission Österreichs in Japan wurde eine vertiefte bilaterale Zusammenarbeit in den Bereichen industrielle Forschung, Technologie, Innovation sowie nachhaltige wirtschaftliche Transformation vereinbart. Der japanische Konzern Nidec plant erneut Investitionen in seinen Standort im steirischen Fürstenfeld. 

Japan ist der zweitgrößte Handelspartner Österreichs in Asien, mit einem Handelsvolumen von 4,5 Milliarden Euro. Besonders in den Bereichen Automobilindustrie, Maschinenbau, Halbleiterindustrie und Forschung gibt es enge wirtschaftliche Verbindungen – die ausgebaut werden sollen. Im Rahmen der Wirtschaftsmission in Japan unterzeichnete Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer in Tokio gemeinsam mit Ogushi Masaki, Minister für Wirtschaft, Handel und Industrie ein neues Memorandum of CooperationMemorandum of Cooperation (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet). Ziel der Vereinbarung ist eine vertiefte bilaterale Zusammenarbeit in den Bereichen industrielle Forschung, Technologie, Innovation sowie nachhaltige wirtschaftliche Transformation. 

Nidec plant auch künftig mit Österreich 

Nidec ACIM (Appliance, Commercial and Industrial Motors)Nidec ACIM (Appliance, Commercial and Industrial Motors) (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) betreibt mit seinen 240 Mitarbeitenden am Standort Fürstenfeld das letzte verbliebene Produktionswerk für Kältekompressoren für den Haushaltsweißwarenbereich in Europa. Der 1973 im japanischen Kyoto gegründete Mischkonzern beschäftigt weltweit über 110.000 Mitarbeitende. In Österreich erweitert Nidec seit der Übernahme des Werks in der Steiermark im Jahr 2020 den Standort und investierte bisher bereits mehr als 40 Mio. Euro in Produktionslinien, Automatisierung sowie Forschung und Entwicklung.    

Nidec plant auch künftig mit Österreich. Der Konzern plant heuer eine Gesamtinvestition von mehr als 22 Mio. Euro in den Standort Fürstenfeld, aufgeteilt auf zwei große Projekte: eine neue Produktionslinie für Wechselrichter sowie in “ATOM”, die weltweit kompakteste Kompressoren-Familie mit drehzahlgeregeltem Antrieb für die Verwendung in Haushaltskühlgeräten; Dieser Kompressor wurde vollständig in Österreich konzipiert und setzt neue Maßstäbe in den Bereichen Geräuschabstrahlung und Effizienz, womit ein Energieverbrauch von rund 25 % im Vergleich zu traditionellen Start/Stopp-Kompressoren möglich wird. 

"Dass sich ein globaler Technologiekonzern erneut für Investitionen in Fürstenfeld entscheidet, ist ein starkes Bekenntnis zu Österreich – und ein wichtiger Impuls für die Region und unsere Industrie. Ich möchte Nidec für diese Entscheidung ausdrücklich danken. Möglich wurde dieser Schritt, weil viele an einem Strang gezogen haben", so Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer. 

„Was in den letzten fünf Jahren in Fürstenfeld gelungen ist, ist bemerkenswert. Seitdem haben wir die Kapazitäten erheblich erweitert, die Anzahl der Mitarbeiter und Produktionslinien verdoppelt, neue Produktplattformen eingeführt und die F&E-Präsenz durch eine repräsentative Aufstockung der Zahl der Expertinnen und Experten vor Ort gestärkt. Mit unseren neuen Investitionen bauen wir unser ‘Center of Excellence and Innovation’ weiter aus”, bekräftigt Valter Taranzano, First Senior VP of Nidec Corporation, CEO & President of Nidec Appliance Automotive Division.  

“Unser Standort profitiert von der hohen Qualifikation der Mitarbeitenden, der strategischen Position Österreichs und dem Fokus auf Innovation und Nachhaltigkeit. Wir kooperieren eng mit den Universitäten sowie diversen Partnern hierzulande, um Haushaltsgeräte effizienter zu machen. Die aktuellen Investitionen wurden insbesondere durch die starke Unterstützung durch das aws Twin Transition-Programm und weitere Forschungsförderung etwa durch die FFG ermöglicht. Bei allen Standortentscheidungen wurden wir umfassend von der Austrian Business Agency (ABA) beraten, was wir sehr zu schätzen wissen”, so Taranzano.  

Unser Standort profitiert von der hohen Qualifikation der Mitarbeitenden, der strategischen Position Österreichs und dem Fokus auf Innovation und Nachhaltigkeit.

Valter Taranzano CEO & Präsident der Nidec Appliance Automotive Division

ABA unterstützt Nidec bei Betriebserweiterungen   

Die Austrian Business Agency (ABA) unterstützt das Unternehmen gemeinsam mit der Steirische Wirtschaftsförderungs­gesellschaft (SFG) seit mehreren Jahren bei deren Betriebserweiterungen. „Am Beispiel von Nidec werden die Vorteile des Industriestandorts sichtbar. Für die Region Fürstenfeld, die Steiermark und Österreich insgesamt ist das Bekenntnis von Nidec zum Standort eine äußerst erfreuliche Nachricht in einer herausfordernden Zeit. Ich möchte mich ausdrücklich bei Valter Taranzano und seinem Team in Österreich und der steirischen Standortagentur SFG für die langjährige gute Zusammenarbeit bedanken“, bekräftigt René Tritscher, Geschäftsführer der ABA. 

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