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Mikroelektronik: Österreichs Stärken im Fokus des ABA CEO Round Tables
02. November 2026Was macht den Standort Österreich für internationale Unternehmen der Mikroelektronik attraktiv? Darüber diskutierten Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer, Vertreter:innen der Branche und der Medien in Wien. Mehr dazu in unserem Beitrag und Video.
Beim ABA CEO Round Table am 20. Oktober 2026 besprachen Wolfgang Hattmannsdorfer, Österreichs Bundesminister für Wirtschaft, Energie und Tourismus, Sabine Herlitschka (Infineon Technologies Austria), Jan Preibisch (AT&S), Herbert Schöffmann (Lam Research), Wolfgang Steinbauer (NXP Austria) sowie ABA-Geschäftsführer René Tritscher Themen rund um den Mikroelektronik-Standort. Auch Lisa Marie Wögerbauer (Kronen Zeitung) und Patrick Dax (KURIER) nahmen an der Diskussion teil.
Im Mittelpunkt: Was stärkt die Mikroelektronik am Standort Österreich – und welche Rahmenbedingungen braucht es für weitere Investitionen, Forschung und Produktion?
Bundesminister Hattmannsdorfer will Österreich als Keyplayer im Halbleitersektor positionieren. Um die Branche dabei zu unterstützen, werde die Bundesregierung bestehende Lehrberufe adaptieren und neue Lehrberufe schaffen sowie das Stärkefeld Mikroelektronik durch gezielte Förderungen der öffentlichen Hand stärken und für raschere Genehmigungsverfahren sorgen. Die Industriestrategie Österreich 2035 soll dafür den Rahmen schaffen – mit dem Ziel, mehr Wertschöpfung und Produktion in Österreich zu sichern.
Die herausragende Position der Branche, die über die letzten Jahrzehnte erarbeitet wurde, gelte es jetzt zu stärken, sagte Sabine Herlitschka. Die CEO von Infineon Technologies Austria,Infineon Technologies Austria, (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) das in Österreich rund 5.800 Mitarbeiter:innen beschäftigt, hob vor allem die Kompetenzen in Leistungselektronik, Sensorik und Sicherheitstechnologien hervor und plädierte dafür, diese gezielt auszubauen.
Auch Wolfgang Steinbauer von NXP Semiconductors Austria unterstrich das Expertenwissen, das in Österreich auf dem Gebiet der Mikroelektronik vorhanden sei. Am NXP-Standort GratkornNXP-Standort Gratkorn (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) arbeiten inzwischen um die 650 Expert:innen aus 45 Nationen. Die kurzen Wege von der Entwicklung zu Demonstratoren und kleinen Serien seien ein großer Vorteil des Standorts.
Herbert Schöffmann, der im Mai 2026 offiziell den neuen Forschungs- und Produktionsstandort von Lam Research in Salzburgneuen Forschungs- und Produktionsstandort von Lam Research in Salzburg (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) miteröffnen durfte, verwies auf die starke Forschungslandschaft und KI als Wachstumstreiber der Branche. Die ABA habe eine wichtige Brückenfunktion zwischen Unternehmen und öffentlicher Hand, um Themen aus der Praxis anzusprechen und zu diskutieren, wie hier beim CEO Round Table.
Jan Preibisch von AT&SAT&S (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet), das in Leoben und Fehring rund 2.600 Personen beschäftigt und weltweit rund 15.000 Mitarbeiter:innen hat, betonte die Bedeutung von Zusammenarbeit und Allianzen, um Forschung und das Wissen in Europa in wettbewerbsfähige industrielle Angebote zu übersetzen.
ABA-Geschäftsführer René Tritscher machte klar: Um international wettbewerbsfähig zu sein, müsse Österreich in gewissen Segmenten Technologieführer sein. Mit den sehr gut ausgebildeten Fachkräften, dem aufgebauten Know-how in der anwendungsnahen Forschung und einem starken Fördersystem biete Österreich beste Voraussetzungen dafür.
Mehr über die Branche und ihre Stärken erfahren Sie hier: Mikroelektronik am Standort ÖsterreichMikroelektronik am Standort Österreich (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet)
FAQs
- 01
Was macht Österreich für Mikroelektronik-Unternehmen attraktiv?
Österreich punktet mit gut ausgebildeten Fachkräften, anwendungsnaher Forschung und einem starken Fördersystem. Zu den technologischen Stärken zählen Leistungselektronik, Sensorik und Sicherheitstechnologien.
- 02
Welche Stellung hat Österreich im europäischen Vergleich?
Laut den Zahlen des Fachverbands FEEIFEEI (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) für 2025 zählt Österreich im EU-Vergleich zu den Top-4-Standorten der Mikroelektronik. In Relation zur Landesgröße liegt der Standort bei unternehmerischen F&E-Ausgaben und Beschäftigung auf Rang 1. Rund 72.000 Beschäftigte arbeiten in knapp 300 Unternehmen. Die Branche erreicht 23,6 Milliarden Euro Produktionswert, 27,1 Milliarden Euro Umsatz und eine Exportquote von 84,2 Prozent.
- 03
Welche Themen standen beim ABA CEO Round Table im Mittelpunkt?
Im Mittelpunkt standen Österreichs Standortstärken und die Rahmenbedingungen für weitere Investitionen, Forschung und Produktion. Diskutiert wurden Fachkräfte, raschere Genehmigungsverfahren, resiliente Lieferketten, der Transfer von Forschung in industrielle Angebote sowie KI als Wachstumstreiber und die Industriestrategie Österreich 2035.
- 04
Wie soll die Industriestrategie Österreich 2035 den Standort stärken?
Bundesminister Hattmannsdorfer will Österreich als Keyplayer im Halbleitersektor positionieren. Im Fokus stehen qualifizierte Talente, raschere Genehmigungsverfahren und resiliente Lieferketten. Die Industriestrategie Österreich 2035 soll dafür den Rahmen schaffen, um mehr Wertschöpfung und Produktion in Österreich und Europa zu sichern.