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Vom Labor auf den Weltmarkt: Österreich beschleunigt Life Sciences
29. September 2026Österreich entwickelt sich zu einem der dynamischsten Life-Sciences-Standorte Europas. Unterstützt durch Förderungen wie das Austrian Life Sciences Programme & ein vernetztes Ökosystem treiben Betriebe wie Boehringer Ingelheim und MSD ihren Erfolg voran.
Die österreichische Bundesregierung hat die Life Sciences als zentralen Baustein der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung verankert. Der Sektor ist eine Schlüsselpriorität der österreichischen Industriestrategie 2035österreichischen Industriestrategie 2035 (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet), die Life Sciences als eine der wichtigsten Zukunftstechnologien des Landes definiert. Besonders stark ist auch die Gründungsdynamik: Laut Austrian Startup Monitor 2025 sind 14,4 Prozent aller österreichischen Startups im Bereich Life Sciences tätig.
Life Sciences Action Plan und ein nationales Innovationsökosystem
Um den Sektor weiter zu stärken, hat Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer die Entwicklung eines eigenen Life Sciences Action Plans angekündigt. Dieser soll die strategische Vision in konkrete Förderinstrumente und Maßnahmen übersetzen, der pharmazeutischen Industrie Planungssicherheit geben und Life-Sciences-Startups dabei unterstützen, schneller zu wachsen.
Im Zentrum des Ökosystems steht LISA – Life Science AustriaLISA – Life Science Austria (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet), das die regionalen Cluster miteinander vernetzt. Über Organisationen wie LISAvienna, Human.technology Styria oder den Health Hub Tirol erhalten Unternehmen Zugang zu Forschungseinrichtungen, Krankenhäusern, Investor:innen und internationalen Partnern. Dadurch werden Wissenstransfer und Marktzugang beschleunigt.
Starke Förderprogramme und Forschungsinfrastruktur
Österreich baut seine Unterstützung für Innovationen im Bereich Life Sciences kontinuierlich aus. Das Austrian Life Sciences Programme 2024–2026Austrian Life Sciences Programme 2024–2026 (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) stellt in den Bereichen Pharmazeutika, Medizinprodukte, Diagnostik und Querschnittstechnologien Förderungen von bis zu drei Millionen Euro pro Projekt bereit. Das Programm verfügt über ein Gesamtbudget von 45 Millionen Euro, das vom Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) im Rahmen der Transformationsoffensive finanziert wird.
Zusätzliche Impulse setzt Digital Health AustriaDigital Health Austria (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet). Die Initiative von FFG, Austria Wirtschaftsservice (aws) und der Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) stellt weitere 13 Millionen Euro zur Förderung digitaler Gesundheitsinnovationen bereit und unterstützt die internationale Zusammenarbeit.

Auch für die internationale klinische Forschung wird Österreich zunehmend attraktiver. Mit Clinical Trials Austria (CTA) entsteht eine österreichweite Plattform, die Studienprozesse vereinfacht, die Rekrutierung von Patientinnen und Patienten verbessert und Sponsoren mit spezialisierten Studienzentren vernetzt. Für den Aufbau der Plattform erhielt die Ludwig Boltzmann Gesellschaft 6,5 Millionen Euro aus dem Fonds Zukunft Österreich (FZÖ).
Darüber hinaus startet die LBG einen neuen FörderaufrufFörderaufruf (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) für klinische Forschungsgruppen im Bereich Frauengesundheit und Gendermedizin. Gefördert werden klinische Forschungsprojekte, die konkrete Verbesserungen in der Behandlung und Versorgung von Patientinnen zum Ziel haben.
Gleichzeitig erweitert die Medizinische Universität Wien ihre Forschungskapazitäten durch das neue Eric Kandel Institute – Center for Precision Medicine sowie das Center for Translational Medicine, das am 1. Oktober offiziell eröffnet wird.
Erfolgsgeschichten aus Österreich: Von Startups bis zu Global Playern
Österreichs Innovationsökosystem bringt international beachtete Erfolgsgeschichten hervor. KetryxKetryx (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet), ein Entwickler KI-gestützter Compliance-Software für die Medizintechnikbranche, konnte 55 Millionen US-Dollar in Series-A- und Series-B-Finanzierungsrunden einwerben und betreut heute mehrere der weltweit führenden Hersteller von Medizinprodukten. Das Wiener Biotech-Unternehmen Epitome TherapeuticsEpitome Therapeutics (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) sicherte sich kürzlich vier Millionen Euro Kapital, um seine Plattform für Epigenom-Editing zur Behandlung seltener und metabolischer Erkrankungen weiterzuentwickeln.
Gleichzeitig investieren internationale Pharmaunternehmen weiterhin stark in Österreich. Neben seinen Forschungs- und Produktionsaktivitäten investiert Boehringer IngelheimBoehringer Ingelheim (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) mehr als 100 Millionen Euro in einen neuen Büro- und Verwaltungsstandort in Wien. Nach seiner Fertigstellung im Jahr 2027 wird das Projekt bisher auf mehrere Standorte verteilte Teams zusammenführen und zusätzliche Kapazitäten für zukünftige Forschungs- und Produktionserweiterungen schaffen.

Auch MSDMSD (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) baut seine hochmoderne Produktion von Tierimpfstoffen in Krems weiter aus. Mit rund 950 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Wien und Krems spielt Österreich eine wichtige Rolle im globalen Life-Sciences-Netzwerk des Unternehmens.
Ein weiteres Beispiel ist Bristol Myers Squibb, das Österreich seit 1971 als strategischen Standort für klinische Forschung nutzt. Von seinem Wiener Hauptsitz aus koordiniert das weltweit tätige biopharmazeutische Unternehmen ein umfangreiches Forschungsnetzwerk und führt derzeit knapp 50 klinische Studien an bis zu 24 Studienzentren im ganzen Land durch. Dadurch wird der Zugang zu innovativen Therapien in den Bereichen Onkologie, Kardiologie und Neurowissenschaften beschleunigt. Mit rund 110 Beschäftigten in Österreich unterstreicht das Unternehmen die Bedeutung des Landes als Standort für klinische Entwicklung und medizinische Innovation in Europa.
Vernetzung in Österreich: Veranstaltungen und Partnerschaften
Mehrere bedeutende Branchenveranstaltungen bieten die Möglichkeit, mit Österreichs dynamischem Life-Sciences-Ökosystem in Kontakt zu treten. Dazu zählen der Biotech Summit AustriaBiotech Summit Austria (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) in Innsbruck (13 - 14. Oktober, 2026), die LISAvienna Regulatory Affairs ConferenceRegulatory Affairs Conference (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) (15. Oktober 2026) für Medizinprodukte und In-vitro-Diagnostika in Schloss Schönbrunn, die BIO-EuropeBIO-Europe (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) (9 - 11. November 2026) in Köln sowie die MEDICAMEDICA (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) in Düsseldorf (16 - 19. November 2026).
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FAQs
- 01
Warum ist Österreich ein attraktiver Standort für Life-Sciences-Unternehmen?
Österreich entwickelt sich zu einem der dynamischsten Life-Sciences-Standorte Europas. Der Sektor ist eine zentrale Priorität der Industrie-Strategie 2035, die Life Sciences als eine der wichtigsten Zukunftstechnologien des Landes definiert. Zudem sind laut Austrian Startup Monitor 2025 bereits 14,4 Prozent aller österreichischen Startups in diesem Bereich tätig.
- 02
Was ist der Life Sciences Action Plan?
Der österreichische Life Sciences Action Plan soll die strategische Ausrichtung des Landes in konkrete Förderinstrumente und Maßnahmen übersetzen. Ziel ist es, der pharmazeutischen Industrie Planungssicherheit zu geben und das Wachstum von Life-Sciences-Startups zu beschleunigen.
- 03
Was ist Life Science Austria (LISA)?
Life Science Austria (LISA) ist die nationale Initiative zur Stärkung des Life-Sciences-Standorts Österreich. Durch die Vernetzung von Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Investoren und internationalen Partnern fördert LISA Innovationen in Biotechnologie, Pharma, Medizintechnik und Digital Health und trägt zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit Österreichs bei.
- 04
Was ist das Austrian Life Sciences Programme?
Das Austrian Life Sciences Programme 2024 bis 2026 der FFG bietet Förderungen von bis zu drei Millionen Euro pro Projekt. Unterstützt werden unter anderem Vorhaben in den Bereichen Pharma, Medizinprodukte, Diagnostik und Querschnittstechnologien. Das Gesamtbudget beträgt 45 Millionen Euro.
- 05
Was ist Digital Health Austria?
Digital Health Austria stellt zusätzliche 13 Millionen Euro für digitale Gesundheitsinnovationen bereit. Die Initiative wurde von FFG, Austria Wirtschaftsservice (aws) und der Ludwig Boltzmann Gesellschaft ins Leben gerufen und fördert zugleich internationale Kooperationen.
- 06
Was ist Clinical Trials Austria (CTA)?
Mit Clinical Trials Austria (CTA) entsteht eine nationale Plattform, die Studienabläufe vereinfacht, die Rekrutierung von Patientinnen und Patienten verbessert und Sponsoren mit spezialisierten Studienzentren vernetzt.
- 07
Welche internationalen Life-Sciences-Unternehmen bauen ihre Präsenz in Österreich aus?
Internationale Pharmaunternehmen investieren weiterhin stark in Österreich. Boehringer Ingelheim investiert mehr als 100 Millionen Euro in einen neuen Büro- und Verwaltungsstandort in Wien. MSD erweitert seine Produktion von Tierimpfstoffen in Krems und beschäftigt rund 950 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Wien und Krems. Auch Bristol Myers Squibb baut seine klinischen Forschungsaktivitäten in Österreich kontinuierlich aus und betreibt von Wien aus ein Netzwerk mit nahezu 50 laufenden klinischen Studien im ganzen Land.