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Weltklasse-Forschung in Österreich: Rail Tec Arsenal testet Fahrzeuge bei jedem Wetter
21. Juli 2026In Wien betreibt das Rail Tec Arsenal (RTA) den größten Klima-Wind-Kanal der Welt. Von Zügen bis Helikopter: Hier werden Fahrzeuge unter extremen Wetterbedingungen getestet, und die Ergebnisse fließen direkt in globale Sicherheitsstandards ein.
Das Rail Tec ArsenalRail Tec Arsenal (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) in Wien ist weit mehr als ein Testlabor für Unternehmen aus dem Bereich MobilitätMobilität (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet). Es ist ein international anerkanntes Kompetenzzentrum, das Fahrzeuge aller Art unter realistischen Klimabedingungen prüft. Temperaturen von minus 45 bis plus 60 Grad Celsius, Windgeschwindigkeiten bis zu 300 km/h, Schnee, Regen, Nebel und Sonnenstrahlung lassen sich auf Knopfdruck erzeugen. Was weltweit kein anderes Institut in dieser Kombination bietet, ist in Österreich seit über zwei Jahrzehnten Realität.
Gegründet 1998, betreibt RTA seit 2001 den Standort in Wien-Floridsdorf. Seit der Anfangsinvestition von 65 Mio Euro wurde laufend weiter investiert und das Testspektrum ausgebaut. Der Jahresumsatz beträgt 16 Millionen Euro, sämtliche Überschüsse werden reinvestiert. Der Betrieb ist vertraglich bis 2062 gesichert, getragen von einem starken Shareholder-Netzwerk aus Siemens MobilitySiemens Mobility (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet), AlstomAlstom (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet), Hitachi RailHitachi Rail (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) und dem Austrian Institute of Technology (AIT)Austrian Institute of Technology (AIT) (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet).
Forschung, die Leben rettet
Die Arbeit des RTA hat unmittelbare Auswirkungen auf die Sicherheit von Millionen Reisenden weltweit. Ob Türen, die sich trotz Eis und Schnee zuverlässig öffnen, gleichmäßige Temperaturen in Zugabteilen unabhängig vom Wetter draußen, oder Flugobjekte, die sicher durch Vereisungswolken fliegen: Die Erkenntnisse aus den Wiener Klima-Wind-Kanälen sind in modernen Fahrzeugen auf der ganzen Welt spürbar. „In all diesen Bereichen leisten wir essenzielle Beiträge“, so Hermann Ferschitz, Geschäftsführer Rail Tec Arsenal.

Ein besonders beeindruckendes Beispiel: RTA ist es gelungen, Regentropfen mit bis zu zwei Millimeter Durchmesser im Klima-Wind-Kanal zu beschleunigen, ohne dass sie zerplatzen. Die NASA hatte dieses Problem nicht lösen können. Der Durchbruch gelang dem Wiener Team durch eine zufällige, asymmetrische Konstruktion eines Kanalteils, die eine stufenweise Beschleunigung ermöglichte.
Internationale Kooperationen auf höchstem Niveau
RTA arbeitet mit führenden Unternehmen und Forschungseinrichtungen weltweit zusammen. Zu den Kunden zählen globale Konzerne ebenso wie renommierte Wissenschaftsinstitutionen:
Unternehmen: Siemens, Alstom, Stadler, ÖBB, Airbus, Safran, MAN, Volkswagen, …
Forschung: TU Wien, TU Dresden, DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt), FH Joanneum, …
Internationale Institutionen: NASA Glenn Research Center, Cleveland, USA
Die Kooperation mit der NASA ist dabei besonders hervorzuheben: RTA ist eines von nur zwei österreichischen Unternehmen, die ein offizielles Kooperationsabkommen mit der US-Raumfahrtbehörde abgeschlossen haben. Gemeinsam wird an der Vereisung von Propellern geforscht.
Luftfahrt: Vom Klima-Wind-Kanal zum weltgrößten Icing-Wind-Tunnel
Seit 2014 hat RTA seine Kompetenz gezielt in Richtung Luftfahrt ausgebaut. Mit einem mobilen Vereisungs-Rig lässt sich der große Klima-Wind-Kanal in den weltweit größten Vereisungs-Wind-Kanal für Luftfahrzeuge umrüsten. Damit können realistische Flüge durch Vereisungswolken am Boden simuliert werden, ein weltweit einzigartiges Angebot für Zertifizierungstests nach internationalen Luftfahrtstandards (EASA CS25).

Österreich als Standort für Spitzenforschung
Das Rail Tec Arsenal steht exemplarisch für die Stärken des Forschungsstandorts Österreich:
hochqualifizierte Fachkräfte
enge Vernetzung zwischen Industrie und Wissenschaft
langfristige öffentlich-private Partnerschaften
und eine Innovationskultur, die auch unerwartete Lösungswege zulässt.
Die Anlage in Wien ist nicht nur ein Testlabor, sondern ein strategischer Standortvorteil für alle Unternehmen, die ihre Fahrzeuge und Komponenten unter realen Bedingungen erproben wollen.
Für internationale Unternehmen, die in Europa einen verlässlichen Partner für klimatische Tests und angewandte Forschung suchen, bietet Österreich mit dem RTA eine Infrastruktur, die weltweit ihresgleichen sucht.
FAQs
- 01
Wo können Fahrzeuge unter extremen Wetterbedingungen getestet werden?
Das Rail Tec Arsenal (RTA) in Wien betreibt den größten Klima-Wind-Kanal der Welt. Unternehmen können dort Züge, Straßenbahnen, Flugzeuge, Helikopter und andere technische Systeme bei Temperaturen von −45 bis +60 Grad Celsius sowie unter Schnee, Regen, Nebel, Vereisung oder Sonnenstrahlung und Windgeschwindigkeiten von bis zu 300 km/h testen.
- 02
Welche Unternehmen nutzen den Klimawindkanal von Rail Tec Arsenal?
Zu den Kunden von Rail Tec Arsenal zählen internationale Industrieunternehmen wie Siemens, Alstom, Stadler, ÖBB, Airbus, Safran, MAN und Volkswagen. Darüber hinaus arbeitet RTA mit Forschungseinrichtungen wie der TU Wien, der TU Dresden, dem DLR sowie dem NASA Glenn Research Center zusammen.
- 03
Was macht Rail Tec Arsenal in Wien international einzigartig?
RTA Rail Tec Arsenal kombiniert den weltweit größten Klima-Wind-Kanal für Schienenfahrzeuge mit umfassenden Wetter- und Vereisungssimulationen. Zudem kann die Anlage zum größten Vereisungs-Wind-Kanal für Luftfahrzeuge umgerüstet werden. Diese einzigartige Infrastruktur wird von internationalen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und der NASA genutzt.
- 04
Warum ist Österreich ein attraktiver Standort für angewandte Mobilitätsforschung?
Österreich bietet hochqualifizierte Fachkräfte, enge Kooperationen zwischen Industrie und Wissenschaft sowie langfristige öffentlich-private Partnerschaften. Einrichtungen wie Rail Tec Arsenal ermöglichen Unternehmen den Zugang zu weltweit führender Test- und Forschungsinfrastruktur.