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Ketryx entwickelt in Wien KI für sichere Medizintechnik © ABA

Wie Ketryx in Wien KI für sichere Medizintechnik entwickelt

06. August 20265 Minuten Lesezeit
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Quick Info 

Wer ist Ketryx?

Ketryx entwickelt Compliance-Software für Unternehmen aus der Life-Sciences- und Medizintechnikbranche. Die KI-gestützte Plattform hilft Teams dabei, sicherheitskritische und regulierte Produkte schneller zu entwickeln, ohne Abstriche bei Qualität und Sicherheit zu machen. Ketryx wurde 2021 gegründet und ist ein österreichisch-amerikanisches Unternehmen mit Standorten in Boston und Wien.

Warum überzeugt der Standort Österreich?

Wien bietet Ketryx Zugang zu hoch qualifizierten Fachkräften aus Softwareentwicklung, künstlicher Intelligenz und Life Sciences. Die technischen Universitäten, die lebendige Start-up-Szene und die hohe Lebensqualität erleichtern es dem Unternehmen, internationale Talente zu gewinnen und langfristig am Standort zu halten.

Was entsteht bei Ketryx in Österreich?

Wien ist das zentrale Forschungs- und Entwicklungszentrum von Ketryx. Rund 40 Mitarbeitende entwickeln hier wesentliche Teile der Plattform, darunter Produktdesign, Softwareentwicklung, Tests, technische Infrastruktur und KI-Funktionen. Künftig soll auch das Post-Sales-Team am Standort weiter ausgebaut werden.

Welche Rolle spielt die Standortagentur ABA?

Die Austrian Business Agency unterstützte Ketryx beim Aufbau der österreichischen Gesellschaft als praxisorientierte Anlaufstelle. Sie vermittelte Kontakte zur Bank, gab Orientierung zu Transfer Pricing sowie Gewerbeberechtigungen und unterstützte die US-Gesellschaft von Ketryx dabei, administrative Fragen beim Markteintritt effizient zu lösen.

© ABA
Jan Pöschko, CTO & Founder, Ketryx
Jan Pöschko CTO & Founder, Ketryx

„Österreich ist der Ort, an dem man ein Weltklasse-Engineering-Team aufbauen kann – und die Menschen auch bleiben wollen.“

Was macht Österreich für Unternehmen wie Ketryx so attraktiv?

Der Aufbau des Wiener Standorts geht auch auf die persönliche Geschichte von Co-Founder und CTO Jan Pöschko zurück. Nach mehreren Jahren in den USA kehrte er nach Österreich zurück und brachte bereits ein Netzwerk an Software­ingenieur:innen mit. Aus diesem ersten Team entwickelte sich innerhalb weniger Jahre das größte Engineering- und Entwicklungszentrum des Unternehmens. Für ein Technologieunternehmen an der Schnittstelle von künstlicher Intelligenz und Life Sciences ist der Zugang zu spezialisierten Fachkräften ein entscheidender Standort­faktor. Österreichs technische Universitäten und das wachsende Start-up-Ökosystem bilden qualifizierte Software­entwickler:innen und technische Expert:innen aus. Gleichzeitig macht die hohe Lebensqualität Wien zu einem attraktiven Arbeits- und Lebensmittelpunkt für Talente aus unterschiedlichen Ländern.

Für Ketryx ist außerdem die Lage im Herzen Europas von Bedeutung. Mit Standorten in Boston und Wien betreut Ketryx Kundinnen und Kunden in den USA und Europa. Wien ermöglicht die Zusammenarbeit über verschiedene Zeitzonen hinweg und bietet eine gute Ausgangsbasis für den europäischen Markt. Die funktionierende Infrastruktur und das stabile wirtschaftliche Umfeld unterstützen das Unternehmen dabei, seine internationalen Aktivitäten von Österreich aus weiterzuentwickeln.

Der Standort hat sich innerhalb weniger Jahre dynamisch entwickelt: Was 2022 mit einem einzelnen Mitarbeiter begann, ist heute das größte Team innerhalb des Unternehmens. Damit zeigt Ketryx, dass sich Softwarelösungen für den US-amerikanischen und europäischen Markt erfolgreich aus Österreich heraus entwickeln lassen.

Wie nutzt Ketryx in Österreich das Potenzial für Forschung und Wachstum?

Wien bildet heute das technische Zentrum von Ketryx. Während das Bostoner Büro vor allem Vertrieb, Marketing und kommerzielle Aktivitäten verantwortet, ist das Team in Österreich für zentrale Bereiche der Produktentwicklung zuständig. Dazu zählen Design, Softwareentwicklung, Testing, Infrastruktur und die Weiterentwicklung KI-gestützter Funktionen.

Die Plattform unterstützt Unternehmen dabei, die hohen regulatorischen Anforderungen bei der Entwicklung medizinischer Produkte effizienter zu erfüllen. Das betrifft unter anderem Software für Herzschrittmacher, Glukosemesssysteme oder bildgebende Verfahren in Krankenhäusern. Ketryx verbindet dabei regulatorische Compliance mit modernen Entwicklungsprozessen und ermöglicht es Teams, sichere Produkte schneller auf den Markt zu bringen.

Während Ketryx zunächst vor allem Unternehmen aus der Medizintechnik und den Life Sciences unterstützte, wird die Plattform heute zunehmend auch für weitere regulierte Branchen interessant. Dazu zählen unter anderem die Automobilindustrie, Robotik oder die Luft- und Raumfahrt – überall dort, wo Sicherheit, Nachvollziehbarkeit und regulatorische Anforderungen eine zentrale Rolle spielen.

Mit dem geplanten Ausbau des Post-Sales-Bereichs erweitert sich die Rolle des Wiener Standorts über Forschung und Entwicklung hinaus. Ketryx möchte das Team weiter vergrößern und zusätzliche Funktionen in Österreich ansiedeln. Die enge Zusammenarbeit vor Ort hilft dem Unternehmen dabei, Entwicklungsprozesse effizient zu gestalten und auch während des internationalen Wachstums hohe Qualitätsstandards sicherzustellen.

Good to know! 

 Weltweit

im Einsatz: Die maßgeblich in Wien entwickelte Software von Ketryx wird von weltweit führenden Unternehmen der Medizintechnik eingesetzt.

Bis 90 Prozent

Die KI-Lösungen von Ketryx können den manuellen Dokumentationsaufwand bei der Entwicklung regulierter Software um bis zu 90 Prozent reduzieren.

Wie unterstützt die ABA internationale Unternehmen wie Ketryx?

Die Austrian Business Agency begleitet internationale Unternehmen bei ihrer Ansiedlung und Expansion in Österreich. Für Ketryx war die ABA insbesondere während des Aufbaus der österreichischen Gesellschaft eine kompetente erste Anlaufstelle für Fragen, die bei internationalen Unternehmensgründungen entstehen. Die Unterstützung reichte von Kontakten zu geeigneten Bankkontakten über Orientierung bei Transfer-Pricing-Fragen bis hin zu Informationen zu Gewerbeberechtigungen und Registrierungspflichten. Gerade für Unternehmen, die mit den österreichischen Strukturen noch nicht vertraut sind, kann die ABA dabei helfen, Zuständigkeiten schneller zu verstehen und relevante Kontakte herzustellen.

Im Fall von Ketryx stand weniger die Standortentscheidung selbst als vielmehr die praktische Umsetzung im Mittelpunkt. Die ABA ergänzte dabei die Arbeit von Rechts- und Steuerberater:innen, bot Orientierung und half dem Unternehmen, administrative Hürden effizienter zu bewältigen. So konnte sich Ketryx schneller auf den Aufbau seines Wiener Engineering-Teams und die Weiterentwicklung seiner Technologie konzentrieren.

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