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Bei der feierlichen Eröffnung am MedUni Campus AKH waren unter anderem auch Wiens Bürgermeister Michael Ludwig sowie Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner anwesend. © APA Fotoservice_Daniel Hinterramskogler
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Zuwachs am Life Sciences Standort: MedUni Wien eröffnet zwei Forschungs­zentren

06. Oktober 2026

Mit dem Center for Translational Medicine und dem Eric Kandel Institute – Center for Precision Medicine eröffnet die Medizinische Universität Wien hochmoderne Forschungsgebäude, die Österreichs Position als Forschungsstandort für klinische Studien stärken.

Am 1. Oktober 2026 setzten die Medizinische Universität WienMedizinische Universität Wien (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) (MedUni Wien) und das Universitäts­klinikum AKH WienAKH Wien (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) mit der Eröffnung des Center for Translational Medicine (CTM) und des Eric Kandel Institute – Center for Precision Medicine (CPM) einen wichtigen Schritt für die Weiterentwicklung des Life-Sciences-Standorts Österreich. Beide Häuser sind Teil einer um­fassenden Erweiterung der Forschungs- und Lehrinfrastruktur am Standort um mehr als 90.000 m² und sind über Brücken direkt mit dem AKH Wien verbunden. 

Damit rücken Forschung und klinische Praxis nicht nur organisatorisch, sondern auch räumlich näher zusammen. Das CTM wurde von Bund und Stadt Wien mit rund 120 Millionen Euro finanziert, während das CPM mit rund 90 Millionen Euro aus EU-Mitteln der Recovery and Resilience Facility sowie aus Spenden errichtet wurde. 

Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse rascher in die medizinische Anwendung zu über­führen und Patient:innen einen früheren Zugang zu neuen Therapien und Wirkstoffen zu ermöglichen. Gleichzeitig fließen neue Forschungsfragen direkt aus der Versorgungspraxis zurück in die Forschung. Bei der feierlichen Eröffnung am MedUni Campus AKH waren unter anderem auch Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner sowie Wiens Bürgermeister Michael Ludwig anwesend. 

Center for Translational Medicine: Von der Forschung direkt ans Krankenbett

Das neue CTM vereint auf rund 14.000 Quadratmetern Nutzfläche Forschung, Lehre und frühe klinische Entwicklung unter einem Dach. Im Mittelpunkt steht das Prinzip der translationalen Medizin: Wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Labor sollen möglichst schnell zu neuen Diagnose- und Therapieansätzen für Patient:innen führen. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem AKH Wien können innovative Wirkstoffe und Behandlungen früher in klinischen Studien geprüft und verfügbar gemacht werden. 

Zur Infrastruktur gehören unter anderem ein Zentrum für Phase-I- und Phase-II-Studien, moderne Labor- und Forschungsflächen, Bioinformatik- und Biobankeinrichtungen sowie GMP-Einheiten für Zelltherapie, Radiopharmazie und Biologicals. Ergänzt wird das Angebot durch spezialisierte Core Facilities, die Forschenden modernste Technologien zur Verfügung stellen. Der größte Hörsaal der MedUni Wien im neuen Center for Translational Medicine wurde nach dem österreichisch-US-amerikanischen Kardiologen Eugene Braunwald benannt.

Eric Kandel Institute – Center for Precision Medicine

Mit dem CPM erhält Wien ein neues Zentrum für personalisierte und datengetriebene Medizin. Auf rund 6.100 Quadratmetern werden künftig rund 200 Forscher:innen an neuen Präventions-, Diagnose- und Therapieansätzen arbeiten, die individuelle biologische und molekulare Merkmale von Patient:innen berücksichtigen. Benannt nach dem in Wien geborenen Neurowissenschaftler und Nobelpreisträger Eric Kandel, bündelt das neue Institut Kompetenzen im Bereich der Präzisionsmedizin.

Die Schwerpunkte reichen von Genomtechnologien und Bioinformatik über digitale Methoden bis hin zur biomedizinischen Forschung und klinischen Studien. Moderne Verfahren wie Genomsequenzierung, molekulare Bildgebung und Künstliche Intelligenz sollen dazu beitragen, Krankheitsrisiken und Krankheitsmechanismen noch präziser zu verstehen und individuell zugeschnittene Behandlungs­möglichkeiten zu entwickeln.

Mit den beiden neuen Zentren werden, vor allem für die kommenden Generationen, hier in Wien die Schienen für zwei zentrale Zukunftsfelder der modernen Medizin gelegt.

Markus Müller Rektor der MedUni Wien
Markus Müller, Rektor der MedUni Wien
© APA Fotoservice_Daniel Hinterramskogler
Markus Müller, Rektor der MedUni Wien
© APA Fotoservice_Daniel Hinterramskogler

Österreich als Hub für klinische Forschung

Im Rahmen einer eigenen Veranstaltung der Austrian Business Agency (ABA) mit der MedUni Wien im Zuge der Gebäudeeröffnung erhielten Vertreter:innen von Unternehmen als einer der Ersten Einblicke in die künftigen Aktivitäten des Zentrums sowie in Bereiche wie klinische Forschung, Zelltherapien und High-Throughput-Screening. Zudem gab die ABA Einblicke in den österreichischen Life-Sciences-Standorts, der mittlerweile mehr als 1.100 Unternehmen mit über 73.000 Beschäftigten umfasst. 

Gleichzeitig zählt die MedUni Wien mit rund 8.600 Studierenden zur größten medizinischen Ausbildungsstätte im deutschsprachigen Raum und zu den renommiertesten medizinischen Universitäten Europas. Das AKH Wien und die MedUni Wien wurden im Newsweek-Ranking „World's Best Hospitals Ranking 2026World's Best Hospitals Ranking 2026 (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet)“ zudem auf Platz 20 weltweit gereiht.

Für internationale Unternehmen ist die Eröffnung mehr als eine infrastrukturelle Erweiterung: Die neuen Zentren stärken den Forschungsstandort Österreich entlang der gesamten Innovationskette – von der Grundlagenforschung über frühe klinische Studien bis hin zur Entwicklung neuer Therapien.

Erfahren Sie mehr über den Life Sciences Hub ÖsterreichErfahren Sie mehr über den Life Sciences Hub Österreich (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet)

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