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Österreich.
Dynamischer Wirtschaftsstandort.

Forschungsprämie: Zusätzlicher Impuls für den Forschungsstandort Österreich

Seit 1. Jänner 2016 werden 12% der getätigten förderwürdigen Aufwendungen für eigenbetriebliche Forschung und experimentelle Entwicklung bzw. Auftragsforschung staatlich gefördert, lediglich bei der Auftragsforschung ist die Prämie mit 120.000 Euro nach oben gedeckelt. Erfreulich: Die Bundesregierung bessert nun nochmal nach! Eine Evaluierungsstudie der Forschungsprämie im Auftrag des BMF zeigt erste positive Lenkungseffekte – ab 2018 soll eine weitere Erhöhung der Forschungsprämie von 12% auf 14% erfolgen. Die Forschungsprämie wird unabhängig von der jeweiligen Gewinnsituation einfach am Abgabenkonto des forschenden Unternehmens gutgeschrieben und kommt damit auch Unternehmen zugute, die (noch) keinen Gewinn erzielen.

Volles Förderpotenzial ausschöpfen

Unsere Beratungspraxis zeigt aber: Bei der Berechnung der Forschungsprämie schöpfen viele Unternehmen nach wie vor nicht das volle Förderpotenzial aus und beziehen Aufwendungen (zur Gänze oder anteilig) oft nicht in die Bemessungsgrundlage ein – etwa Investitionen in das Anlagevermögen, die zur Gänze oder teilweise der Forschung und Entwicklung dienen. Auch Gemeinkosten oder Aufwendungen für Führungs- bzw. Leiharbeitskräfte werden häufig nicht oder nicht im maximal möglichen Ausmaß berücksichtigt.

In den letzten Jahren ist die Bemessungsgrundlage der Forschungsprämie zunehmend in den Fokus der Betriebsprüfer gerückt. Die Abgrenzung von Forschung und Entwicklung gegenüber nicht förderwürdiger Produktion, Standardisierung oder Vertrieb, bringt in der Praxis viel Raum für Interpretation und Diskussion mit sich. Auch im Antragsverfahren findet sich bereits eine Hürde: Ob förderwürdige Forschung und Entwicklung vorliegt, wird seit 2012 von den Fachexperten der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) beurteilt. Da die Forschungsprämie nicht amtswegig zuerkannt wird, müssen Unternehmen diese durch einen Antrag beim zuständigen Finanzamt geltend machen, der wiederum ein positives Gutachten der FFG voraussetzt. Der elektronische Antrag an die FFG ist jedoch auf 20 Projektbeschreibungen und jeweils 3.000 Zeichen beschränkt. Forschungsunternehmen, die mehr als 20 Forschungsprojekte jährlich parallel betreuen, können diese zwar zu Forschungsschwerpunkten zusammenfassen – es gelten dabei aber die gleichen Beschränkungen wie für einzelne Forschungsprojekte. Je umfangreicher die Forschungstätigkeit eines Unternehmens ist, desto schwieriger ist eine aussagekräftige Projektbeschreibung.

Aufgrund all dieser Faktoren kommt eine zumindest teilweise negative Begutachtung häufig vor, sie bedeutet aber nicht automatisch das Aus: In einer Entscheidung hat das Bundesfinanzgericht klargestellt, dass das FFG-Gutachten lediglich ein Beweismittel darstellt, das der freien Beweiswürdigung unterliegt. Dem Abgabepflichtigen stehen daher sowohl die Erstellung eines Gegengutachtens oder andere Bescheinigungsmittel offen.

Die österreichische Forschungsprämie ist im internationalen Vergleich einzigartig. Eine Anhebung des Prozentsatzes ist begrüßenswert, um die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft und Wissenschaft national und international zu fördern. Gut beraten kann die Forschungsprämie - trotz mitunter langwieriger Antragsverfahren bei der FFG oder Betriebsprüfungen - zum Erfolg führen.

http://www.pwc.at/

Daniela Stastny

Director bei PwC Österreich
+43-1-501 88-3430

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