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Von 0 auf 100 – Die Millionendeals der österreichischen Startups

Es wurde im Juli vom Karrierenetzwerk Xing für 17 Millionen Euro gekauft, um dessen führende Position im E-Recruiting auszubauen. Erreicht Prescreen bis 2020 bestimmte Ziele, kann sich der Preis für den Anbieter einer cloudbasierten Bewerbermanagement-Software sogar noch um fünf bis zehn Millionen Euro erhöhen. Gegründet wurde Prescreen im Jahr 2013, in dem die erste Version des Bewerbermanagement-Systems erschien. Mithilfe einer Seed-Finanzierung zwei Jahre später konnte das Startup signifikant wachsen, indem es die Sales-, Entwicklungs- und Marketingabteilung ausbaute und einen zweiten Standort in Berlin eröffnete.

Die Übernahme von Prescreen ist nicht die erste Akquisition von Xing in Österreich. 2013 hat das Karrierenetzwerk bereits die Bewertungsplattform kununu gekauft. Das Startup wurde 2007 in Wien gegründet und verzeichnete zum Zeitpunkt des Exits drei Millionen Seitenaufrufe im Monat, womit es die marktführende Plattform für Arbeitgeberbewertungen im deutschsprachigen Raum war.

Top-Exits in Österreich

Ein weiteres Beispiel für eine erfolgreiche Übernahme aus diesem Jahr ist die Diabetes-App mySugr. Im Jahr 2012 gegründet, waren die Gründer zunächst auf Kapital von außen angewiesen. Dies erhielten sie zunächst in Form einer Seed-Finanzierung durch die staatliche Förderbank Austria Wirtschaftsservice (aws). Anschließend sicherten sie sich die Unterstützung durch einen Business Angel und schlossen eine Series-A-Finanzierungsrunde mit verschiedenen Kapitalgebern ab. Die Investitionen zahlten sich aus. 2017 verzeichnet das Wiener Startup eine Million Kunden und wurde durch den Schweizer Pharmariesen Roche zu einem kolportierten Preis von bis zu 200 Millionen Euro erworben. Damit gehört es in den vergangenen Jahren zu den größten Exits der österreichischen Gründerszene.      

Übertroffen wird der Exit von mySugr nur noch von den Startups runtastic und Shpock. Für stattliche 220 Millionen Euro hat der Sportartikelhersteller Adidas das Fitness-Jungunternehmen runtastic im Jahr 2015 gekauft. Seither gilt runtastic, das mittlerweile mehr als 110 Millionen Nutzer und 210 Millionen App-Downloads vorweisen kann, als das Vorzeigestartup in der österreichischen Gründerszene.

Kurze Zeit später folgte eine weitere beachtenswerte Übernahme. Denn im September 2015 erwarb der norwegische Medienkonzern Schibsted mit 91 Prozent die Mehrheit an dem Wiener Startup hinter der Flohmarkt-App Shpock, die nur drei Jahre zuvor gestartet ist. Die Unternehmensbewertung lag zu diesem Zeitpunkt bei rund 200 Millionen Euro. Zu den bisherigen Investoren zählten das Risikokapital-Unternehmen SpeedInvest, der Business Angel Hansi Hansmann, die aws sowie der universitäre Gründungsservice INiTS.

Mag. Birgit Reiter-Braunwieser

Direktor Mittel- und Osteuropa,
+43-1-588 58-52
b.reiter-braunwieser@aba.gv.at

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