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Open Innovation: So kommen Österreichs Unternehmen zu genialen Ideen

Als erstes EU-Mitglied veröffentlichte unser Land eine nationale „Open Innovation Strategie“. Durch die verstärkte Zusammenarbeit von Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Gesellschaft soll Österreich auf lange Sicht im globalen Innovationswettbewerb erfolgreich bestehen. Dabei ist „Open Innovation“ an sich keine neue Idee. Die gezielte Integration von unternehmensexternem Wissen in die unternehmensinternen Forschungs- und Entwicklungsprozesse wird bereits seit vielen Jahren in verschiedenen Branchen genutzt. Der US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Henry Chesbrough verhalf dieser Praxis 2003 mit seinem Buch „Open Innovation“ zu deutlich mehr Sichtbarkeit.

Unternehmen binden heute schon ganz selbstverständlich das Knowhow und die Ideen von Kunden, Zulieferern, Partnern usw. ein, um eigene Produkte oder Dienstleistungen zu entwickeln und zu optimieren. Dabei handelt es sich um sogenannte „Outside-in-Open Innovation“. „Inside-out-Open Innovation“ auf der anderen Seite bezeichnet das Teilen von technologischen oder fachlichen Kenntnissen mit Dritten. Ein gutes Beispiel dafür ist unter anderem die Weitergabe von Wissen in Form von Lizenzen. Kombiniert man diese beiden Ansätze, dann wird von „Coupled Open Innovation“ gesprochen. Das bedeutet nichts anderes, als die gemeinsame Entwicklung von Ideen und Lösungen zwischen mehreren Parteien, unterschiedlichen Disziplinen oder Branchen.

In der Praxis stellen sich auf jeden Fall im Zusammenhang mit „Open Innovation“ zahlreiche Herausforderungen. Die Republik Österreich und einzelne Bundesländer unterstützen bei deren Bewältigung. Dazu einige Beispiele ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Das von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) betreute COMET-Programm unterstützt beim gemeinsamen Erforschen zukunftsweisender Themen und lässt neue Produkt-, Prozess- und Dienstleistungsinnovationen entstehen. Landesweit haben sich nahezu 50 COMET-Zentren und Netzwerke etabliert, die als Knotenpunkte der österreichischen, weltweit renommierten Forschung dienen.

Neben der FFG unterstützt die Christian Doppler Forschungsgesellschaft (CDG), welche seit vielen Jahren einen wichtigen und erfolgreichen Bestandteil der österreichischen Forschungslandschaft bildet, die Kooperation von Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Indem eigens eingerichtete Forschungseinheiten mit fixen Laufzeiten – die Christian-Doppler-Labors (CD-Labors) – bereitgestellt werden, wird das Verfolgen anwendungsorientierter Grundlagenforschung ermöglicht.

Geschichtlich gesehen wesentlich weiter zurück reichen die Aktivitäten der 1961 gegründeten Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG). In Ludwig-Boltzmann-Instituten (LBIs) werden 40 Prozent der Finanzmittel von den Partnern, wie beispielsweise Forschungseinrichtungen oder Trägerorganisationen im Gesundheitswesen, eingebracht. Mit dem Open Innovation in Science Research and Competence Center (OIS Center) und dem Lab for Open Innovation in Science (LOIS) setzt die LBG richtungsweisende Schritte für die Zukunft.

Neben den Förderprogrammen und Open Innovation Projekten mit Schwerpunkt auf Unternehmens-Hochschul-Kooperationen existieren auch einige Programme (z.B. COIN, Kreativwirtschaftsscheck), die darauf abzielen, Kooperationen zwischen Klein- und Mittelständischen Unternehmen zu fördern, um deren Innovationsfähigkeit und Innovationsoutput zu verbessern. Denn gerade für KMU, die über begrenztere finanzielle und personelle Ressourcen verfügen, kann eine Öffnung der Wissens- und Innovationsprozesse unumgänglich sein, um die komplexer werdenden Herausforderungen, die durch die zunehmende Digitalisierung und Globalisierung entstehen, zu bewältigen.

Einreichfristen:

  • Anträge für neue CD-Labors können bis 9. Februar eingereicht werden.
  • Anträge für neue K1- Zentren können bis 4. Mai 2018 eingereicht werden.

Quellen: LISAvienna, Open Innovation Strategie

 

René Siegl

Geschäftsführer
+43-1-588 58-23
r.siegl@aba.gv.at

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