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Startups im Enterprise Umfeld - Wie Unternehmen von Startups profitieren können

Viele der wertvollsten, relevantesten und erfolgreichsten Unternehmen der Gegenwart sind erst wenige Jahre alt. Fast täglich können wir beobachten, wie neue Wirtschaftswunder entstehen. Gleichzeitig kämpfen andere, über viele Jahre oder Jahrzehnte etablierte Unternehmen, mit großen Schwierigkeiten oder verschwinden ganz von der Bildfläche. Dabei handelt es sich um keine Ausnahmen sondern um einen klar erkennbaren Trend: Analysten prophezeien, dass in den nächsten 10 Jahren ca. 40% der 500 größten Unternehmen verschwinden werden. Schwer vorstellbar? Ein Blick in den Rückspiegel hilft hier: Seit dem Jahr 2000 sind bereits 50% der Unternehmen auf derselben Liste verschwunden. Ein Beispiel dafür sind etwa Streamingdienste, die innerhalb von wenigen Jahren die gesamte Musikindustrie revolutioniert haben. Zeitungsverlage kämpfen hingegen um die Aufmerksamkeit von Kunden und gegen soziale Medien oder Kurznachrichtendienste an, während Online-Zahlungsanbieter wie paypal und unzählige Cryptowährungen zum Staatsfeind  Nummer 1 des klassischen Bankensystems avanciert sind. Grund genug sich mit dem Thema Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit durch Innovationskraft genauer auseinander zu setzen.

Startup Accelerator Programme

Startup Accelerator Programme unterstützen wachstumgsgetriebene Startup´s in ihrer frühen Phase durch Weiterbildung, Mentoring und Finanzierung. Viele große Unternehmen schließen sich solchen Programmen an oder bauen eigene Accelerator Programme auf. Die Motive der Konzerne sind vielfältig und meist mit einer sehr hohen Erwartungshaltung verbunden. Aus Sicht der Startups gibt es natürlich noch weitere Möglichkeiten ihr Business - außerhalb von Accelerator-Programmen - zu beschleunigen. Je nachdem ob ein Startup eher eine nachhaltige oder eine „exit-getriebene“ Taktik verfolgt, kommen neben den Finanzierungsmöglichkeiten, die mittlerweile traditionelle Banken immer häufiger an Startups anbieten (Wandeldarlehen, Mezzanine, Nach-rangdarlehen) vor allem Inkubatoren, Business Angels oder Hybrid-Formen zum Tragen.

Vorsicht Rutschgefahr

Da Innovationen durch Startups immer beliebter werden, kommen auch immer mehr Innovation Labs oder Accelerator Programme auf den Plan. Bei der Auswahl sollte man jedoch vorsichtig sein, denn im Kern gibt es meist erhebliche Unterschiede und es ist besonders wichtig, auf jene Angebote zu setzen, die am besten zum eigenen Unternehmen passen. Eine klare Definition der eigenen Erwartungen an den Accelerator und eine realitätsnahe Überprüfung der Erwartungen (und deren Machbarkeit) sind maßgeblich für den Erfolg. Eine Vielzahl der Unternehmen und Konzerne im deutschsprachigen Raum fühlen sich bestens aufgestellt und sehen die eigene Innovationskraft weit vorne. Doch selbst wenn die eigene Innovationskultur stimmt und Ideen für das Unternehmen und dessen Zukunft generiert werden, fehlt es oftmals an einer schnellen Umsetzung oder die Abläufe sind nicht so agil und offen wie bei einem Startup. Zusätzlich sind die Maßnahmen vieler Unternehmen entweder unzureichend oder zu aktionistisch: Gemäß einer Feldstudie der Universität St. Gallen beobachten aktuell rund 2/3 der deutschen Mittelständler das Geschehen aus einer „Wait & See“ Position heraus. Dazu kommt, dass 62% der untersuchten Unternehmen noch keine übergreifende Digitalstrategie für sich entwickelt haben. Unter Aktionismus fallen hingegen zahlreiche Projekte (Innovation, Transformation, Disruption, Valley Safaris, Startups, Hackathons etc.) die aufgrund fehlender/unklarer Strategie zu Verunsicherung und Überforderung führen. Große Konzerne sind oft Weltmeister im Bereich evolutionäre Innovation, doch es fehlt ihnen an Geschwindigkeit, Startup-Kultur und einem erfolgreichen Umgang mit disruptiven Innovationen.

Die Herausforderungen vor denen etablierte Unternehmen stehen sind folgende:

  • Wachstums-Imperativ
  • Disruptive Angreifer
  • Abhängigkeit von US Technologie-Plattformen
  • Kundenzentrierung als Erfolgsfaktor
  • Gewinnung von qualifizierten Mitarbeitern
  • Fehlende Schnittstellen für Zusammenarbeit
  • Exponentielle Technologie-Entwicklung
  • Komplexität und beschleunigte Zyklen

Innovationskultur in Österreich: Hauptsache Bewegung

Sicherlich ist eine gute Innovationskultur in Unternehmen Ausgangspunkt für jegliches Weiterkommen im Markt. Der Rückhalt von der, und die Anknüpfung an die Managementebene sind Voraussetzung und nicht minder wichtig. Auch wenn Unternehmen bereits innovativ auftreten (oder dies zumindest von sich denken), sollte man neuen Herangehensweise aufgeschlossen gegenüberstehen. Startups sind nicht ohne Grund erfolgreich. Sie probieren aus, entscheiden schnell und setzen in agilen Teams Ideen um. Wenn Unternehmen diese Vorgehensweise nicht direkt umsetzen möchten, können Sie trotzdem davon profitieren, indem sie Projektteams gleichermaßen handeln lassen und Freiheiten geben oder durch die Beteiligung an Innovation Labs. Welcher Weg eingeschlagen wird, ist eine individuelle Entscheidung. Wichtig ist jedoch vor allem mutig zu sein, professionell zu bleiben und neue Wege auszuprobieren. Hauptsache: Bewegung! Denn um es mit Marlon Brandos Worten zu sagen „nur wer seinen eigenen Weg geht, kann von niemandem überholt werden“.

>> Wenn Sie sich über Ihre Möglichkeiten oder das Thema Startups im Generellen austauschen möchten, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme

Thomas Buchegger

Managing Director
thomas.buchegger@braincourt.com

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