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Nicht nur für Startups: Der Businessplan als Fahrplan zum Erfolg

Rein sachlich gesehen, ist der Business- oder Geschäftsplan ein schriftliches Unternehmenskonzept, das von der Rechtsform bis zum Marketingkonzept alle Informationen und Schritte beinhaltet, die zur Umsetzung einer Geschäftsidee erforderlich sind. Er vermag es, Risiken eines neuen Vorhabens zu reduzieren, indem unterschiedliche Szenarien schon vorab durchexerziert werden und dient auch bestehenden Unternehmen als wichtiges Planungsinstrument.
Er ist nicht nur für Kapitalgeber, seien es nun Banken, private Investoren oder Venture-Capital-Gesellschaften sowie Förderstellen jeglicher Art mittlerweile eine Voraussetzung, sondern auch für Behörden, wenn es um einen Aufenthaltstitel oder eine Arbeitsbewilligung oder eine Startupgründung gemäß Rot-Weiß-Rot-Card geht.

Wie erstelle ich einen Businessplan?


Einige Banken bieten auf ihren Websites ausführliche Vorlagen und Beispiele an. Aber auch der Gründerservice der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) stellt mit der Businessplan-Software „Plan4You" ein hilfreiches Tool zur Verfügung. Eine gute Geschäftsidee vorausgesetzt, ist ein wohlüberlegter Businessplan das Ticket für die Fastlane auf dem Weg zum Erfolg. Folgende Punkte sollten dabei unbedingt berücksichtigt werden.

1. Seien Sie gut vorbereitet

Vorbereitung ist alles, wenn man ein neues Unternehmen startet, oder sich auf einen internationalen Markt begibt. Analysieren Sie den Markt, auf dem sie aktiv werden möchten, identifizieren Sie Nischen und überlegen Sie sich Ihre USPs. Es gibt keine allgemein gültige Gliederung für einen Businessplan. Viele Punkte wie Konkurrenzanalyse, Marktpotenzial, Chancen und Risiken ergeben sich jedoch aus einer umfassenden Marktstudie. Und die für das Unternehmen passende Rechtsform ist oft eine Konsequenz aus dem gemäß Planrechnung zu erwartenden Gewinn.

2. Denken Sie in Eventualitäten

Wer gut vorbereitet sein will, sollte Eventualitäten einplanen. Was, wenn trotz sorgfältiger Marktanalyse plötzlich ein Konkurrent auftaucht, der dasselbe Produkt oder dieselbe Dienstleistung anbietet? Was, wenn ein wichtiger Lieferant unerwartet vom Markt verschwindet? Gibt es einen Plan B? Ein guter Businessplan sollte mindestens drei mögliche Szenarien abdecken. Ein optimistisches, ein mittleres und ein pessimistisches Szenario.

3. Definieren Sie genau Ihre geplanten Aktivitäten

Dies trifft auf Startups genauso wie auf bereits etablierte Unternehmen zu, die einen neuen Markt erobern wollen. Es ist wichtig, genau zu definieren, welche Geschäftstätigkeiten in welchem Umfang wo geplant sind: Was wird in der Zentrale im Ursprungsland und was in der neuen Auslandsniederlassung umgesetzt? Vertrieb, Produktion, Marketing, F&E? Wie funktioniert die Arbeitsteilung, wer ist wofür zuständig? Bei Neugründungen und Startups ist es ganz wesentlich, die Skills und bestehenden Geschäftserfahrungen des Gründer-/ Führungsteams darzustellen, um eindrücklich vorhandene Fähigkeiten und Talente zu veranschaulichen.

4. Fassen Sie sich kurz und seien Sie präzise

Ihre potenziellen Geldgeber sind wahrscheinlich nicht deswegen in dieser Position, weil sie ihre Tage damit verbringen, Businesspläne in der Länge einer geisteswissenschaftlichen Dissertation durchzukauen. Kommen Sie ihrer effizienten Arbeitsweise entgegen und halten Sie sich kurz und präzise. Ein Umfang von 20 bis 30 DIN-A4 Seiten (plus Anlagen) sollte reichen, um Ihre Geschäftsidee und Umsetzungspläne auf den Punkt zu bringen. Da ein Businessplan nur in den seltensten Fällen in Anwesenheit seines Verfassers gelesen wird, empfiehlt es sich klare und eindeutige Formulierungen zu verwenden, die auch für technische Laien einfach nachvollziehbar sind. Eine klare Strukturierung ermöglicht dem Leser zudem eine schnelle Orientierung.

5. Halten Sie Ihren Businessplan aktuell

Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich auf dem Weg von der Geschäftsidee bis zum ausgereiften Konzept wesentliche Grundannahmen oder Parameter ändern. Wichtig ist, dass der Businessplan dennoch immer auf dem aktuellsten Stand gehalten wird. Um dabei den Überblick zu behalten, ist es empfehlenswert die einzelnen Themengebiete durchzunummerieren und alle Querverweise sorgfältig festzuhalten. So können nachträgliche Aktualisierungen einfach und effizient durchgeführt werden.

6. Seien Sie selbst der Verfasser Ihres Fahrplans zum Erfolg

Natürlich ist es sinnvoll, einen erfahrenen Unternehmensberater hinzuzuziehen, um Ihren Businessplan in eine marktgerechte Form zu bringen. Dieser übernimmt idealerweise die Rolle des Moderators. Das Verfassen eines solchen sollte jedoch in jedem Fall selbst übernommen werden. Schließlich müssen Sie vor Geschäftspartnern und Financiers Rede und Antwort stehen. Außerdem könnte keiner Ihre Geschäftsidee so gut vertreten, wie Sie selbst.

Businessplan erstellen: Anleitung zum Download

Finden Sie hier zum Download ausführlichere Infos sowie eine strukturierte Anleitung, wie ein Businessplan verfasst wird und aus welchen Bestandteilen er sich zusammensetzt. 

>> Zögern Sie nicht, sich für weiterführende Informationen zur Unternehmensgründung in Österreich mit uns in Verbindung zu setzen!

Mag. Birgit Reiter-Braunwieser

Direktor Mittel- und Osteuropa,
+43-1-588 58-52
b.reiter-braunwieser@aba.gv.at

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