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Österreich.
Wo Forschung groß geschrieben wird.

Österreich – Taktgeber der vierten industriellen Revolution

Österreichs Bildungs- und Forschungszentren liefern nicht nur die nötigen Experten und Fachkräfte, sie beschäftigen sich auch bereits seit mehreren Jahren selbst mit der nächsten industriellen Ära. In ihren eigenen Pilotfabriken entwickeln die Technischen Universitäten Wien und Graz beispielsweise datensichere Fertigungskonzepte oder Lösungen für die intelligente Produktion. In der LIT Factory der Johannes Kepler Universität Linz werden außerdem Grenztechnologien („Frontier Production Technologies") mit hohem digitalen und verfahrenstechnischem Innovationspotential erforscht.

Österreich fördert gezielt die "Produktion der Zukunft" und hat im Rahmen Forschungs- und Technologieinitiative 2019 weitere 20 Millionen Euro für Kooperationsprojekte von Wirtschaft und Wissenschaft zur Verfügung gestellt. Einen wichtigen Beitrag leisten auch die COMET-Zentren (Competence Centers for Excellent Technologies), die sich mit den verschiedenen Themenaspekten von Industrie 4.0 und dem IIoT auseinandersetzen. Um darüber hinaus gezielt kognitive Produktionssysteme und Produkte zu entwickeln, wurde das COMET-Industrie-Forschungszentrum Pro2Future geschaffen, das an den Standorten Linz, Graz und Steyr auf die Kooperation von regionalen Industriepartnern mit international vernetzter Forschung setzt.

Hand in Hand an die Spitze

Insbesondere die intensive Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft zahlt sich aus, wie das Forschungsprojekt „Power Semiconductor and Electronics Manufacturing 4.0", kurz SemI40, belegt. Unter der Leitung von Infineon Austria, die mit ihren Halbleiter- und Systemlösungen bereits wichtige Grundlagen für die Produktion der Zukunft schaffen, forschen 37 Partner aus fünf Ländern an der Weiterentwicklung autonomer Fabriken.

In Österreich sind mehrere Hochschulen, wie die TU Wien und die Alpen-Adria Universität Klagenfurt an Seml40 beteiligt – auf unternehmerischer Seite wird Infineon Austria unter anderem von AVL List unterstützt. Neben der intelligenten Produktion, die unter anderem durch eine flexible Produktionsstätte und Visualisierungs- und Digitalisierungsprozesse realisiert werden soll, steht vor allem die Datensicherheit innerhalb wie außerhalb der Fabriken im Fokus. Mit einem Volumen von 62 Millionen Euro gehört SemI40 zu den größten Industrie 4.0-Projekten Europas.

Mit Silicon Austria Labs (SAL) wurde ein europäisches Spitzenforschungszentrum für elektrobasierte Systeme installiert, das Unternehmen in Österreich bei der Forschung in den Bereichen Sensor-Systems, RF-Systems (drahtlose Verbindungen), Power Electronics (elektrische Energiewandler) und System Integration auf globalem Forschungsniveau unterstützt und so die Basis für neuartige Produkte und Prozesse schafft.

Viele internationale Unternehmen zieht es für ihre Forschung nach Österreich: Im Oktober 2016 eröffnete der französische IT-Dienstleister Atos sein Kompetenzzentrum für Industrie 4.0 in Wien Aspern. Ebenso die Siemens AG Österreich: Im Siemens Industrial Manufacturing, Engineering and Applications-Werk (SIMEA) werden Produkte und Systeme für die Industrieautomatisierung entwickelt. Bis 2025 investiert Infineon 1,6 Milliarden Euro in die Errichtung einer neuen, vollautomatisierten Chipfabrik für die Fertigung auf 300 Millimeter-Dünnwafern am Fertigungsstandort Villach. Der Schweizer Technologiekonzern ABB errichtet um 100 Millionen Euro einen Forschungscampus in Oberösterreich in dem 1.000 Mitarbeiter im Bereich Entwicklung der Fabrik der Zukunft forschen werden. Das weltweit führende Technologie- und Dienstleistungsunternehmen Bosch betreibt in Wien, Linz und Hallein internationale Kompetenzzentren für Mobilitätstechnik. Zudem leisten die Entwickler in Wien im Bereich Connected Mobility wertvolle Beiträge innerhalb der Bosch-Gruppe.

Wie die heimischen Unternehmen profitieren auch internationale Unternehmen von umfangreichen Förderprogrammen, der steuerlichen Forschungsprämie von 14 Prozent und der grundsätzlich attraktiven Besteuerung in Österreich. Besonders reizvoll ist in diesem Zusammenhang zudem der Zuzugsfreibetrag für Wissenschaftler und Forscher. Dadurch können 30% der Einkünfte von Forschern für 5 Jahre steuerfrei bezogen werden.

Frischer Wind aus der Startup-Szene

Auch die starke Gründerszene Österreichs hat natürlich einen entscheidenden Anteil beim Schaffen der Grundlagen für das neue industrielle Zeitalter. Startup-Hubs wie weXelerate oder Talent-Garden sorgen für das notwendige Ökosystem für innovative Jungunternehmer. Mit Entwicklungen, wie dem Performance-Management-System für Industrieanlagen von kpibench oder Holo-Lights Industrie-4.0-Software für die HoloLens bringen Österreichs Startups frischen Wind in alte Fabrikanlagen.

Der österreichische Software-Spezialist nxtControl will die Automatisierungswelt von Grund auf revolutionieren und ist seit 2017 Teil des französischen Konzerns Schneider Electric. Der Hidden Champion aus Niederösterreich entwickelt Software-Lösungen, die die Abläufe in automatisierten Fertigungen steuern und die Abstimmung zwischen Automation und IT unterstützen. In Fachkreisen gilt nxtControl bereits als weltweiter Technologieführer für Steuerungssysteme. Von diesem Know-how profitieren vor allem auch kleinere und mittelständische Betriebe, die ihre Produktion stärker vernetzen wollen.

Nachdem die europäischen Volkswirtschaften den digitalen Wandel im Consumer-Bereich Großteils der Konkurrenz aus dem Silicon Valley überlassen haben, ergibt sich nun eine ganz neue Chance. Mit dem industriellen Internet der Dinge können europäische Unternehmen völlig neue Produktions- und Erlöspotenziale heben. Vor allem für mittelständische Unternehmen ist die vierte industrielle Revolution jedoch oft noch Zukunftsmusik. Die europäische Wirtschaft braucht einen Dirigenten wie Österreich, der die Kompetenzen aus Wirtschaft und Wissenschaft mit den Ideen innovativer Startups auf internationaler Ebene vereint und so die Zukunft aktiv mitgestaltet.

 

Lesen Sie hierzu auch den Blogbeitrag über Digitale Trends aus Österreich: Von Mixed Reality bis Smart Factory

 

Ing. Bernhard Bachleitner

+43-1-588 58-17
b.bachleitner@aba.gv.at

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