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Österreich.
Brücke zu neuen Märkten.

Arbeitskräfte aus dem Ausland einstellen: Was Sie beachten sollten

Formale Voraussetzungen

Zum einen wären das formale Punkte, die danach, ob der/die neue Mitarbeiter/in aus dem EU-Raum oder aus Drittstaaten kommt, unterschiedlich ausfallen. EU-Bürger/innen haben Ansiedlungsfreiheit und brauchen keine behördlichen Genehmigungen, um in Österreich zu arbeiten. Personen aus Dritt-staaten benötigen dafür die Rot-Weiß-Rot-Card. „Das Prozedere zur Erlangung der Card sollte das hier ansässige Unternehmen mit der zuständigen Fremdenbehörde abwickeln", empfiehlt Ulrike Klingenschmid, Expat-Beauftragte beim ITG – Innovationsservice für Salzburg. „Das gilt nicht nur für die Person, die eingestellt wird, sondern gegebenenfalls auch für den Partner oder die Partnerin. Die Situation, dass einer bereits hier anfängt, sich neben der neuen Arbeitsstelle auch um sonst alles alleine kümmern muss, während der Rest der Familie noch monatelang im Ursprungsland ist, und sich dort um die Card bemüht, ist keine gute Voraussetzung, um sich hier einzufügen." Grundsätzlich brauchen alle Ankommenden eine Rot-Weiß-Card oder – die Familienmitglieder - eine Rot-Weiß-Rot-Card-Plus. Um diese zu erhalten, müssen sie eine gewisse Punkteanzahl erreichen. Punkte werden dabei für Kriterien wie Qualifikation, Sprachfähigkeiten in Deutsch und Englisch und Berufserfahrung vergeben. Zusätzlich gibt es auch noch verschiedene Kategorien, die ebenfalls eigens bewertet werden, wie z. B. ob es sich um Schlüsselkräfte, Fachkräfte von der bundesweiten Mangelberufsliste, Startups oder ähnliches handelt. Insgesamt gilt jedoch: nur Hochqualifizierte können die Rot-Weiß-Rot-Card erhalten.

Gelungenes Sozialleben

Nicht zu unterschätzen ist das Einleben der Expats vor Ort. „Nur, wenn die Personen sich nach einer gewissen Zeit integrieren konnten, angekommen sind und ein soziales Netz haben, werden sie auch bleiben", weiß Klingenschmid. Wenn ein Unternehmen die lang ersehnte Fachkraft gefunden hat, tut es gut daran, sie auch in dieser Hinsicht zu unterstützen, um das Arbeitsverhältnis dauerhaft halten zu können. „Der einfachste Schritt dazu ist es natürlich, den Expats zumindest die Kontakte zu regionalen Stellen zu vermitteln, die ihnen dabei helfen. In Salzburg ist das das ITG – Innovationsservice für Salzburg oder auch Infoportale wie www.willkommen-in-salzburg.at, Facebookgruppen oder Ähnliches. Hier gibt es auch meist Informationsmaterial, das man seinen neuen MitarbeiterInnen in die Hand geben kann." Gemeinsame Firmenevents oder Buddy-Systeme können ein Einleben zusätzlich unterstützen, setzen allerdings auch die entsprechende Firmenkultur voraus. Die Integration muss aber auch innerhalb des Unternehmens gelingen. Gerade in Firmen, in denen Englisch nicht die Umgangssprache ist, braucht es das Bewusstsein bei den einheimischen Kollegen, wie schwer schnell gesprochenes Deutsch verständlich ist. Der österreichische Dialekt ist eine weitere Hürde. „Eine grundsätzliche auch von oberster Ebene vorgelebte und eingeforderte Rücksichtnahme ist hier für ein gelungenes Miteinander erforderlich. Man kann zum Beispiel wichtige Meetings auf Englisch führen oder zumindest auf Hochdeutsch und langsamer sprechen, sich rückversichern, ob alles verstanden wurde, ohne dabei arrogant zu sein", rät Klingenschmid. „Ein interkulturelles Training kann ebenfalls helfen."

Nicht die Familie vergessen

Bei all dem ist der Partner oder die Partnerin nicht zu vernachlässigen. Fühlt er oder sie sich auf die Dauer unwohl, wird dies ebenfalls ein Grund sein, weiterzuziehen. Klingenschmid dazu: „Angebote aus dem Unternehmen – ob Deutschkurs oder gemeinsame Sportveranstaltungen – könnten Partner miteinbeziehen und so dazu beitragen." Auch Dual Career-Möglichkeiten werden immer beliebter. Gerade Hochqualifizierte haben auch oft Partner, die früher oder später eine eigene Karriere anstreben. Große Unternehmen haben es hier etwas einfacher, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: zwei gut ausgebildete Arbeitskräfte für den Betrieb zu gewinnen und dabei die Integration beider am Standort zu unterstützen.

Unterstützung von Servicestellen suchen

Hilfreich sind auch vorübergehende Wohnmöglichkeiten. Aus dem Ausland am jeweiligen Arbeitsort eine passende Bleibe zu findet, ist eine schwierige Angelegenheit. „Einige Firmen stellen für die ersten Monate Wohnungen zur Verfügung, was den Expats Luft gibt, sich etwas Eigenes zu suchen. Sollte das nicht möglich sein, wäre zumindest eine Unterstützung bei der Wohnungssuche etwas, das sich Expats wünschen."

Auch am Wohnort kann es Hilfe geben. Gerade am Land wäre es laut Klingenschmid gut, wenn es in der Gemeinde eine Ansprechperson für Expats gäbe, die auf Englisch alle wichtigen Punkte erklären könnte. „Es gibt hier sowie in einigen anderen Punkten sicher noch Aufholbedarf", stellt Klingenschmid fest. „Was Salzburg betrifft, sind wir gerade dabei, Willkommensservices auszubauen – auch um die Unternehmen und Gemeinden beim Empfang der Expats zu unterstützen. Die Hauptzutat für ein gelungenes Ankom-men in Arbeit und Privatleben ist jedoch gegenseitiges Verständnis für die Herausforderungen. Ist das vorhanden, lässt sich alles lösen."

Expat Service der ITG-Salzburg GmbH

 

Lesen Sie hierzu auch den Beitrag Mitarbeiterentsendung - Was gilt es zu beachten, wenn Mit-arbeiter für den Arbeitgeber ins Ausland gehen?

Kerstin Wimberger, ITG – Innovationsservice für Salzburg

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