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Österreich.
Dynamischer Wirtschaftsstandort.

„Bar oder mit Karte?“ - Österreich, die Corona-Pandemie und der zunehmende Trend hin zur bargeldlosen Bezahlung.

Ob im Restaurant oder im Supermarkt: Bargeldlos zu bezahlen ist für viele Österreicherinnen und Österreicher mittlerweile selbstverständlich. Dennoch liegt Österreich, ebenso wie Deutschland, beim Zahlen mit Karte oder Mobiltelefon immer noch deutlich hinter anderen europäischen Ländern. Nur jede/r Zehnte könnte sich hier vorstellen ganz auf Bargeld zu verzichten. (Im Europaschnitt ist es jede/r Fünfte)

Auch der World Payment Report 2019 von Capgemini untermauert diesen Rückgang der Barzahlungen. Österreich verzeichnet demnach im Jahresvergleich einen Anstieg des bargeldlosen Zahlungsverkehrs um 7,1 Prozent auf insgesamt über 1,6 Milliarden Transaktionen (2017). Am stärksten legten in Österreich Zahlungen mit Debit- bzw. Bankomatkarten zu, die um knapp 14 Prozent auf ein Volumen von 642 Millionen stiegen. In den Jahren davor war die Steigerung jeweils deutlich niedriger. Debitkarten waren weltweit das am schnellsten wachsende bargeldlose Zahlungsinstrument, mit einem Anstieg der Transaktionen um 17 Prozent im Jahr 2017, vor Kreditkarten (11 Prozent) und Überweisungen (10 Prozent).

Noch deutlich rasanter als in Österreich wächst das Transaktionsvolumen von bargeldlosen Zahlungen in den sich entwickelnden Märkten Asiens (32 Prozent Wachstum), vor allem in Russland, Indien und China. Es wird erwartet, dass bis 2022 weltweit 1.046 Milliarden bargeldlose Zahlungen durchgeführt werden, was einer durchschnittlich jährlichen Wachstumsrate von 14 Prozent entspricht.

40% mehr bargeldlose Transaktionen in nur 2 Jahren

In nur zwei Jahren stieg der Durschnitt der bargeldlosen Zahlungen in Österreich um 40% auf 107 Transaktionen pro Jahr an. Das zeigt eine Analyse aller bargeldlosen Zahlungsvorgänge an „Point of Sale"-Terminals von BAWAG P.S.K.-Kunden im Zeitraum von Juni 2018 bis Mai 2019. Dazu zählen bargeldlose Zahlungen in den heimischen Supermärkten genauso wie Kartenzahlungen in Geschäften oder Gastronomiebetrieben. Im Schnitt geben Österreicherinnen und Österreicher hierbei 36 Euro aus. Vor allem an Freitagen und Samstagen scheint Bargeld im Schatten der elektronischen Zahlungsmittel zu stehen. Mehr als ein Drittel aller Transkationen finden hier bargeldlos statt. An Sonntagen hingegen sind es wiederrum nur 5 Prozent.

„Bar oder mit Karte?" – Eine Frage des Alters

Das Alter spielt eine entscheidende Rolle, wenn die Entscheidung „Bar oder mit Karte" bevorsteht. Klar zeigt sich: jüngere Kundinnen und Kunden greifen deutlich öfter zu elektronischen Zahlungsmitteln. Österreicherinnen und Österreicher im Alter von 20 bis 40 Jahren sind mit 140 Transaktionen jährlich die aktivsten Kartenzahler. 40- bis 50-Jährige greifen immerhin 123 Mal im Jahr zu bargeldlosen Zahlungsmitteln und 50- bis 60-Jährige 92 Mal. Über 60-Jährige entscheiden sich im Durschnitt 67 Mal jährlich dafür mit Karte zu bezahlen. Im Gegensatz zur Frequenz steht allerdings die Höhe der einzelnen Transaktionen: 20- bis 30-Jährige bezahlen durchschnittlich 25 Euro mit Karte, 40- bis 50-Jährige bereits 39 Euro.
Betrachtet man geschlechtsspezifische Unterschiede, so greifen Frauen (durchschnittlich 114 Transaktionen) öfter als Männer (101 Transaktionen) zur Kontokarte. Ein Drittel der Männer begleicht vor allem kleinere Beträge unter 10 Euro bargeldlos, bei Frauen rund ein Viertel. Männer sind außerdem etwas „nachtaktiver" als Frauen: Sie tätigen 16 Prozent ihrer bargeldlosen Transaktionen zwischen 18 Uhr abends und 9 Uhr früh, bei Frauen sind dies 13 Prozent.

„Bitte bargeldlos bezahlen"

Um Bargeld als Überträger während der Akutphase der Corona-Krise auszuschließen wiesen viele Handelsunternehmen und Restaurantbetriebe ihre Konsumenten und Konsumentinnen darauf hin, falls möglich, bargeldlos zu bezahlen. Dieser Bitte wurde verstärkt nachgekommen und die heimischen Banken entschieden sich aufgrund dieses Aufwärtstrends das Limit für kontaktlose Einkäufe ohne PIN-Eingabe von 25 Euro auf 50 Euro zu verdoppeln und so dieses Verhalten weiter zu unterstützen.
Auch wenn renommierte Institutionen, wie zum Beispiel die Europäische Zentralbank, nicht davon ausgehen, dass eine Übertragung durch Bargeld sehr wahrscheinlich sei, halten es 72 Prozent der Österreicher und Österreicherinnen für vernünftiger mit Karte oder Smartphone zu bezahlen.
Ängste, bezüglich der Versorgungssicherheit mit Bargeld, die zu Anfang der Pandemie noch stärker verbreitet waren, sind mittlerweile zum Glück kein Thema mehr. Am Beginn des Lockdowns stieg die durchschnittliche Behebungssumme in Wien (bei ING Kundinnen und Kunden) von 147 Euro auf 247 Euro an und war damit um 70% höher als in den Monaten davor. Nach Ostern 2020 sank dieser Betrag wieder auf 183 Euro ab. Die österreichischen Banken schafften es die Bevölkerung zu beruhigen und deutlich zu machen, dass die Bargeldversorgung nach wie vor gesichert ist.

Neue Herausforderungen bringen neue Innovationen mit sich

Das Verhalten der Konsumenten und Konsumentinnen während der Corona-Krise regte viele Unternehmen zum Nachdenken und auch Umdenken an. Konzerne wie Google, Amazon, Facebook und Apple wollen den bargeldlosen Zahlungsverkehr weiter revolutionieren. Schon jetzt bietet Apple mit Apple Pay oder Google Pay am iPhone oder der Apple Watch, sowie der österreichischen Bezahllösung „Bluecode" auf allen Smartphones die Möglichkeit, Einkäufe ohne PIN-Eingabe am Terminal durchzuführen. Auch Android-Nutzer können - je nach Bank - ihre Karten digital am Handy hinterlegen. Dafür muss auf dem Smartphone allerdings eine Bankverbindung hinterlegt und eine App installiert werden, die für den Datenaustausch sorgt. Auf diese bestehenden Technologien soll nun aufgebaut werden und mit neuen innovativen Möglichkeiten des bargeldlosen Bezahlens, der steigende Trend weg vom Bargeld, auch nach der akuten Krisenphase weiter ausgebaut werden.

Amazon startete 2018 in den USA mit Amazon-Go-Stores, die Bargeld in den Läden überflüssig machen. Der Kunde wählt ein Produkt, Scanner registrieren das Produkt und über eine App wird automatisch abgerechnet. Diese Art des Hybrid-Einkaufs soll demnächst auch in Europa getestet werden, für den Standort Österreich gibt es allerdings noch keine konkreten Pläne.

„Bar oder mit Karte?" – In den nächsten Monaten und Jahren wird sich also zeigen, ob der Trend, gefördert durch die Corona Pandemie weiter ansteigt oder sogar komplett neue Zahlungsmöglichkeiten nicht nur Bargeld, sondern auch Kredit- und Bankomatkarte ablösen werden.

Lesen Sie mehr zum Thema Digitalisierung im Finanzsektor.

Jakob Cencic, MA

Director Strategic Investment, Afrika, Naher Osten
+43-1-588 58-238 oder +43-676-6517077
j.cencic@aba.gv.at

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