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Österreich.
Wo Ihre Gewinne in den Himmel wachsen.

E-Sport & Betting in Österreich

Österreich als E-Sport-Standort

1. Branchenüberblick Österreich

Dies ist nicht nur der Corona-bedingten Absenz von "traditionellen" Sportveranstaltungen geschuldet, wie man bei einer Zuschauerzahl von 44 Millionen Menschen bei dem Finale der League of LegendsWeltmeisterschaft bereits im November 2019 in Paris erkennen konnte.

Laut einer Studie des Österreichischen Verbands für Unterhaltungssoftware konsumieren 4,9 Millio-nen Österreicher Videospiele und jeder siebte Österreicher verfolgt regelmäßig E-Sport Turniere über Streamingdienste oder über klassische Medien. Traditionelle Sportvereine wie z.B. der FC Schalke 04, Paris St. Germain oder auch der FC Red Bull Salzburg haben in den letzten Jahren eine zusätzliche E-Sport-Sparte eröffnet. Derartige Zahlen und Fakten veranschaulichen sehr gut, wie enorm das Potential der E-Sport-Branche auch in Österreich ist.

Diesen Trend haben auch viele Unternehmen erkannt und investieren in Österreich vor allem in Tur-niere, E-Sport-Ligen und E-Sportler (Athleten, Gamer, Developer, Coaches). Zu erwähnen sind in die-sem Zusammenhang etwa die A1 eSports League der A1 Telekom Austria, das Red Bull pLANet one, die eBundesliga, die von der österreichischen Fußball Bundesliga veranstaltet wird, die Game City im Wiener Rathaus, oder das Viennality, ein Fighting Games Turnier, zu dem Spieler aus aller Welt nach Wien anreisen. Preisgelder sowie Teilnehmer- und Zuschauerzahlen nehmen in Österreich stetig zu. Die Season 3 und Season 4 der A1 eSports League verspricht beispielsweise ein kumuliertes Preisgeld von rund Euro 70.000,-. Auch Red Bull, bekennt für Sponsoring im Actionsport-Bereich, investiert prominent in Österreichs E-Sport-Events und -Athleten. Die Veranstaltung Red Bull pLANet one ist mittlerweile ein fixer Bestandteil der E-Sport-Veranstaltungen in Österreich. Darüber hinaus tragen international erfolgreiche E-Sportler aus Österreich – wie zB der Fortnite-Weltmeister David „Aqua" Wang oder der „Rocket League" Profi Maurice „Yueko" Weihs – zu einer steigenden Popularität ihres Sports bei.


Auch der Bildungssektor reagiert auf die ansteigende Beliebtheit von E-Sport. Die Hochschule für an-gewandtes Management bietet ab dem Wintersemester 2020 / 21 am Campus Wien den Studiengang „eSports Management" an. Durch die Spezialisierung auf Sport, Gaming und Entertainment, in Koope-ration mit führenden Experten und Unterstützern von E-Sport in Österreich, dem eSport Verband Ös-terreich (ESVÖ), wird das Thema E-Sport auch auf Hochschulebene immer relevanter.
In Folge der Corona-Pandemie und des im Frühjahr 2020 verhängten Lockdowns sahen sich klassische Wettanbieter aufgrund mangelnder sportlicher Ereignisse mit existenziellen Problemen konfrontiert. E-Sport-Turniere mutierten so zu einer krisensicheren Ergänzung ihres Portfolios, die auch in Zeiten physischer Distanz Einnahmen generierten. Der in Wien ansässige Experte für Wetten und E-Sport und Partner bei STADLER VÖLKEL Rechtsanwälte, Dr. Arthur Stadler, dazu: "Der elektronische Sport erfüllt al-le Voraussetzungen, die es für Videospiel-Aficionados und für Wettende interessant machen. Genauso wie im traditionellen Sport gibt es Favoriten und Außenseiter, wobei schlussendlich oft die Tagesverfas-sung und das gewisse Quäntchen Glück ausschlaggebend sind."


Während Österreichs große Wettanbieter wie Cashpoint, Interwetten, bet-at-home, Tipico, bwin u.a. bereits seit einigen Jahren Wetten auf E-Sport-Turniere anbieten, verzeichneten die Anbieter alleine in den Wochen des Lockdowns, in der die englische Fußball Premier League ausgesetzt wurde, um 50% mehr Neuregistrierungen . Stellt man den Umsatz der NFL in Höhe von zehn Milliarden in Relation zu den Einnahmen der Wettanbieter in Verbindung mit dieser Liga in Höhe von fünfzig Milliarden , lässt sich auch für den E-Sport-Wettmarkt ähnliches erwarten. Diese Perspektive wird nicht zuletzt durch Aussagen von diversen Wettanbietern untermauert, nach denen das Wettvolumen im E-Sport bereits 2010 traditionelle Sportarten wie Golf oder Tennis überholte.


Der Siegeszug der E-Sport-Branche und die damit verbundene Professionalisierung führt zu rechtlichen Fragestellungen, mit denen sich vermehrt Juristen auseinandersetzen. Rechtsanwalt Dr. Arthur Stadler erklärt dazu: "In Österreich ist diese Betätigung, ganz anders als der Name E-Sport suggeriert, nicht bzw. noch nicht als Sport anerkannt. Werden nun Wetten auf etwa den Ausgang eines E-Sport-Ereignisses angeboten, die nicht Sport sind, sind dies – rechtlich betrachtet – auch keine Sportwetten, welche in Ös-terreich grundsätzlich ohne mengenmäßige Beschränkung lizenzierungsfähig wären. Mangels Lizenzie-rungsfähigkeit als Sportwette werden Wetten auf E-Sport-Ereignisse in Österreich zunehmend auf Basis sogenannter Gesellschaftswetten qualifiziert. In ausgewählten Bundesländern können Antragsteller ei-nen Antrag auf Lizenzerteilung stellen. Für diese – zugegeben attraktive – regulatorische Variante be-steht keine zahlenmäßige Limitierung." Die bestehenden gesetzlichen Rahmenbedingungen in Öster-reich schaffen enormes Potential für diese Branche.

2. E-Sport im Lichte des österreichischen Rechts

Für jene, die ein Engagement im E-Sport anstreben, ist die Wahl der Rechtsform von essentieller Be-deutung. Hierbei spielt die rechtliche Qualifikation eine wesentliche Rolle. Vereine im Sinne des Ver-einsgesetzes 2002 genießen beispielsweise steuerliche Vorteile, wenn sie gemeinnützige Zwecke ver-folgen. Die Förderung von Körpersport stellt einen gemeinnützigen Zweck dar. Diese steuerliche Be-günstigung verliert ein Verein erst, wenn er in den ausgeübten Disziplinen als Profiverein zu qualifizie-ren ist und ein gewisses Einkommen aus der Tätigkeit vorweisen kann.
E-Sport ist in Österreich jedoch (noch) nicht offiziell als Sport anerkannt, freilich gehen in Österreich viele Bestrebungen in Richtung Anerkennung bzw. zumindest Gleichstellung. Es sprechen viele gute Ar-gumente für die Qualifikation als Sport, so auch Rechtsanwalt und ehemaliger E-Sportler Mag. Urim Bajrami: "E-Sport fordert von professionellen E-Sportlern neben geistigen, auch motorische Fertigkeiten ab, wie Reaktionsgeschwindigkeit, eine gute Augen-Hand-Koordination und starkes Durchhaltevermö-gen, Spieler vollbringen während eines Spiels bis zu 400 Aktionen pro Minute. In Österreich bewegen wir uns bezüglich der rechtlichen Qualifizierung von E-Sport jedoch noch in einem Graubereich. Abhilfe könnte hier die von der türkis-grünen Regierung geplante Arbeitsgruppe im E-Sport schaffen, dessen Zweck es ist, den rechtlichen Rahmen von E-Sport hinsichtlich Gemeinnützigkeit und Sport zu klären. Als Funktionär des eSport Verbandes Österreich bin ich im regen Austausch mit Parteien und Verantwortli-chen, wobei wir stetig an Verbesserungen und rechtlichen Gleichstellungen für E-Sport arbeiten."

3. Ausblick

Die Zeichen der Zeit scheinen einen Paradigmenwechsel, in der Art und Weise wie Sport wahrgenom-men und konsumiert wird, einzuleiten. Österreich hat eine äußerst positive Einstellung gegenüber die-sem Fortschritt im Bereich E-Sport adaptiert und arbeitet gemeinsam mit Vertretern der jeweiligen Szene laufend an der Verbesserung der faktischen Gegebenheiten und der gesetzlichen Rahmenbedin-gungen, um den Standort als E-Sport-Hub im Herzen Europas zu etablieren. Auch wenn es fraglich ist, ob die Corona-bedingte Steigerung der Nutzerzahlen langfristig erhalten bleibt, wird der Trend wohl hin zu digitalen Events nicht aufzuhalten sein.

Erfahren Sie hier mehr über die Digitalisierung in Österreich.

 

Dr. Arthur Stadler & Mag. Urim Bajrami, Stadler & Völkel Rechtsanwälte - Attorneys at Law


+43 (1) 997 10 25
office@svlaw.at

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