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Österreich.
Wo Forschung groß geschrieben wird.

5G als Motor für Österreichs Wirtschaft nach COVID

Mobilitätsbericht: 15 % der Weltbevölkerung leben in Gebieten mit 5G-Netzabdeckung

Laut dem im November 2020 veröffentlichten Mobilitätsbericht von Ericsson, wurden bis Ende 2020 ganze 220 Millionen 5G-Abonnements erwartet, was 15 % der Weltbevölkerung entspricht. Die Erwartungen für 2026 belaufen sich auf 3,5 Mrd. aktive 5G-Nutzer – was zu diesem Zeitpunkt gleichbedeutend wäre mit etwa 40 % aller Mobilfunkverträge. Somit werden im Jahr 2026 schätzungsweise 54 % aller Daten in mobilen Netzwerken über 5G-Netze übermittelt.
Angetrieben wird dieser signifikante Anstieg durch nationale, strategische Zielsetzungen, intensiven Wettbewerb der Serviceprovider, sowie zunehmend erschwinglichere 5G-Smartphones verschiedener Anbieter. Die Einführung der 5G-Technologie hat 2020 sowohl im Hinblick auf den Netzausbau als auch in Bezug auf 5G-fähige Geräte an Fahrt aufgenommen, und dies trotz der mit der Pandemie einhergehenden Unsicherheit. Immer mehr 5G-Mobilfunknetze wurden freigeschalten und mehr als 100 Provider haben die Einführung von kommerziellen 5G-Services vor-angekündigt.

Covid-19 beschleunigte die Digitalisierung stark, wodurch schnelle und zuverlässige Breitbandverbindungen für Haushalte immer wichtiger werden und die Nachfrage entsprechend steigt. In vielen Fällen ist Fixed Wireless Access (FWA) – d. h. ein drahtloser Netzanschluss – für Serviceprovider die bestmögliche Alternative, um diesen Bedarf rasch zu decken.

Die weltweiten Erfahrungen mit der Implementierung von 5G-FWA-Lösungen, die in schwer erschließbaren Gebieten als Alternative zur kostspieligen Errichtung von Kabelnetzen zum Einsatz kommen, wird in vielen Regionen der Welt mit Argusaugen beobachtet. So auch in Europa, wo Serviceprovider auf die Einführung von 5G-FWA setzen.
Der Start dieser Technologie unterstützt auch Österreichs Breitbandstrategie, die im Wesentlichen auf die flächendeckende Versorgung mit Gigabit-Anschlüssen bis 2030 und eine nahezu flächendeckende Verfügbarkeit des 5G-Netzes bis Ende 2025 ausgerichtet ist.

Analysys Mason: Die 5G-Innovationsplattform kann Österreich mehr als 10 Mrd. Euro bringen

Die von Analysys Mason in Zusammenarbeit mit Qualcomm und Ericsson durchgeführte Studie „5G action plan review for Europe" zeigt, dass die umfassende Einführung von 5G Europa zusätzliche 210 Mrd. Euro einbringen kann. Smart Factories, die Landwirtschaft sowie Stadtrandgebiete und ländliche Gegenden werden sich dabei am stärksten auf das BIP auswirken. Mehr als 50 Mrd. Euro an Mehrwert können somit durch die Bereitstellung öffentlicher Mittel von weniger als 20 Mrd. Euro erzielt werden.

Welchen Nutzen kann Österreich daraus ziehen?
Dank der 5G-Innovationsplattform kann die Republik mehr als 10 Mrd. Euro erwirtschaften, wodurch Österreich, bezogen auf den Nettoertrag pro Person, im Ranking von 30 europäischen Ländern den 3. Platz einnimmt. Demgegenüber stehen geschätzte Kosten von knapp zwei Milliarden Euro für die Errichtung der österreichischen 5G-Innovationsplattform. ‚Smarte' ländliche Regionen und ‚Smarte' Städte werden in Österreich am meisten profitieren (mehr als 7,5 Mrd. Euro). Betrachtet man die Nutzungsebene werden Smart Factories an die 58 Mrd. Euro, die Landwirtschaft 37 Mrd. Euro und FWA (in Stadtrandgebieten und ländlichen Gegenden) 18 Mrd. Euro netto zum BIP in Europa beitragen.

Ebenfalls identifiziert werden in der Studie diejenigen Schlüsselbereiche, für die eine teilweise oder vollständige öffentliche Finanzierung erforderlich ist, um die erwarteten Vorteile in die Realität umzusetzen. Hierzu zählen das Gesundheitswesen und Krankenhäuser, kommunale Gebäude, der Bildungsbereich, der Tourismus, die Landwirtschaft und urbane Hotspots sowie auch der öffentliche Verkehr.

Cybersicherheit im Zeitalter von 5G

Die Geschwindigkeit des 5G-Rollouts hängt jedoch von einer Reihe verschiedenster Bedingungen ab – der zu Verfügung stehenden Infrastruktur, dem Innovationsklima, der Nachfrage nach neuen Anwendungsbeispielen und selbstverständlich der Cybersicherheit.
Das 5G-Mobilfunknetz ist das erste in der Geschichte der mobilen Kommunikation, das auf die Anforderung von Maschinen zugeschnitten wurde. 5G entwickelt sich kontinuierlich zum Rückgrat der modernen Wirtschaft, jedoch auch zum Bestandteil der kritischen Infrastruktur, von der die Sicherheit eines Landes abhängt. Zudem wirft die Bedeutung, die 5G in der Entwicklung der globalen Wirtschaft einnimmt, im Zuge der Implementierung dieser Technologie Sicherheitsfragen auf.
5G unterscheidet sich signifikant von den bisherigen Mobilfunkstandards. Es handelt sich um eine Technologie, die als kritische Infrastruktur anzusehen ist, auf der die Digitalisierung, die Automatisierung, die Kommunikation mit Maschinen und Robotern sowie moderne Transportlösungen, beispielsweise autonome Fahrzeuge, basieren. Angesichts von Milliarden angeschlossener Geräte und neuartigen Anwendungen müssen die Netze robuster, sicherer und noch besser geschützt werden als das Recht des Einzelnen auf den Schutz der Privatsphäre.
Spezifische Betrachtungsweisen und Sicherheitsbedenken sind verständlich, haben wir es doch mit einer Technologie zu tun, die viele Aspekte unseres Lebens revolutionieren wird. Gleichzeitig erschwert es einem der Grad an technologischem Fortschritt zu verstehen, wie diese Technologie funktioniert. Allerdings kennzeichnet 5G auch den Beginn einer neuen Ära der Netzsicherheit, z. B. durch die Einführung der IMSI-Verschlüsselung. Sämtliche über das 5G-Funknetz übertragenen Daten sind verschlüsselt, gegen Integritätsverlust geschützt und unterliegen einer gegenseitigen Authentifizierung. Und dies ist lediglich ein geringer Teil der Cybersicherheitsstandards, die im Zuge der 5G-Entwicklung umgesetzt werden.

Die Sicherheit des Telekommunikationsnetzes basiert auf 4 wesentlichen Säulen – Standardisierung, Netzdesign, Netzkonfiguration sowie die Art wie es implementiert und betrieben wird. Der Aufbau eines sicheren 5G-Netzes erfordert eine alle Aspekte berücksichtigende Herangehensweise, nicht nur die Fokussierung auf einzelne technische Bestandteile. So müssen beispielsweise Interaktionen zwischen Benutzerauthentifizierung, Übertragungsverschlüsselung, Mobilität, Überlastsituationen und Netzresilienz ganzheitlich betrachtet werden. Ebenso wichtig ist es, die relevanten Bedrohungen zu verstehen und diesen entsprechend zu begegnen. Angesichts der gegenseitigen Abhängigkeiten zwischen verschiedenen Bereichen ist es somit unerlässlich, eine koordinierte und umfassende Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen in einer gemeinsamen Toolbox sowie deren Implementierung auf globaler, nationaler und lokaler Ebene sicherzustellen. Ericsson wirkt seit Jahren an der Ausarbeitung von 5G-Sicherheitsrichtlinien mit, die auf den für die Branche relevanten Normen und Best-Practices wie 3GPP, GSMA, ETSI und IETF sowie der 5G-Toolbox der EU basieren.

Österreich an der Schwelle zu 5G

In Österreich ist die 5G-Technologie längst verfügbar, und die Frequenzbänder für 700, 1500, 2100 und 3400 – 3800 MHz sind zugewiesen und vergeben. Die von Ericsson vertriebenen Geräte sind bereits seit 2015 für eine Nutzung im 5G-Netz bereit. Möglich wird dies durch ein Upgrade auf 5G über eine Remote-Installation der entsprechenden Software. Bislang sind mehr als 5 Millionen 5G-Antennen an Betreiber auf der ganzen Welt versendet worden.
Österreichs 5G-Strategie wurde im April 2018 veröffentlicht. Ihr Ziel ist der Rollout von 5G als Standard für mobile Kommunikation mit optimierten Randbedingungen sowie die Erschließung der damit verbundenen Möglichkeiten für die Bürgerinnen und Bürger, die Wirtschaft, die Industrie und die Wissenschaft. In der ersten Ausbaustufe wurden bis Mitte 2018 die ersten vorkommerziellen 5G-Probeinstallationen umgesetzt. In der zweiten Ausbaustufe ist der Rollout des 5G-Netzes in allen Landeshauptstädten geplant. In der dritten Ausbaustufe werden bis Ende 2023 auf allen Hauptverkehrswegen 5G-Dienste zur Verfügung stehen, und die landesweite Verfügbarkeit von 5G ist für Ende 2025 vorgesehen.
Ericsson ist mehrheitlich am 4G- und 5G-Netz beteiligt und führend in der Standardisierung von 5G. Berücksichtigt man zudem die Verlautbarungen des Europäischen Instituts für Kommunikationsnormen (ETSI) und wendet man den Notwendigkeitsfilter an, so steht Ericsson an der Spitze des Rennens um 5G-Patente. Einer Untersuchung der Anwaltskanzlei Bird & Bird zufolge, hält Ericsson weltweit die größte Anzahl an auf die 5G-Technologie bezogenen, Standard-essentiellen Patenten (SEP), und zwar 15,8 %.
5G ermöglicht den Mobilfunkbetreibern, ihr bestehendes Endkundengeschäft zu verbessern und bisher ungenutzte Wertschöpfungsketten im Rahmen der Digitalisierung von ganzen Wirtschaftszweigen zu erschließen. Die 5G-Technologie eröffnet neue Chancen und schafft neuartige Ökosysteme. Unser Unternehmen pflegt weltweit eine enge Zusammenarbeit mit Telekommunikationsanbietern und verfügt über eine Vielzahl an unterzeichneten Absichtserklärungen. Gemeinsam mit unseren Partnern führen wir laufend Tests durch, wir lernen ständig dazu und verschieben kontinuierlich die Grenzen dahingehend, wie 5G den unterschiedlichen Bedürfnissen jetzt und in der Zukunft gerecht werden kann.
Als führendes Unternehmen im Bereich 5G ist Ericsson bereit, alle österreichischen Mobilfunkbetreiber dabei zu unterstützen, Pilotversuche und Tests mit 5G durchzuführen, sowie zum Aufbau eines starken, aus Unternehmern, Branchen, Dienstleistern, Universitäten und Start-ups bestehenden Ökosystems beizutragen, um das 5G-Potenzial in Österreich in vollem Umfang freizusetzen.

Erfahren Sie hier mehr über Digitalisierung in Österreich. 

Dipl. Ing. Alexander Sysoev, MBA

Managing Director Ericsson Austria GmbH
+43 1 811 00-0
alexander.sysoev@ericsson.com

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