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Österreich.
Wo Forschung groß geschrieben wird.

Immer mehr Unternehmen entscheiden sich für Österreich

 

ABA-Chef René Siegl und Staatssekretär Harald Mahrer sehen steigende Attraktivität des Wirtschaftsstandortes. Foto: BMWFW

Im Jahr 2014 war der Wirtschaftsstandort Österreich bei internationalen Unternehmen sehr beliebt. ABA-Invest in Austria konnte 276 neue ausländische Unternehmen in Österreich ansiedeln, die 371 Millionen Euro investierten 2.645 geschaffen haben. „Österreich hat aus Sicht internationaler Investoren an Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit gewonnen,“ sagt Eigentümervertreter Staatssekretär Harald Mahrer.

Deutschland wieder unumstrittene Nummer eins

Deutschland blieb auch im Vorjahr wichtigstes Investorenland in Österreich: 2014 suchten 88 deutsche Unternehmen die Betreuung durch ABA-Invest in Austria bei der Ansiedlung in Österreich. Auch der Aufwärtstrend bei den Betriebsansiedlungen aus Italien hält ungebrochen an: Insgesamt 43 italienische Unternehmen haben sich mit Unterstützung der ABA 2014 in Österreich niedergelassen. Markant ist das weiterhin zunehmende Interesse von Investoren aus dem CEE-und SEE-Raum – vor allem aus den krisengeschüttelten Ländern –  an einer Ansiedlung in Österreich: Mit 74 Unternehmen aus dem CEE-/SEE-Raum zeichnet diese Gruppe für rund 27 Prozent aller ABA-Betriebsansiedlungen 2014 verantwortlich. Stärkste Investorenländer waren Ungarn mit 24 und Russland mit 13 neuen Ansiedlungen, gefolgt von Slowenien (zehn) und der Ukraine (acht).

 

Mersen erweitert in Vorarlberg

Der französische Mersen-Konzern steht vor einer Erweiterung seines Betriebsstandortes in Österreich (Vorarlberg) und investiert Millionen. Wie Wolfgang Eberle, Betriebsleiter der Mersen Österreich Hittisau GmbH, im Gespräch mit der Wirtschaftspresseagentur.com erklärte, werde Mersen das deutsche Werk Jestetten schließen und zur Gänze nach Hittisau verlagern. „Wir verdoppeln also unseren Betriebsstandort“, so Eberle. Die Bauarbeiten sollen bis Ende 2015 abgeschlossen sein. Das Investitionsvolumen beziffert Eberle mit rund fünf Millionen Euro und es werden 60 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Die Mersen Österreich Hittisau GmbH entwickelt und produziert Bauteile für E-Motoren und Generatoren. Dazu gehören insbesondere Kohlebürsten-Halterungen und die dazugehörenden Schleifringe. Die Bauteile kommen schlussendlich in der Windkraftbranche sowie bei Industriegeneratoren und Industriemotoren zum Einsatz. Mersen unterhält weltweit Standorte in 35 Ländern und beschäftigt rund 6.400 Mitarbeiter.

 

Infineon und GE steigen bei österreichischer TTTech ein

Der deutsche Halbleiterkonzern Infineon und der US-Konzern General Electric (GE) beteiligen sich am österreichischen Technologieunternehmen TTTech Computertechnik AG. Das in zehn Länder aktive Unternehmen TTTech hat sich darauf spezialisiert, elektronische Netzwerke durch Sicherheits- und Echtzeittechnologie robuster zu machen. Solche Netzwerke sind in der Automobil- und Flugzeugindustrie, aber auch im Maschinenbau und bei der Winderzeugung notwendig. Der Spin-Off der Technischen Universität Wien entwickelt Netzwerklösungen, damit Autos alleine fahren können wie es besipielsweise beim neuen Audi A8 geplant ist.

Strategische Entscheidung

Zur Begründung für den Einstieg der Venture-Tochter von GE sagte Bernie Anger, General Manager bei GE Intelligent Platforms: „Die deterministische Netzwerktechnologie und Sicherheitssteuerungen von TTTech haben das Potenzial, die Anwendungsgebiete des industriellen Internets zu erweitern.“ Auch für Infineon hat die Beteiligung einen hohen strategischen Wert. Jochen Hanebeck, Präsident der Automotive Division von Infineon, sagte: „Die deterministische Netzwerktechnologie und Sicherheitssteuerungen von TTTech haben das Potenzial, die Anwendungsgebiete des industriellen Internets zu erweitern.“ Mit der Kapitalerhöhung will TTTech sein Wachstum bei sicherheitszertifizierten Produkten beschleunigen.

Technologieführer

TTTech Computertechnik AG mit Hauptsitz in Wien ist "Technologieführer im Bereich robuste vernetzte Sicherheitssteuerungen". Produkte von TTTech verbessern die Sicherheit und Zuverlässigkeit vernetzter elektronischer Systeme in der Industrie und der Transportbranche. Die zertifizierten Hardware- und Softwarelösungen, basierend auf Deterministischem Ethernet, finden Einsatz in anspruchsvollen Produktionsprogrammen in der Automobilindustrie, Luftfahrt, mobilen Arbeitsmaschinen sowie der Energieerzeugung. Das beinhaltet Plattformlösungen für Anwendungen wie z.B. die Boeing 787, das neue NASA-Raumschiff Orion sowie unterschiedliche Fahrzeugmodelle der Volkswagen-Gruppe.

 

"Outernet": TU Wien liefert Daten in "Bibliothek der Menschheit"

 

Für kurze Strecken sind Infos über WLAN zugänglich. Foto: APA

Der Großteil der Menschheit hat keinen Zugang zum Internet und ist von einfachsten Informationen abgeschnitten. Das Start-Up "Outernet" will mit Satelliteninternet Inhalte frei zugänglich machen, es nennt sich selbst "Öffentliche Bibliothek der Menschheit". Die Technische Universität (TU) Wien hat als zweite Uni nach Harvard ein Abkommen mit "Outernet" unterzeichnet und liefert Klimadaten.

Seit dem Vorjahr sendet "Outernet" bereits Daten, im Gegensatz zum klassischen Internet handelt es sich aber um eine Einbahnstraße. Ähnlich wie im Radio werden zu bestimmten Zeiten bestimmte Inhalte gesendet, empfangen werden können sie über einfache, solarbetriebene Empfangsgeräte - und das völlig anonym. Über WLAN können die Informationen über kurze Strecken zugänglich gemacht werden. Längerfristig ist geplant, den Zugriff direkt über Handys zu ermöglichen, auf experimenteller Ebene können auch schon Daten über "Outernet" gesendet werden.

Erste Inhalte sind internationale und lokale Nachrichten, Getreidepreise für Landwirte, Material der Organisation "Lehrer ohne Grenzen", Wikipedia und Notfallinformationen etwa im Fall von Katastrophen. Derzeit deckt "Outernet" Nord- und Mittelamerika, Europa, Zentralasien und große Teile Afrikas ab, ein weiterer Ausbau ist geplant.

„Globaler Teletext“

"Man kann sich das vorstellen wie einen globalen Teletext - aber eben mit viel größeren Datenmengen", erklärte Markus Enenkel vom Department für Geodäsie und Geoinformation der TU Wien in einer Aussendung. Die Daten werden derzeit so aufbereitet, dass sie möglichst wenig Speicherplatz benötigen. Hochaufgelöste Videos oder Bilder gibt es deswegen bisher nicht. "Wenn man sich rein auf Text beschränkt, dann können ein paar Megabyte schon äußerst hilfreich sein", meint Enenkel. In den nächsten Monaten werde es aber möglich sein, die Download-Rate auf einige Gigabyte pro Tag zu erhöhen, kürzlich hat "Outernet" den ersten eigenen Mikrosatelliten angekündigt

Mit dem nun unterzeichneten Abkommen werden von der Forschungsgruppe für Fernerkundung der TU Wien aufbereitete Klimadaten in "Outernet" integriert, um die Bodenfeuchte abschätzen und Dürrekatastrophen vorhersagen zu können. "Gerade in schlecht entwickelten Regionen, wo an flächendeckenden Handyempfang noch lange nicht zu denken ist, wäre es wichtig, den Zugang zu Bildung und Information sicherzustellen", sagte Enenkel.

Service: https://www.outernet.is/en/

  

Neue Methode zur Reinigung von Therapie-Antikörpern

 

Neue Methode könnte große Ersparnisse bringen. Foto: APA

Für Impfungen und zur Bekämpfung von Krebs und Autoimmunerkrankungen benötigen die Ärzte therapeutische Antikörper. Österreichische Forscher haben nun eine neue Methode entwickelt, solche Antikörper nach der Herstellung in tierischen Zellen zu reinigen, so das Austrian Centre of Industrial Biotechnology (ACIB).

Derzeit werden die von Hamsterzellen produzierten therapeutischen Antikörper meist mit einem Eiweißstoff aus der Zellwand von Staphylococcus aureus-Bakterien aufgeschlossen. Dieses sogenannte Protein-A kann die Antikörper sehr gut festhalten.

In einer gemeinsam mit Kollegen der Universität für Bodenkultur (Boku) in Wien entwickelten neuen Methode werden die therapeutischen Antikörper in einem röhrenförmigen Wärmeaustauscher durch Ausflockung zunächst mit einer Salzlösung (Kalzium-Phosphat) und anschließend mit eiskaltem Alkohol (Ethanol) aufbereitet. Eine Machbarkeitsstudie habe ergeben, dass die neu entwickelte Technik IgG-Antikörper schneller reinigen könne als die Protein-A Methode und ertragsmäßig gleichwertig sei, so die Forscher.

Reduktion von Produktionskosten

Damit habe sie "das Potenzial, die Produktionskosten solcher hochwertiger Medikamente signifikant zu reduzieren", meinen die Forscher. Derzeit würde die Antikörper-Reinigung etwa 80 Prozent davon ausmachen. Bei einer jährlichen Menge von weltweit Zehntausenden Litern Antikörper-Lösung, die behandelt werden müssen, könne dies große Ersparnisse bringen und die Medikamente für mehr Leute verfügbar machen, so die Forscher.

Das ACIB ist ein im Rahmen des COMET-Programm gefördertes Kompetenzzentrum ("K2-Zentrum") mit Standorten in Wien, Graz, Innsbruck, Tulln sowie in Deutschland, Italien und Spanien. Ziel ist es, Verfahren zur Herstellung von Produkten, die mit Hilfe von biologischen Organismen gewonnen werden, zu verbessern.

 

Forscher wollen Fernsehen und Internet verbinden

 

Zusatzinformationen sollen sich auf das Geschehen beziehen. Foto: APA/epa

Ansätze zur Verbindung von Fernsehen und Internet entwickelte ein internationales Forschungsteam mit österreichischer Beteiligung. Im Rahmen des EU-geförderten Projekts "LinkedTV" ging es vor allem darum, automatisch Zusatzinformationen zu Programminhalten zu generieren. Die Ergebnisse sind etwa für Fernsehstationen interessant, denen es um die Öffnung ihres Angebots in Richtung Internet geht.

"Uns geht es um die Verbindung der Fernseh- und Internet-Welt", erklärte Lyndon Nixon von Department für New Media Technology der Modul University in Wien. Auch wenn es bereits vereinzelt Verbindungsansätze gebe, seien die beiden Felder noch weitgehend voneinander getrennt. "Wenn man sich etwa eine Fernsehsendung ansieht und mehr darüber wissen will, startet man in der Regel einfach mit einer Google-Suche auf dem 'Second Device'", so Nixon. Man sucht also auf dem Tablet oder Smartphone etwa nach einem Schauspieler, der gerade zu sehen ist.

In Zukunft soll dies automatisch geschehen: Dazu müssen die Forscher Wege finden, wie man Fernsehprogramme sinnvoll "annotieren" kann. Die Zusatzinformationen sollen sich allerdings nicht auf die handelnden Personen, sondern auf das Geschehen in den Szenen beziehen. Gelingt das, wird es möglich, dass der Computer aus Teilen eines Programms auf dessen Inhalt schließt.

Second Screen für Zusatz-Infos

"In einer Nachrichtensendung könnte dann neben dem TV-Bericht weitgehend automatisch auf einem 'Second Screen' zusätzliche Nachrichten-Information dargestellt werden", erklärte der Forscher. Müsste all das vor der Ausstrahlung von einem Redakteur erledigt werden, wäre das für die Medienunternehmen viel zu teuer. Nixon: "Die Zukunft des Fernsehens wäre demnach, dass Personen sehr schnell und einfach Zusatzinformationen angeboten bekommen."

Zur technischen Umsetzung werde aktuell sehr viel geforscht. Vor allem geht es den Wissenschaftern darum, mit möglichst wenig Aufwand möglichst richtige Einschätzungen des Inhalts zu erreichen. Das von den beteiligten Medienunternehmen bereitgestellte Material musste dazu mit unterschiedlichen Ansätzen analysiert werden. Auf Basis dieser Tests haben die Forscher dann Methoden verfeinert, um Nachrichten-Inhalte auch in verschiedenen Sprachen besser automatisch mit Anmerkungen zu versehen.

Die Wiener Gruppe um Nixon setzt sich vor allem damit auseinander, wie Fernsehsignale für Computer lesbar gemacht werden können. Zudem wollen die Forscher Wege finden, wie verschiedene mediale Inhalte miteinander in Verbindung gebracht werden können.

Interesse an weiterer Forschung

Das Projekt ist nahezu abgeschlossen. Auf einer Plattform bieten die Projektteilnehmer nun die von ihnen erarbeiteten technischen Lösungen an. Man arbeite etwa mit öffentlich rechtlichen Fernsehanstalten zusammen. Das Interesse an weiterer Forschung sei sowohl seitens der Wissenschafter, wie auch bei den Medien vorhanden, erklärte Nixon.

Service: Das Projekt findet sich unter: http://www.linkedtv.eu

 

Proteinkonzentrat soll Schäden bei Rückenmarkverletzungen verringern

 

"Folgenschwere Lähmungen" konnten vermieden werden. Foto: APA

Ein aus abgestorbenen weißen Blutkörperchen gewonnenes Proteinkonzentrat (APOSEC) kann in Tierversuchen eine nach einer Rückenmarkverletzung auftretende Nervenschädigung verringern. Dementsprechende Resultate haben jetzt Wissenschafter der MedUni Wien veröffentlicht. Bereits vor Jahren haben sie Ähnliches in einem Herzinfarkt-Tiermodell belegen können.

In der neuen Studie wurde das Mittel 40 Minuten nach der akut herbeigeführten Rückenmarkverletzung in die Bauchhöhle der Versuchstiere injiziert. Dadurch hätte man "folgenschwere Lähmungen" vermeiden können, stellte die Universität kürzlich in einer Aussendung fest. Die Ergebnisse sind demnach in der Fachzeitschrift "Experimental Neurology" von der Wissenschaftergruppe um Hendrik Jan Ankersmit an der Klinischen Abteilung für Thoraxchirurgie im AKH veröffentlicht worden. Es handelt sich um eine Doktorarbeit von Thomas Haider (Assistenzarzt an der Universitätsklinik für Unfallchirurgie).

Regeneration wird angekurbelt

Bei dem Proteinkonzentrat handelt es sich um lösliche Eiweißstoffe, die von weißen Blutkörperchen nach Bestrahlung ausgeschüttet werden. Die Wissenschafter setzen humanes virusinaktiviertes APOSEC ein, dessen Gebrauch die österreichische Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) für die klinische Prüfung am Menschen freigegeben hat.

Außerdem hätte man zeigen können, dass das Mittel die Regeneration durch Gefäßneubildung nach derartigen Verletzungen ankurbelt, hieß es. Der Effekt sei umso besser gewesen, je früher man die Proteinmischung verabreicht hätte. Man nimmt an, dass Ausschüttung von neuroprotektiven Proteinen (CXCL1 und BDNF) für den Effekt verantwortlich ist. CXCL1 ist für Gefäßneubildung verantwortlich, der Brain Derived Neurotrophic Factor schützt Hirngewebe.

Von der Forschungsgruppe wurde zusätzlich nachgewiesen, dass die Injektion von APOSEC auch bei einem experimentellen akuten Schlaganfall positive Effekte zeigt. Die durch den Schlaganfall bei Tieren hervorgerufenen Schädigungen konnten um 30 Prozent verringert werden. Ankersmit: "Das Infarktvolumen wird damit deutlich reduziert."

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