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Babystrampeln zeigt neurologische Entwicklung an

Gähnen, strecken, strampeln - schlafen, saugen, strampeln: Das menschliche zentrale Nervensystem bildet bereits beim menschlichen Fötus ab der 8. Woche von sich aus eine große Vielfalt von motorischen Mustern, ohne dass diese ständig von speziellen Reizeinströmungen ausgelöst werden müssten. Die sogenannten General Movements (GMs) sind ein spezifisches Muster der Spontanmotorik. Sie bleiben nach der Geburt etwa bis zu einem halben Jahr erhalten. Und sie spiegeln die motorische und neurologische Entwicklung des Kindes wider.

Vorgeburtliche Hirnschädigung ändert GM

"In zahlreichen Studien hat sich herausgestellt, dass sich die Qualität der GMs ändert, wenn das sich entwickelnde Nervensystem beeinträchtigt ist", schilderte Peter Marschik vom Institut für Physiologie der Medizinischen Universität Graz im Gespräch mit der APA. So führe etwa eine vorgeburtliche Hirnschädigung zu abnormalen GMs, die durch größere Monotonie der Bewegungen gekennzeichnet sei. Auch bei Säuglingen mit Autismus und dem Rett-Syndrom habe man abweichende GMs festgestellt. Interessant werde die Untersuchungsmethode vor allem für Frühgeborene, die ein erhöhten Risiko für neurologische Störungen haben.

Die Beobachtung und Analyse der kindlichen Bewegungsmuster hat sich als wertvoll für die frühe Voraussage von Zerebralparese - Bewegungsstörungen durch frühkindliche Schädigung des Gehirns - bewiesen. Das ermögliche einen frühzeitigen Einstieg in die Therapie noch bevor die Erkrankung manifest wird, "Physiotherapie kann im Falle von Zerebralparese einiges bewegen", sagte der Grazer Experte.

Weltweit 5.000 Experten

Die zuverlässige Beurteilung von GMs setzt eine standardisierte Aufzeichnungsmethode mithilfe von Videoaufnahmen voraus. "Für die Aufzeichnungsdauer reichen einige Minuten", schilderte Marschik. Weltweit können rund 5.000 Experten die unterschiedlichen Bewegungsmuster richtig deuten. Sie sitzen allerdings überwiegend in den großen medizinischen Zentren.

Für Menschen, die fernab wohnen, soll nun eine Smartphone-App den Zugang zu dieser nichtinvasiven diagnostischen Methode erleichtern. Dazu erhalten Marschik und Kollegin Christa Einspieler sowie Berndt Urlesberger von der klinischen Abteilung für Neonatologie eine Unterstützung von rund 90.000 Euro der Bill & Melinda Gates Foundation. In den kommenden eineinhalb Jahren will man damit einen Prototypen und Testläufe in Südamerika, der Türkei und China vorantreiben.

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