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Österreich.
Wo Forschung groß geschrieben wird.

Schluckbare Krebs-Immuntherapie in Entwicklung

"Das Immunsystem spielt eine wichtige Rolle bei der Kontrolle von Krebs. So perfekt aber kann es nicht sein, sonst gäbe es Krebs nicht", sagte Apeiron Biologics-Vorstandsvorsitzender Hans Loibner, einer der erfahrensten österreichischen Biotech-Experten. Das Unternehmen wurde vom Chef des Instituts für Molekulare Biotechnologie in Wien (IMBA), Josef Penninger, gegründet. Dieser erklärte zu den neuen Krebs-Immuntherapien: "Diese neuen Medikamente sind ein kompletter 'Game-Changer' in der Krebstherapie. Wir sehen Daten, die bisher unvorstellbar waren."

Die neuen Krebs-Immuntherapien basieren darauf, dass jene immunologischen "Bremsen" (Checkpoints) gelockert werden, welche Immunzellen (T-Zellen, Natural Killer Cells) daran hindern, gegen bösartige Zellen aktiv zu werden. Das erfolgt im Rahmen der derzeit revolutionären Therapiekonzepte mit monoklonalen Antikörpern, welche das Abschalten der Abwehrreaktion durch Signale der Tumorzellen blockieren.

Vielversprechende Wirkstoffkandidaten entdeckt

Apeiron ist - schließlich seit 2012 gemeinsam mit dem deutschen Pharmaforschungsunternehmen Evotec in einer 50 zu 50-Partnerschaft - einen anderen Weg gegangen. Loibner: "Unser Konzept, wir würden gerne niedermolekulare (synthetisch herstellbare, kleine) Wirkstoffe entwickeln, die dem Immunsystem bestimmte Eigenschaften geben." Die beiden Unternehmen etablierten ein Screeningsystem, mit dem eine Wirkstoffbibliothek von rund 100.000 Substanzen auf einem verstärkenden Effekt auf Immunzellen durchsucht wurde. Mit dem Projekt APN411 wurden einige solcher Wirkstoffkandidaten entdeckt.

Im Gegensatz zu den monoklonalen Antikörpern, welche die Immunabwehr-Checkpoints dadurch blockieren, dass sie die bremsende Signalübertragung zwischen Tumor- und Immunzellen hemmen, wurde mit den neuen Wirkstoffkandidaten im Labor gezeigt, dass sie mehrere Effekte in den Abwehrzellen selbst hervorrufen. Diese produzieren mehr an den Anti-Tumor-Botenstoffen Interleukin-2, Interferon-Gamma und Tumornekrosefaktor-alpha. Die T-Zellen zeigen eine erhöhte Aktivität. Dies erfolgt aber nur dann, wenn der für die Immunreaktion hauptsächliche Rezeptor dieser Zellen stimuliert worden ist. Das soll einen potenziell gefährlichen Fehlstart verhindern.

Entscheidend für das Projekt ist auch, dass es sich um kleine und im industriellen Maßstab sehr gut herstellbare Wirkstoffe handelt. Der Traum, wie Loibner sagte: Der Patient hätte bei Erfolg das Krebs-Immuntherapeutikum auf dem Nachtkästchen zur Einnahme in Pillen- oder Tablettenform.

Fortschritte locken internationale Pharmaindustrie an

Derzeit befindet sich das Projekt in einer frühen, präklinischen Phase (Labor). Evotec-Vorstandsvorsitzender Werner Lanthaler: "Entscheidend ist, dass jede akademische Idee zum Patienten kommt. Der wahre Bedarf ist beim Patienten." Nun sei es in der Partnerschaft mit Apeiron geglückt, eine Brücke zwischen der akademischen Forschung und der Forschung der pharmazeutischen Welt zu schaffen, indem man die Arbeiten soweit vorangetrieben habe, dass die internationale Pharmaindustrie interessiert sei.

Auf letzterer Seite ist nun der internationale Konzern Sanofi aufgesprungen. Gemeinsam mit ihm wird ein eigenes 25-köpfiges Forscherteam etabliert, das sich ausschließlich mit APN411 beschäftigen soll. Hinzu kommen Sanofi-interne Arbeitsgruppen. Damit sollen die Arbeiten im Idealfall bis zum Abschluss groß angelegter Wirksamkeitsstudien der Phase III vorangetrieben werden. Wenn auf diesem Weg die entsprechenden Meilensteine geschafft sind, könnten an Apeiron und Evotec insgesamt bis zu 200 Millionen Euro gehen.

Apeiron hat mit dem Projekt APN401 ein anderes Krebs-Checkpoint-Projekt in den USA bereits in früher klinischer Prüfung. Dieses basiert auf der Hemmung des cbl-b-Checkpoints. Penninger: "Wenn man cbl-b bei Mäusen abschaltet, könnten sie Krebs-Metastasen abstoßen." Bereits in Zulassung bei der Europäischen Arzneimittelagentur EMA befindet sich ein Medikament von Apeiron zur Behandlung von Gehirntumoren bei Kindern.

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