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Forschungs-"Pilotfabrik" soll Wissen produzieren

In der Fabrik sollen keine kommerziellen Produkte für den Markt produziert werden. "Das Produkt der Pilotfabrik ist Wissen", erklärte der zuständige Minister Alois Stöger (SPÖ) in einer Pressekonferenz. "Weltweit stellen die Produktionskonzerne ihre Arbeit völlig um", sagte Stöger. "Sie vernetzen ihre Zulieferindustrie und ihre Maschinen untereinander." Damit müsse man sich auseinandersetzen. "Diese Entwicklung passiert mit oder ohne uns. Da ist mir schon lieber: mit uns", so Stöger.

Rund 15 Forscher im Einsatz

"Wir sehen Wissens- und Technologietransfer als unsere wichtigste gesellschaftliche Aufgabe", sagte TU-Rektorin Sabine Seidler. Ziel sei es, die gewonnenen Forschungserkenntnisse in die Praxis überzuführen. "Von Beginn an werden ungefähr 15 Wissenschafterinnen und Technikerinnen hier am Standort tätig sein", sagte Seidler. Dazu komme eine Vielzahl von Expertinnen aus den beteiligten Unternehmen.

Geplant ist u.a. eine "variantenreiche Serienfertigung", bei der z.B. maßgeschneiderte Prothesen und an persönliche Bedürfnisse angepasste Autos hergestellt werden. Außerdem wollen die TU Wien und die Unternehmen in der Pilotfabrik individualisierte 3D-Drucker produzieren, die als eine Schlüsseltechnologie für die "Industrie 4.0" gelten.

Ausschreibung für weitere drei Fabriken

Bis 2017 soll die Pilotfabrik weiter wachsen: Die Wirtschaftsagentur Wien plant in unmittelbarer Nachbarschaft zum aktuellen Standort eine eigene Fabrikshalle für die Pilotfabrik. Bis dahin sollen auch drei weitere Pilotfabriken ausgeschrieben werden, sagte Stöger. "Wir starten einen Wettbewerb, da können sich Unternehmen und Universitäten in einer Kooperation bewerben."

Wichtig sei es auch, die Forschungsinvestitionen in den Betrieben selbst zu fördern, sagte Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ). "Es kann nicht sein, dass wir in diesem Land nur einen einzigen, sehr kleinen, privat finanzierten Forschungsförderungsfonds haben."

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