Newsletter abonnieren

Österreich.
Dynamischer Wirtschaftsstandort.

Stickstoffbakterien vielseitiger als angenommen

Die besagten Stickstoffbakterien (Nitrospira moscoviensis und defluvii) waren zuvor als Nitrit-Oxidierer bekannt. Das sind Mikroben, die von Ammoniak verwertenden Bakterien ihren Ausgangsstoff Nitrit bekommen und es in Nitrat verwandeln, um dabei Energie zu gewinnen. Die Forscher um Holger Daims vom Department für Mikrobiologie und Ökosystemforschung der Universität Wien haben nun herausgefunden, dass sie auch ein paar Schritte weiter oben in der Produktionsketten tätig sein können.

Füttern sich gegenseitig

Auf ihrem Erbgut befindet sich nämlich die Information für ein Enzym, mit dem sie Harnstoff spalten können, erklärten sie in einer Aussendung. Dieser ist ein weitverbreitetes Düngemittel und kommt auch im Abwasser in großen Mengen vor. Die Nitrospira-Bakterien verwandeln Harnstoff dabei in Ammoniak, den sie besagten Ammoniak verwertenden Bakterien zur Verfügung stellen. "So entsteht eine Situation, in der die beiden Mikroben-Gruppen jeweils die Energiequelle ihres Partners produzieren und sich quasi gegenseitig füttern", berichten die Forscher.

Außerdem entdeckten sie, dass die Nitrospira-Bakterien die Produktionskette gleichsam umdrehen, wenn ihnen der Sauerstoff zum Atmen fehlt. Dann verarbeiten sie nämlich ein häufiges Gärungsprodukt namens Formiat und "veratmen" dabei Nitrat, wobei Nitrit entsteht. Dies sei etwa in Kläranlagen kontraproduktiv, wo diese Bakterien eingesetzt werden und es immer wieder Bereiche ohne Sauerstoff gibt, so Daims. "Das giftige Nitrit möchte man ja mit Hilfe von Nitrospira eigentlich aus dem Abwasser entfernen", erklärte er.

Service: http://dx.doi.org/10.1073/pnas.1506533112

Auf Facebook teilen Auf Facebook teilen Auf Twitter teilen Auf Twitter teilen

Testimonials

Veranstaltungen

Treffen Sie uns bei Veranstaltungen, Seminaren und Messen - weltweit.

  • Meet us at: Family Business Network IFR

    07.03.2018, Katowice, Poland

  • Sprechtag für slowakische Unternehmen

    13.03.2018, Bratislava, Slovakia

Österreich-Karte

Finden Sie den perfekten Standort für Ihr Unternehmen

Trotz höherer Personalkosten in Österreich liegt Siemens Villach bei der Produktivität gleichauf mit den Siemens-Werken in Japan und den USA.

Siemens Österreich

Logo
Alle Testimonials

Neues vom Standort Österreich

Lab for Digital Transformation

„Enorme neue Chancen und Möglichkeiten erfordern auch zusätzliche Regeln“, so JKU-Rektor Meinhard Lukas.

Fasching in Österreich

Bis zum Aschermittwoch bevölkern Hexen, Dämonen und andere schaurige Gestalten die Straßen Österreichs. Angst braucht trotzdem niemand zu haben – die Zeit ist vor allem bunt, lustig und manchmal etwas verrückt.

alle News alle Blog Einträge