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Schluckbare Krebs-Immuntherapie in Entwicklung

Apeiron Biologics-Vorstandsvorsitzender Hans Loibner: "Unser Konzept: Wir würden gerne niedermolekulare (synthetisch herstellbare, kleine) Wirkstoffe entwickeln, die dem Immunsystem bestimmte Eigenschaften geben." Apeiron und Evotec etablierten ein Screeningsystem, mit dem eine Wirkstoffbibliothek von rund 100.000 Substanzen auf einem verstärkenden Effekt auf Immunzellen durchsucht wurde. Mit dem Projekt APN411 wurden einige solcher Wirkstoffkandidaten entdeckt.

Im Gegensatz zu den monoklonalen Antikörpern wurde mit den neuen Wirkstoffkandidaten im Labor gezeigt, dass sie mehrere Effekte in den Abwehrzellen selbst hervorrufen. Diese produzieren mehr an den Anti-Tumor-Botenstoffen Interleukin-2, Interferon-Gamma und Tumornekrosefaktor-alpha. Die T-Zellen zeigen eine erhöhte Aktivität.

Entscheidend für das Projekt ist auch, dass es sich um kleine und im industriellen Maßstab sehr gut herstellbare Wirkstoffe handelt.

Apeiron, gegründet vom Chef des Instituts für Molekulare Biotechnologie in Wien (IMBA), Josef Penninger, hat mit dem Projekt APN401 ein anderes Krebs-Checkpoint-Projekt in den USA bereits in früher klinischer Prüfung. In Zulassung bei der Europäischen Arzneimittelagentur EMA befindet sich ein Medikament von Apeiron zur Behandlung von Gehirntumoren bei Kindern.

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