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Geothermische Energie: Montanuni Leoben koordiniert EU-Projekt

Je tiefer man in das Innere der Erde vordingt, umso wärmer wird es: Pro 100 Meter Tiefe nimmt die Wärme um rund drei Grad Celsius zu. Obwohl im tiefen Untergrund vielfältige natürliche Ressourcen wie Heißdampf- und Wasserlagerstätten bis hin zu heißen Trockengesteinen (Hot Dry Rock) schlummern, ist der Anteil der geothermischen Energie an der europäischen Energieversorgung zur Zeit noch gering. Das liegt u.a. an den hohen Bohrkosten bei relativ geringer Energieausbeute, was die Projekte weitgehend unwirtschaftlich mache, hieß es vonseiten des Lehrstuhls für Petroleum & Geothermal Energy Recovery der Montanuni Leoben.

Ökonomisches Bohrsystem

Im Projekt "Thermo Drill" will man in den kommenden drei Jahren eine mögliche Lösung dieses Problem finden: Um die Erdwärme für die thermische Energienutzung zu erschließen oder über Dampfkraftwerke für elektrische Energieerzeugung zu erschließen, will man ein ökonomisches und zugleich sicheres Bohrsystem entwickeln, das rasch in extrem hartes, kristallines Gestein in einer Tiefe von mehr als 5.000 Metern eindringen kann.

Die Kosten des Bohrkopf-basierten-Prozesses mit Wasser-Strahl-Technik sollen um mehr als ein Drittel reduziert werden. Durch das Einpressen von Wasser verändert sich beim Einsatz des sogenannten HDR-Verfahrens die Spannung im Gestein und es kann zu kleineren Beben kommen. Ziel sei es daher auch, das Risiko für Bebenauslösungen auf ein Minimum zu reduzieren.

Die Projektpartner der Montanuni kommen aus sechs europäischen Ländern, unter den Institutionen und Organisationen finden sich u.a. die schweizer Geo-Energie-Suisse AG, die RAG Energy Drilling und die Technische Universität München. Am 21. September fand in Leoben das Kick-Off-Meeting statt.

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