Newsletter abonnieren

Sie stimmen durch die Nutzung unserer Website zu, dass Cookies auf Ihrem Gerät gespeichert werden und Google Analytics zum Einsatz kommt, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Nähere Infos dazu finden Siehier.
Österreich.
Dynamischer Wirtschaftsstandort.

Hocheffiziente Mikroreaktoren aus der Steiermark

Das mittelständische Unternehmen aus dem Bezirk Leibnitz hat interessante Ergebnisse vorzuweisen und mischt damit die Produktion in der Pharma- und Feinchemikalien-Industrie ordentlich auf: "In dem Projekt, für das wir jetzt ausgezeichnet wurden, konnten wir ein chemisches Produkt statt in zwölf Stunden in einer Minute herstellen. Das ist ein Faktor von 700", wird Geschäftsführer Dirk Kirschneck in der Aussendung des Unternehmens zitiert.

Kleine, aber hocheffiziente Anlagen

Erste Erfolge hätten sich bereits gezeigt: Kürzlich seien zwei Anlagen für das schottische Forschungszentrum CMAC in Betrieb genommen worden, eine weitere Pharma-Anlage werde in den Nahen Osten ausgeliefert. Die Anlagen sind viel kleiner, aber deswegen nicht weniger leistungsfähig: Es werde über Aufträge verhandelt, bei denen es um die Produktion von mehreren hundert Tonnen Arzneistoffen gehe, so das Unternehmen.

Grundlage des neuen Lösungsansatzes sei die Anwendung der sogenannten kontinuierliche Durchflusschemie in Mikroreaktoren, bei der Reaktionen nicht mehr nur in einem Rührkessel stattfinden, sondern während des Durchfließens von Mikrokanälen miteinander reagieren. Durch die Kombination mit weiteren Spezialtechnologien und Intensivierungswerkzeuge entsteht eine "Flow Miniplant", bei der die Prozesskette bei der Herstellung von Chemikalien in jedem Einzelschritt optimiert wird, schilderte Chemiker Benedikt Reichart auf Anfrage der APA.

Engineering-Team sehr früh eingebunden

Das Geheimnis des Erfolges liege "in der wissensbasierten Herangehensweise und der sehr frühen Einbindung unserer Engineering Abteilung. Dadurch werden alle Prozessprobleme gleich auf mehreren Ebenen angesprochen und gelöst", sagte Reichart. Insgesamt würden die Reaktionen besser kontrolliert und die Schwankungen im Bereich der Produktqualität beseitigt werden. Der schnellere Prozessablauf führe zudem zu wesentlichen Kosteneinsparungen.

Microinnova wurde im Jahr 2003 als Spin-off der TU Graz im Science Park gegründet und arbeitet für Global Player wie Novartis und Roche. Das Startteam von drei Personen ist mittlerweile auf 21 Mitarbeiter angewachsen. Der Umsatz im Jahr 2013 betrug 1,3 Millionen Euro, für 2015 wird ein Umsatz von rund 1,8 Millionen Euro erwartet, hieß es von Unternehmensseite. Die Expansionspläne zielen auf die Eroberung neuer Märkte wie die Polymer-Industrie, die Nahrungsindustrie und der Energiesektor.

Auf Facebook teilen Auf Facebook teilen Auf Twitter teilen Auf Twitter teilen

Testimonials

Neues vom Standort Österreich