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Österreich.
Wo Forschung groß geschrieben wird.

Support für Servicetechniker: Grazer Unternehmen forschen gemeinsam

Störfälle treten in der Regel unverhofft ein. In großen Produktionsanlagen gilt es in solchen Fällen, so rasch wie möglich zu handeln. "Damit die Dinge wieder laufen, muss der Servicetechniker die Information in richtiger Qualität zum richtigen Zeitpunkt erhalten, schilderte Kajetan Bergles, Service Development Manager der Knapp AG in Hart bei Graz abei der Präsentation eines firmenübegreifenden Forschungs- und Entwicklungsprojekts. Es hat sich die Entwicklung intelligenter Systeme zur Unterstützung von Produktions- und Servicepersonal zum Ziel gesetzt. Tablets, Datenbrillen oder auch Smartwatches sollen die papierenen Benutzerhandbücher und Dokumentationen ersetzen und den Wartungstechniker bei den immer neuen Herausforderungen unterstützen.

Das Servicepersonal bekommt nach den Vorstellungen des Forschungsverbunds in Graz die exakt auf den jeweiligen Stör- oder Wartungsfall hin abgestimmten multimedialen Schritt-für-Schritt-Bedienungsanleitungen mit Texten, Bilden oder Videos auf ihre Endgeräte übertragen. "Bei geplanten Wartungstätigkeiten wird vielleicht ein Tablet zum Einsatz kommen, wenn der Techniker gezielte Information und gleichzeitig beide Hände benötigt, ist wohl eine Datenbrille inklusive Augmented Reality das Ausgabemedium der Wahl", erläuterte Projektverantwortlicher Peter Stelzer. Und nach erledigter Arbeit können die Servicemitarbeiter die angebotene digitale Hilfe auch unmittelbar bewerten: "Dadurch lernt das System" und die entscheidungsunterstützende Informationen werden zunehmend treffsicherer", betonte Stelzer.

Erstes Assistenzsystem wird bereits erprobt

Nach 18 Monaten intensiver Zusammenarbeit gibt es im Grazer Forschungsverbund ein erstes Zwischenergebnis: Den sogenannten Demonstrator 1. Dieses Assistenzsystem werde bereits bei Intralogistik-Anlagen der Knapp AG selbst, aber auch im Bereich der Halbleiterherstellung im Reinraum bei Infineon Technologies Austria und bei der AVL List erprobt.

Acht österreichische Industrie-, Wirtschafts- und Forschungsunternehmen beteiligen sich am Forschungs- und Entwicklungsprojekt unter der Leitung der Knapp AG: Mit an Bord sind die AVL List, evolaris next level, Infineon Technologies Austria, Paris-Lodron-Universität Salzburg, Research Studios Austria Forschungsgesellschaft, XiTrust Secure Technologies sowie NexxaCon IT-Consulting. Das Projekt verfügt über ein Forschungsbudget von rund 3 Mio. Euro und wird bis Juni 2016 über das FFG-Programm "Produktion der Zukunft" mit 1,8 Mio. Euro gefördert.

Das aus Lagerlogistik und Automationssoftware spezialisierte Konzern Knapp AG mit Sitz in Hart bei Graz beschäftigt weltweit rund 2.300 Mitarbeiter in mehr als 30 internationalen Standorten in Europa, Süd- und Nordamerika sowie Asien, Südafrika und Australien. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/15 wurden rund 466,3 Mio. Euro umgesetzt.

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