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Österreich.
Brücke zu neuen Märkten.

Fortgeschrittenen Krebs mit Viren gezielt bekämpfen

Foto: ViraTherapeutics © Foto: ViraTherapeutics

Noch in diesem Jahrzehnt soll die neuartige Behandlung Krebskranken zugutekommen, bei denen die bisher gängigen Standardtherapien versagt haben.Die in Tirol entwickelte tumorzerstörende Immunimpfung gilt deshalb als „weltweites Novum, da sie laut allen bisherigen Ergebnissen im Zellkultur- sowie Mausmodell auch bei mehrfacher Anwendung hochspezifisch wirksam bleibt und gesunde Zellen verschont. Das unterscheidet unser onkolytisches Virus von den über 20 weiteren, die derzeit als neue Krebstherapeutika erforscht werden“, sagt Dorothee Holm-von Laer, Geschäftsführerin der ViraTherapeutics GmbH sowie Direktorin der Sektion für Virologie der Medizinischen Universität Innsbruck (MUI).

Innovation aus Tirol - Ein Gesundheitserreger mit Tarnkappe

Das in Innsbruck in molekularbiologischer und genetischer Feinarbeit entworfene Virus heißt kurz „VSV-GP“. Es ist eine Kombination zweier für den Menschen als harmlos geltenden Viren. Das Hülleiweiß des Vesikulären Stomatitisvirus (VSV) wurde dazu gegen das Glykoprotein (GP) des Lymphozytären Choriomeningitisvirus (LCMV) ausgetauscht. „Diese Hülle fungiert wie eine Tarnkappe. Sie schützt VSV-GP teilweise vor der Erkennung durch das Immunsystem. Auch bei wiederholter Gabe kann dieses onkolytische Virus daher Krebszellen zerstören“, erklärt Lisa Egerer. Die Biochemikerin ist Leiterin des neuen Labors der ViraTherapeutics GmbH. Die Virotherapie ist ein aufstrebendes Forschungsfeld. Viren zur Behandlung von Krebs einzusetzen, ist erst seit wenigen Jahren Thema. 

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