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Neues CD-Labor auf der Spur von perfektem Papier

Ob Banknote, Tragtasche oder Zeitung - die Anforderungen an die Ästhetik, Haltbarkeit und die Druckeigenschaften von Papier sind hoch: Festigkeit, Glanz und Glätte, Weißheitsgrad und Färbung sollen bei Druckerpapieren höchsten Ansprüchen entsprechen. Handelt es sich um Verpackungsmaterial, soll es zusätzlich dicht oder luftdurchlässig und wasserabweisend sein und sich nicht unerwünscht verformen. Um die Qualität nach den jeweiligen Erwartungen zu erhöhen, nehmen Forscher eines neuen Christian-Doppler-Labors in Graz in den kommenden sieben Jahren die physikalischen Grundlagen des Papiers im Zusammenhang mit Feuchtigkeitsaufnahme und Trocknungsprozessen genau unter die Lupe.

Vorgänge verstehen und simulieren

"Wenn wir die Papiereigenschaften je nach Anwendungsgebiet optimal mixen wollen, müssen wir die Wasseraufnahme und die mechanischen Vorgänge bis in die einzelne Papierfaser verstehen, beschreiben und idealerweise auch simulieren können", hob Laborleiter Ulrich Hirn hervor. Der Papiertechnologe vom Institut für Papier-, Zellstoff- und Fasertechnik der TU Graz gab ein Beispiel: "In modernen Hochgeschwindigkeits-Tintenstrahldruckern sind besonders die Quellungsvorgänge innerhalb der Papierfasern relevant. Je weniger die Fasern quellen, desto kürzer ist die Trocknungszeit. Andererseits verleiht gerade die Faserquellung dem Papier mehr Festigkeit."

Mit den Unternehmenspartnern Mondi Europe und Oce will sein Grazer Team die genauen Quellungsvorgänge bei der Befeuchtung und den Trocknungsprozessen des Papiers erfassen und für die Druckmaschinenentwicklung Simulationsmodelle für Papier erarbeiten. Wichtigster öffentlicher Fördergeber ist das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW).

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