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Österreich.
Wo Forschung groß geschrieben wird.

Kunstschnee - Forschung zwischen künstlichen Wolken und Eiskristallen

Bild: APA (Gindl) © Bild: APA (Gindl)

Das erste Projekt läuft seit der Wintersaison 2014/2015 im Tiroler Obergurgl. Ein österreichisches Forscherteam von der Universität für Bodenkultur und der Technischen Universität Wien hat es sich zum Ziel gesetzt, in einer dreieinhalb Meter hohen, ballonförmigen Kammer durch das Einspritzen von Wassertropfen eine künstliche Wolke zu erzeugen. Durch die tiefe Temperatur in der Kammer, idealerweise kälter als minus fünf Grad Celsius, kühlen die Tröpfchen ab, ohne selbst zu gefrieren. In diesen entstandenen Nebel sollen dann Kristallisationskeime eingebracht werden, die wie Magnete wirken und größere Kristalle bilden, die dann als Schnee aus dem Wolkenbehälter fallen.

Mehr Effizienz und weniger Energieverbrauch

Durch diese Technologie kann laut den Forschern ein hochwertiger Neuschnee mit relativ geringer Dichter produziert werden, der dem Pulverschnee sehr ähnlich sei. Außerdem zeichne die neue Technologie ein deutlich reduzierter Energieverbrauch und eine wesentlich effizientere Nutzung der Ressource Wasser aus. Ziel sei es, dass die Technologie in rund drei Jahren großflächig eingesetzt werden könne, hielt der wissenschaftlicher Leiter des Projekts, Michael Bacher, gegenüber der APA am ursprünglich formulierten Zeitplan fest.

Unterdessen fiel im vergangenen Herbst der Startschuss für ein neues Forschungsvorhaben, in dem Wissenschafter der TU Wien und der Uni Innsbruck gemeinsam mit Technologiefirmen und Seilbahnbetreibern effizientere und umweltverträglichere Möglichkeiten zur Schneeerzeugung suchen. Unterstützt werden sie dabei durch den Forschungsförderungsgesellschaft FFG. "Im Mittelpunkt steht dabei die Eiskristallisation", sagte Thomas Lörting vom Institut für Physikalische Chemie. Man suche nach neuen, natürlichen Kristallisationskeimen, um die Produktionsleistung von Schneekanonen zu verbessern.

Neben Energieersparnis und verbesserter Effizienz soll auch die Schneequalität durch die neue Methode verbessert werden. Die Wissenschafter wollen zunächst natürliche Eiskeime ausfindig machen und deren Chemie und Morphologie besser verstehen. Dann sollen die besten Keime ausgewählt und im Labor und auf der Skipiste ausgiebig getestet werden. Am Ende könnte ein Stoff stehen, der bereits in größeren Mengen produziert und im Routineeinsatz getestet wird. "Erste mögliche Kandidaten für solche Kristallisationskeime sind zum Beispiel Gletscherschliff und Cellulose", erklärte Lörting.

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