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Pharma-Fertigung: Grazer RCPE erhält Forschungsauftrag von Bosch

Bei der Herstellung von Tabletten sind mehrere voneinander abgetrennte Prozessschritte nötig. Diese Art der Produktion ist zeitaufwendig und kostenintensiv, weil jeder Schritt für sich selbst überwacht, gesteuert und abgeschlossen werden muss. "Bis zur verpackten Tablette kann der Prozess zwischen einem halben und einem Jahr dauern", schilderte Johannes Khinast, wissenschaftlicher Leiter des RCPE im Grazer Pressegespräch.

Mit kontinuierlichen Fertigungsmethoden - also ohne Unterbrechung des Materialflusses, wie bei der derzeit üblichen Chargenproduktion - könnten Medikamente rascher, kostengünstiger und mit gesteigerter Produktqualität auf den Markt gebracht werden, zeigte sich Khinast überzeugt. "Und zwar innerhalb von Stunden im Gegensatz zu Monaten", so der Grazer RCPE-Leiter. Entsprechende Methoden wollen der Bosch-Geschäftsbereich mit Hauptsitz in Waiblingen bei Stuttgart mit dem Grazer RCPE in den kommenden Jahren gemeinsam weiterentwickeln.

Kontinuierliche Fertigung mit "enormem Potenzial"

Die Bosch-Gruppe ist seit den 1970er Jahren im Maschinen- und Anlagenbau auch für die Pharmaindustrie tätig, schilderte Senior Vice President Engineering, Matthias Müller. Die kontinuierliche Fertigung berge aus Sicht seines Unternehmens vor allem für die Herstellung von Tabletten und Kapseln "enormes Potenzial": Die Pharmaindustrie könnte sich mit dem in anderen Branchen schon länger erprobten Verfahrensprinzip durch den höheren Automatisierungsgrad Kosten und Zeit sparen. Mit dem RCPE habe man nun"einen erfahrenen und zuverlässigen Kooperationspartner" gefunden, um die neue Generation der Pharmafertigung in einem mehrjährigen Forschungsprojekt voranzutreiben.

Vonseiten des RCPE werden rund zehn Experten aus den Bereichen Partikeltechnik, Simulation, Regulatoren, Prozesskontrolle, Analytik und Steuerung an dem Projekt arbeiten. Für das Kompetenzzentrum ist der aktuelle Auftrag der größte frei finanzierte Auftrag seit der Gründung im Jahr 2008, erklärte der wissenschaftliche RCPE-Leiter, Thomas Klein. Die gemeinsame Forschung läuft vorerst fünf Jahre - mit einer Option auf weitere fünf Jahre. Als "ein Projekt der Zukunft" bezeichnete Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann (ÖVP) die Kooperation.

Das RCPE beschäftigt über 100 Mitarbeiter. Schwerpunkte sind die Entwicklung neuer Darreichungsformen für Medikamente sowie die zugehörigen Produktionsprozesse und deren Überwachung. Im letzten Geschäftsjahr wurde ein Umsatz von 8,5 Mio. Euro erzielt. Haupteigentümer ist die TU Graz, die Universität Graz ist zu 20 Prozent und das Joanneum Research zu 15 Prozent beteiligt. Der Geschäftsbereich Bosch Packaging Technology der Bosch Gruppe hat im Jahr 2014 mit rund 6.100 Mitarbeitern rund 1,18 Mrd. Umsatz erwirtschaftet.

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