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Wiener Hightech-Firma für Sicherheitsfunk-System ausgezeichnet

Gerade bei dem hochrangigen Wirtschaftsgipfel im vergangenen Sommer war der Informations-Klangkörper besonders vielstimmig, erklärte Robert Nitsch, Direktor für den Bereich Public Safety bei Frequentis, am Rande eines Besuchs von Technologieminister Gerald Klug (SPÖ) im Unternehmen gegenüber der APA. Denn neben dem Ko-Preisträger, der Bayerischen Polizei, sowie dem deutschen Innenministerium und den Behörden aus dem an den Veranstaltungsort angrenzenden Österreich waren auch noch zahlreiche Sicherheitsdienste aus den Teilnehmerstaaten vor Ort. Insgesamt mussten bis zu 18.000 Sicherheitskräfte koordiniert werden "und dafür braucht es Dirigenten", so Nitsch.

Kommunikationszentralen mussten eigens eingerichtet werden

Als solche fungierten drei von den Experten eigens eingerichtete Kommunikationszentralen mit insgesamt etwa 280 Arbeitsplätzen in München, Rosenheim und Garmisch-Partenkirchen. Dort langten die zahllosen Analog- und Digitalfunk-Signale ein, wurden verteilt und analysiert. Dass das gut funktioniert hat, lasse sich nun eben auch am Branchenpreis "International Critical Communications Award" ablesen, "auf den wir sehr stolz sind", wie Frequentis-CEO Hannes Bardach erklärte.

Dass man technologisch derart weit kommen konnte, sei auch darauf zurückzuführen, dass man seit Jahrzehnten Entwicklungen auch mit Hilfe öffentlicher Forschungsfördermittel vorantreiben konnte, sagte Bardach. Über die Forschungsförderungsgesellschaft FFG habe sein Ressort das heimische "Vorzeigeunternehmen" in den vergangenen drei Jahren mit insgesamt elf Mio. Euro bei Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (F&E) unterstützt, erklärte Klug. Zusätzlich konnte das Unternehmen in dem Zeitraum rund 1,5 Mio. Euro an EU-Mitteln lukrieren.

Unterstützung am Weg zum Marktführer

Schon die erste größere Förderung seitens der öffentlichen Hand Ende der 1980er Jahre habe sich etwas zeitversetzt sehr positiv in der Unternehmensentwicklung ausgewirkt, erklärte Bardach. Mittlerweile habe sich die Firma als internationaler Anbieter von Kommunikations- und Informationssystemen für Leitzentralen mit sicherheitskritischen Aufgaben in einigen Bereichen zum Weltmarktführer entwickelt. Das lasse sich auch an der Exportquote von aktuell 95 Prozent ablesen.

Das Beispiel Frequentis zeige, dass man mit Unterstützung aus den diversen Förderschienen der FFG auch am Weltmarkt "punktgenau landen" könne, sagte Klug. Insgesamt habe jeder in dem Bereich eingesetzte Euro einen gesamtwirtschaftlichen Effekt von im Schnitt 9,2 Euro, ergänzte FFG-Geschäftsführer Klaus Pseiner.

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