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Forscher regen kranke Immunzellen zur Selbstaufgabe an

(c) Monash University © Monash University

Die Krankheitserreger können sich besonders trickreich vor dem Immunsystem verstecken und nutzen es sogar für ihre Zwecke aus. Sie verstecken sich in den Fresszellen, die eigentlich Keime aufnehmen und töten sollten. Dort können sie nicht nur wachsen und gedeihen, sondern sie sind auch vor Medikamenten wie Antibiotika recht gut geschützt. Die Sterberate von Betroffenen liegt trotz moderner Medizin immer noch bei über zehn Prozenten.

Naderer, der an der Monash University in Clayton (Australien) forscht, hat nun eine Schwachstelle der Bakterien gefunden und einen Trick entwickelt, um sie indirekt mit Medikamenten zu bekämpfen. In den Makrophagen gibt es nämlich zwei Eiweißstoffe, die für das Überleben dieser Immunzellen notwendig sind, erklärte er der APA. Sie heißen Mcl1 und BclXL. Fehlt einer, hat dies keine sichtbaren Auswirkungen. Sind beide weg, begehen die Zellen kontrollierten Selbstmord (Apoptose).

In Versuchen mit Mäusen konnten Naderer und Kollegen bereits die therapeutischen Möglichkeiten ihres Ansatzes zeigen. Die Therapie könnte auch bei anderen Krankheitserregern funktionieren, die sich in den Zellen ihres Wirts einnisten, meinen die Forscher.

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