Newsletter abonnieren

Sie stimmen durch die Nutzung unserer Website zu, dass Cookies auf Ihrem Gerät gespeichert werden und Google Analytics zum Einsatz kommt, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Nähere Infos dazu finden Siehier.
Österreich.
Dynamischer Wirtschaftsstandort.

IMBA-Erfolg: Prävention von erblichem Brustkrebs wird möglich

(c) IMBA © IMBA

Bereits 2010 entdeckte eine Forscher-Gruppe des IMBA – Institut für Molekulare Biotechnologie der Akademie der Wissenschaften (ÖAW) in Wien, dass Sexualhormone über zwei Proteine des Knochenstoffwechsels namens "RANK" und "RANKL" Brustkrebs auslösen können.

RANK-Blockade schützte Mäuse vor Krebs-Vorstufen

Die junge Wissenschafterin Verena Sigl machte nun die Entdeckung, dass RANKL auch bei genetisch bedingtem Brustkrebs durch ein mutiertes BRCA1-Gen der entscheidende Faktor für das Ausbrechen von Krebs ist. In ihrer Studie verglich die Forscherin Mäuse, die eine Mutation am BRCA1-Gen trugen. In einer Linie waren RANK/RANKL aktiv. In der Brust entwickelten sich Karzinome und höhergradig maligne Veränderungen, die Vorstufen des Karzinoms. In der anderen Linie aber, in der RANK genetisch blockiert war, konnten bei keiner einzigen Maus Karzinome entdeckt werden und auch sonst kam es deutlich seltener zu bösartigen Veränderungen.

Um die Übertragbarkeit ihrer Ergebnisse auf den Menschen zu überprüfen, isolierten die Wissenschafter – gemeinsam mit Forschern der MedUni Wien und aus Toronto – Brustgewebezellen von Frauen, die sich aufgrund ihrer BRCA1-Mutation einer präventiven Brustamputation unterzogen hatten. Nachdem RANK blockiert wurde, zeigte sich auch in der menschlichen Zellkultur, dass Wachstum und Ausbreitung der Brustgewebezellen stark vermindert waren. Diese Beobachtung bestätigte das enorme Potenzial einer Anti-RANKL-Behandlung für die Krebsprävention beim Menschen.

Präventive Einnahme könnte Amputationen verhindern

"Unsere Erkenntnis ist auch deshalb so spannend, weil es bereits ein Medikament gegen RANKL auf dem Markt gibt, Denosumab. Es ist ein Antikörper mit sehr geringen Nebenwirkungen, der fest an RANKL bindet und dadurch seine Aktionsfähigkeit hemmt", erläutert Verena Sigl. Derzeit wird das Medikament bei Knochenmetastasen und bei Osteoporose verschrieben, nach der Entdeckung von Sigl könnte es zur Brustkrebs-Prävention bei BRCA1-Mutationsträgerinnen eingesetzt werden. Unter diesem Gesichtspunkt wären schwerwiegende Eingriffe wie Brustamputationen vermeidbar.

Die vorliegende Arbeit ist das Ergebnis einer internationalen Kooperation, an der neben Wissenschaftern aus Österreich (IMBA, AKH Wien) auch Forscher aus Baltimore, Toronto, Kanada und Barcelona teilgenommen haben.

Service: Der Forschungsverbund im Internet: http://apps.ccge.medschl.cam.ac.uk/consortia/cimba/

 

Auf Facebook teilen Auf Facebook teilen Auf Twitter teilen Auf Twitter teilen Auf Linkedin teilen Auf Linkedin teilen

Testimonials

Veranstaltungen

Treffen Sie uns bei Veranstaltungen, Seminaren und Messen - weltweit.

  • Business Location Austria

    24.09.2019, Bucharest, Romania

  • Business Location Austria

    25.09.2019, Cluj-Napoca, Romania

Österreich-Karte

Finden Sie den perfekten Standort für Ihr Unternehmen

Schneider Electric lagert nicht aus, sondern investiert in den Wirtschaftsstandort. Wir glauben an die Zukunft Wiens und möchten zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Österreichs Drehscheibenfunktion für wirtschaftliche Beziehungen zwischen Ost und West – auch weit über die Grenzen Europas hinaus – bietet uns ideale Bedingungen, unser Know-how und unsere Frequenzumrichter in alle Welt zu exportieren. Daher haben wir rund 3,5 Millionen Euro in den Ausbau unserer globalen Entwicklungs- und Produktionsstätte Wien-Floridsdorf investiert – ein klares Standortbekenntnis.

Schneider Electric

Schneider Electric
Alle Testimonials

Neues vom Standort Österreich

ERC Starting Grant für Innsbrucker Molekularbiologen

Für seine Forschung zum Verständnis der molekularen und zellulären Ursachen des Alterns, insbesondere der Gehirnalterung und der molekularen Zellbiologie der Alzheimer-Krankheit in Nervenzellen, erhält der Molekularbiologe Jerome Mertens einen Starting Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC).

Nicht nur für Startups: Der Businessplan als Fahrplan zum Erfolg

Eine großartige Idee ist geboren. Das Produkt, auf das die Welt gewartet hat, erfunden. Eigentlich kann nichts mehr schiefgehen. Möchte man meinen. Doch die beste Idee oder Erfindung ist wertlos ohne einen Businessplan, der die Idee erfolgreich auf den Boden bringt. Hier erfahren Sie, was Sie bei einem solchen unbedingt berücksichtigen sollten.

alle News alle Blog Einträge