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Startschuss für vier Innovationswerkstätten

Minister Mahrer bei der Präsentation © BMWFW/Walter Fritz

Die ersten vier Innovationswerkstätten starten in Wien (Factory Hub Vienna), Linz (CAP.fabricc), Wattens (Innovation Campus) und in Klagenfurt (MAKERSPACE Carinthia). In den vier neuen ‚Mitmach'-Labors sollen Produkte und Projekte gemeinsam entwickelt und Prototypen gebaut werden.

Die ‚Mitmach'-Labors werden als sichtbare, physische Räume mit offenem Zugang etabliert, neue Nutzergruppen ansprechen und gewinnen und diese mit unterschiedlichen regionalen Akteuren vernetzten. Die FFG betreut das Programm im Auftrag des Wirtschaftsministeriums (BMWFW).

Die Laufzeit einer Innovationswerkstatt beträgt 5 Jahre. Gefördert werden maximal 50 Prozent der veranschlagten Kosten, insgesamt nicht mehr als 1 Million Euro je Innovationswerkstatt. Die Restfinanzierung muss vom Projektbetreiber auf- und sichergestellt werden. Die vier geförderten Innovationswerkstätten:

Die CAP.fabricc in Linz, ist als Innovationswerkstatt konzipiert, die einer breiten Öffentlichkeit zugänglich ist und die bereits bestehenden regionalen Innovationsaktivitäten ergänzt. Mithilfe des Ansatzes der cross-fertilization (gegenseitige Befruchtung) werden neue Impulse für Oberösterreich zur Stärkung von Innovation, Bewusstseinsbildung und Ankurbelung des Interesses an technischen, innovativen Fragestellungen gesetzt. Die Vernetzung der unterschiedlichen NutzerInnengruppen (SchülerInnen, StudentInnen, Startups, KMU, PädagogInnen, etc.) und der gezielte Aufbau einer Innovations-Community fördert interdisziplinäres Arbeiten und gegenseitiges Unterstützen bei der Weiterentwicklung von Fähigkeiten. Dadurch werden Innovationsprozesse angestoßen, die letztendlich den Wirtschaftsstandort Oberösterreich attraktivieren.

Der Factory Hub Vienna in 1230 Wien unterstützt die Nische der Hardware Startups bei der Entwicklung und Produktion ihrer elektronischen Produkte. Hardware Startups sind mit speziellen Herausforderungen konfrontiert, wenn sie ihre Ideen und Prototypen kommerzialisieren wollen. Für die Entwicklung und Produktion muss bereits viel Zeit und Geld investiert werden. Einzelne Designfehler können massive Auswirkungen haben. Obwohl nach wie vor das Paradigma vorherrscht, dass die elektronische Fertigung im Ausland günstiger ist, kehren immer mehr Hardware Startups zum Produktionsstandort Österreich zurück. Wichtig ist dabei bereits in der Entwicklung das Produkt für die Fertigung vorzubereiten, um einen kostengünstigen und schnelleren Markteintritt zu schaffen.

Der Innovation Campus in Wattens ermöglicht mit modernster technischer Infrastruktur sowie zielgruppenspezifischem Programmangebot (technische Unterstützungsleistungen, Veranstaltungen) einer breiten interessierten Öffentlichkeit, jungen und etablierten Unternehmen, sowie Schülern und Studenten, ihre Ideen und Entwicklungsvorhaben in kollaborativer Art und Weise umzusetzen. Mit dieser Einrichtung und der Vernetzung mit der regionalen und überregionalen Innovationsgemeinschaft werden neue Projekte in der Region initiiert und umgesetzt.

Der MAKERSPACE Carinthia in Klagenfurt plant die Entwicklung und den Betrieb von Infrastruktur inkl. Begleitung zur Unterstützung von Innovationsvorhaben durch Prototypen. Durch die Nutzung vorhandener Räumlichkeiten (inkl. baulicher Adaptierung) und von maschineller Infrastruktur vor Ort sowie bei eingebundenen Projektpartnern/innen sollen innovative Vorhaben, insbesondere von KMU und Unternehmen in der Gründungsphase, unterstützt werden. Im Fokus steht die möglichst kurzfristige Entwicklung und Herstellung von Prototypen aller Art (von der Zeichnung, einem Schnittmuster, einem Kunststoffbauteil, einer Baugruppe) durch den/die jeweilige/n Unternehmer/in selbst oder unter Anleitung. Gleichzeitig sollen damit die Möglichkeiten der Digitalisierung & Vernetzung erlebbar und erlernbar gemacht werden.

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