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Kochrezept für Metalllegierungen

Maria Poletti © Lunghammer/TU Graz

„Wie bei einem guten Kochrezept wollen wir genau wissen, welche Zutaten, Mengenangaben, Temperaturen, Reihenfolge und Zeitangaben es braucht, um am Ende eine Legierung mit den genau gewünschten Eigenschaften zu erhalten.“, sagt die Argentinierin Maria Cecilia Poletti, die das neue „Christian Doppler Labor für Design von Hochleistungslegierungen mittels thermo-mechanischer Prozesstechnik“ an der TU Graz leitet.

Wenn sich Metalle zu einer Legierung vereinen, setzt sich in deren Mikrostruktur einiges in Bewegung. Wie fest, belastbar, hitzebeständig und chemisch homogen das Endprodukt, zum Beispiel eine Turbinenschaufel letztendlich ist, hängt stark von den thermo-mechanischen Belastungen während der Herstellung ab. Gerade für Hochleistungslegierungen, wie sie in der Luftfahrt zum Einsatz kommen, sind hierbei noch viele Detailfragen ungeklärt.

Hochleistungslegierungen spielen eine wichtige Rolle für den technischen Fortschritt im Leichtbau und im Bereich Automotive. Das CD-Labor wird sich ganz spezifisch den physikalischen Phänomenen widmen, die während der Herstellung und in der Anwendung von Nichteisenlegierungen wie etwa Titan-, Nickel- oder Aluminiumlegierungen vorkommen. Unternehmenspartner sind der Metallproduzent Nemak mit Sitz in Mexiko und Linz sowie die österreichische Böhler Schmiedetechnik.

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