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Österreich.
Dynamischer Wirtschaftsstandort.

Ein Algorithmus soll die Musikbranche fairer machen

Prof. Peter Filzmoser und Nermina Mumic © TU Wien

Der Streit darüber beschäftigt die Musikindustrie seit Jahren: Musiklabels und Bands mussten sich bisher darauf verlassen, dass die großen Musikplattformen die richtigen Zahlen weitergeben und korrekte Honorare überweisen. Eine Technologie der TU Wien soll nun allerdings Klarheit schaffen: Die Statistikerin Nermina Mumic entwickelte im Rahmen Ihrer Dissertation gemeinsam mit Prof. Peter Filzmoser und Dr. Radostina Kostadinova mathematische Werkzeuge, mit denen man Betrügereien mit hoher Zuverlässigkeit aufdecken kann. Damit soll die Musikbranche nun transparenter und fairer werden.

Nermina Mumic vom Institut für Stochastik und Wirtschaftsmathematik der TU Wien hat riesengroße Datensätze mit über 100 Millionen Einzelbeobachtungen aus der Musikbranche analysiert. Das Ergebnis dieser Forschungsarbeit ist nun ein Betrugsbekämpfungs-Tool, das die Musikbranche revolutionieren soll. Um die neuen statistischen Werkzeuge zu testen, wurden manche der Originaldaten aus der Musikindustrie probeweise manipuliert. „Unsere Software hat über 92 Prozent der Manipulationen aufgedeckt“, sagt Mumic. „Das ist eine extrem gute Quote, und wir glauben, sie noch weiter verbessern zu können.“ Die einzige Möglichkeit, die Software zuverlässig zu überlisten wäre eine Absprache zwischen allen Musik-Anbietern weltweit, sämtliche Daten auf genau abgestimmte Weise zu fälschen – und das ist extrem unrealistisch.

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