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COVID-19: Österreichs Life Sciences Unternehmen forschen und forschen

Forscherin im Labor © MedUni Wien

Wirkstoff APN01 – Apeiron Biologics: Das in Wien ansässige Biotechnologieunternehmen Apeiron Biologics hat einen möglichen Wirkstoff zur Behandlung von COVID-19 entwickelt. Nun soll er an 200 schwer erkrankten Patienten und Patientinnen in Österreich, Deutschland und Dänemark getestet werden. Eigentlich sollte das Medikament mit dem neuen Wirkstoff APN01 zur Behandlung von akutem Lungenschaden bzw. akutem Lungenversagen entwickelt werden. Da diese Erkrankungen auch bei COVID-19-Patienten auftreten und tödlich verlaufen können, wird der Wirkstoff nun bei Menschen getestet, die sich mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert haben und infolge schwer erkrankt sind.

Wirkstoff Solnatide (AP301) – Apeptico: Das Wiener Startup Apeptico forscht seit Jahren an der Entwicklung von Arzneimitteln aus Peptiden für den Einsatz bei akuten lebensbedrohlichen Syndromen, die eine starke Lungenfehlfunktion, das sogenannte Acute Respiratory Distress Syndrome (ARDS) auslösen. Dieses lebensbedrohliche Syndrom kann auch durch Krankheiten, etwa eine Lungenentzündung aufgrund des SARS-CoV-2 Virus (Corona Virus), entstehen und betrifft etwa 20 Prozent der Corona Patienten. Apeptico will nun das von der Firma entdeckte und weiterentwickelte Peptid mit dem Namen Solnatide (AP301) so rasch wie möglich in der klinischen Forschung voranbringen und ein Arzneimittel daraus entwickeln. Es liegen bereits umfangreiche Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit für Solnatide in Patienten mit akutem Lungenversagen (ARDS) vor. Solnatide wurde am 7. April durch das Österreichische Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) im Rahmen des Compassionate Use Programmes zur Behandlung von infizierten Patienten mit dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2 und der sich daraus ergebener schweren Lungenkrankheit COVID-19 zugelassen.

Neues Testverfahren – Sinsoma/Uni Innsbruck: Die Universität Innsbruck nun mit der Entwicklung und Evaluierung eines neuen Hochdurchsatzverfahrens zur genetischen Analyse von Patientenproben an ihrer Fakultät für Biologie. Am Institut für Zoologie und am Institut für Mikrobiologie der Universität Innsbruck wurden in den vergangenen Tagen gemeinsam mit der Sinsoma GmbH, einem Spin-off-Unternehmen der Universität Innsbruck, mehrere erfolgreiche Machbarkeitstests für eine Hochdurchsatz-CE-PCR zum Nachweis des SARS-CoV-2-Virus durchgeführt. Dieser Ansatz bedient sich der Koppelung von hochsensitiver Endpunkt-PCR und Kapillarelektrophorese (CE) im Gegensatz zu herkömmlichen Real-Time-PCR-Protokollen, um genetische Spuren des Virus in Proben aufzuspüren. Das gelingt dadurch, dass spezifische, sehr kurze DNA-Sequenzen – sogenannte Primer – verwendet werden, welche an die RNA des Virus andocken.

PhoenixDx COVID-19 – Schnelltest: Das Salzburger Biotech-Unternehmen Procomcure hat den PhoenixDx COVID-19 Schnelltest auf den Markt gebracht hat. Der Coronavirus-Schnelltest zeigt innerhalb einer halben Stunde, ob jemand mit dem Coronavirus infiziert ist. Derzeit werden zahlreiche Spitäler und Labors in Österreich beliefert. Um der weltweiten Nachfrage nachzukommen, läuft die Produktion des Schnelltests auf Hochtouren. Zudem wurde ein Technologie-Transferdeal abgeschlossen, sodass das neue Verfahren künftig auch im Ausland hergestellt und angewendet werden kann – mit Know-how aus Österreich.

eCOVID19 – Scarletred: Das HealthTech-Startup Scarletred hat eine Corona-App zur Hotline-Entlastung entwickelt. Um den Ansturm an Betroffenen managen zu können, gelten digitale Tools für immer mehr Behörden und Regierungen als Teil der Lösung. Mit eCOVID19 bringt das junge Unternehmen eine eigene Telemedizin-App auf den Markt, die vor allem eines machen soll: Menschen, die Symptome von COVID-19 zeigen, möglichst unkompliziert zu beraten und an die richtige Stelle weiter zu leiten.

Lesen Sie weiter und erfahren Sie mehr zu Life Sciences in Österreich!

Weiterführende Inormationen zur COVID-19-Forschung in Österreich finden SIe bei LISAVienna.

 

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