Informationstechnologie in Österreich

Der IKT-Sektor erwirtschaftet in Österreich rund 7,6 Prozent der Wertschöpfung. Als generische Technologien wirken die IKT aber auch in die anderen Sektoren hinein und erhöhen dort die Produktivität. Mit indirekten Effekten ist ihnen gesamtwirtschaftlich ein Produktionswert von 31 Mrd. Euro zurechenbar. Im
Gesamteffekt sichert die IKT-Branche rund 226.000 Jobs in Österreich (Quelle: Fachverband der Elektro und Elektronikindustrie).

Forschung und Entwicklung bilden das Fundament des Erfolges dieser Branche. Die österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) listet Österreich heute unter die Top 3 der europäischen IKT-Forschungsstandorte – in der Chipfertigung etwa beträgt die F&E-Quote rund 15 bis 20 Prozent. Hervorragend schneiden Österreichs IKT-Firmen auch in den EU-Rahmenprogrammen ab: Die Rücklaufquote aus den Fördertöpfen betrug zuletzt 185 Prozent.

Gestützt wird die Forschung der Unternehmen auch durch gezielte Förderprogramme der öffentlichen Hand, etwa über das Dachprogramm „IKT der Zukunft“. Viel IKT-Forschung wird auch in Kompetenzzentren des mit 1,5 Mrd. Euro dotierten Förderprogramms COMET (Competence Centers for Excellent Technologies) betrieben, in denen IKT Unternehmen und akademische Einrichtungen an gemeinsam definierten Forschungsprogrammen arbeiten.

Österreichische IKT-Anbieter haben es in großer Zahl mit ihren Produkten bis
an die Weltmarktspitze geschafft, das Spektrum der Produkte und Lösungen
spannt sich weit: von der Halbleiterproduktion bis zu innovativer Software wie App-Entwicklung, von Automation bis zu Zugangssystemen. So steckt etwa österreichische Kompetenz in vielen Smartphones – zum Beispiel in Form von Halbleiterplatten von AT&S, NFC-Komponenten von NXP oder Sensoren von ams. Auch Zugangssysteme für den öffentlichen Raum – etwa für Schilifte, Sportstadien oder Flughäfen – sind nicht selten mit Technologie „made in Austria“ von SkiData ausgestattet.

Die Präsenz internationaler Unternehmensgruppen wie Infineon, Siemens, Philips oder Microsoft stärkt den Forschungs- und Kommunikationstechnologiestandort Österreich. So ist Microsoft etwa seit 1991 mit einer Niederlassung in Wien vertreten und unterhält seit 2006 mit Vexcel Imaging eine eigene F&E-Niederlassung in Graz. Der deutsche Halbleiterkonzern Infineon und der US-Konzern General Electric (GE) beteiligten sich erst kürzlich am österreichischen Technologieunternehmen TTTech Computertechnik AG, das darauf spezialisiert ist, elektronische Netzwerke durch Sicherheits- und Echtzeittechnologie robuster zu machen. Eine besonders lange Tradition hat Philips in Österreich. 1926 fasste der niederländische Konzern mit einer Vertriebsgesellschaft Fuß. Heute ist Österreich für Philips nicht nur ein interessanter Markt, sondern ein wichtiger Hightech-Standort mit Kompetenzzentren von globaler Bedeutung.

Mehr Information zu ICT finden Sie in unserer Broschüre:

Broschüre: Informations- und Kommunikationstechnologien in Österreich (PDF, 992 kB)