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Revolution in der medizinischen Forschung durch KI

Forscher der JKU Linz und der MedUni Wien nutzen künstliche Intelligenz, um die Grenzen in Life Sciences und Medizintechnik zu erweitern. Ihre Arbeit zeigt, wie KI die Entwicklung neuer Medikamente beschleunigt und komplexe diagnostische Verfahren verbessert, und setzt damit neue Maßstäbe in der medizinischen Forschung. 

An der dynamischen Schnittstelle zwischen Life Sciences und Medizintechnik spielen Künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen (ML) eine immer bedeutendere Rolle. Neben der Johannes Kepler Universität (JKU) Linz und der Medizinischen Universität Wien wird dieses innovative Feld auch durch den neu ernannten Prof. Clemens Dlaska an der Medizinischen Universität Innsbruck vorangetrieben. Durch seine Expertise in theoretischer Physik und Medizin wird er sich auf die Integration von KI und ML in die Kardiologie konzentrieren, um neue Wege in der digitalen Medizin zu erforschen. 

Assoc. Prof. Günter Klambauer von der JKU Linz hat sich mit der Entwicklung der intelligenten Bildersuchmaschine "CLOOME" einen Namen gemacht. Diese ermöglicht es, Medikamente zu identifizieren, die ähnliche Wirkungen auf Zellen haben, und trägt so potenziell zur Beschleunigung der Medikamentenentdeckung bei. Währenddessen führt Univ.-Prof. Georg Langs an der MedUni Wien das Computational Imaging Research Lab. Dieses konzentriert sich auf die Anwendung von KI in der Bildgebung und Diagnostik. Die Arbeit des Labors unterstreicht den Wert interdisziplinärer Zusammenarbeit, indem Expertise aus den Bereichen der Biomolekularforschung, Medizin und technischen Disziplinen zusammengebracht wird, um komplexe Forschungsfragen zu adressieren. 

Die strategischen Bemühungen der MedUni Wien, eine umfassende KI-Strategie zu entwickeln, spiegeln ein institutionelles Engagement wider, die Möglichkeiten von KI und ML voll auszuschöpfen. Die Universität beherbergt 15-20 Labore, die sich mit KI befassen, was die Vielfalt und Breite der Forschungsaktivitäten in diesem Bereich verdeutlicht. Die Zusammenarbeit mit führenden europäischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen im Rahmen des "ELLIS Machine Learning for Molecule Discovery Program" unter der Leitung der JKU Linz zeigt die Bedeutung der Vernetzung und des Austauschs von Wissen und Ressourcen. Solche Kooperationen tragen dazu bei, Forschungswege zu verkürzen und fördern die Entdeckung und Entwicklung neuer Wirkstoffe. 

Neben Universitäten betreiben auch zahlreiche Unternehmen in Österreich herausragende Forschung in diesem Bereich, so z.B. ImpageBiopsy Lab, das Ärzte dabei unterstützt medizinische Bilddaten in diagnostische Befunde umzuwandeln, DirectSens, das sich auf die Früherkennung von Diabetes konzentriert, und Fianostics/INOOlab, ein Pionier auf dem Gebiet fortschrittlicher Labordiagnostik. Saphenus Medical Technology, gegründet 2016 in Österreich, ist bekannt für die Erforschung der weltweit ersten fühlenden Prothese, die zahlreiche Auszeichnungen erhalten hat. Ottobock, mit einem Standort in Wien, entwickelt seit über 100 Jahren innovative Produkte im Bereich der Medizintechnik und setzt Standards in der Versorgung mit Prothesen und Orthesen. Dabei investiert Ottobock kontinuierlich in Forschung und Entwicklung, wie etwa im Jahr 2022, als sie 7 Prozent ihres Umsatzes in diese Bereiche investierten. 

Diese Initiativen verdeutlichen das enorme Potenzial, das in der Verbindung von Künstlicher Intelligenz mit den Life Sciences und der Medizintechnik liegt. Sie zeigen, wie durch den Einsatz modernster Technologien die Forschung beschleunigt und die Entwicklung von Diagnoseverfahren und Therapien vorangetrieben werden kann. 

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