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Top-3 in der EU bei der Forschungsquote und eine Forschungsprämie von 14 Prozent: Österreich zählt zu den führenden Standorten für Forschung und Entwicklung (F&E) in Europa. © Paul Bauer
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Warum Österreich zu den attraktivsten F&E-Standorten Europas zählt

19. August 2026

Top-3 in der EU bei der Forschungsquote, 17,63 Milliarden Euro F&E-Investitionen und eine Forschungsprämie von 14 Prozent, die 2026 mit 1,3 Milliarden Euro ein Rekordvolumen erreicht: Österreich bietet ideale Bedingungen für Forschung & Entwicklung.

Österreich zählt zu den führenden Standorten für Forschung und Entwicklung (F&E) in Europa. Mit einer Forschungsquote von 3,34 Prozent zählt das Land zu den Top-3-Forschungsstandorten der EU und liegt deutlich über dem europäischen 3-Prozent-Ziel. Bereits seit 2014 überschreitet Österreich diese Marke kontinuierlich. Auch die Investitionen in Forschung und Entwicklung steigen weiter: Laut Statistik AustriaStatistik Austria (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) werden die gesamten F&E-Ausgaben 2026 voraussichtlich 17,63 Milliarden Euro erreichen. Das entspricht einem Plus von rund 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die hohe Bedeutung von Forschung und Innovation spiegelt sich auch in den öffentlichen Investitionen wider. Nach aktuellen EurostatEurostat (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet)-Daten lagen die staatlichen F&E-Ausgaben 2025 bei knapp 530 Euro pro Kopf. Damit belegte Österreich nach Luxemburg, Dänemark und Deutschland Platz vier innerhalb der EU und lag deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 288,9 Euro pro Einwohner:in.

Für internationale Unternehmen ist dies ein starkes Signal. Die hohen F&E-Ausgaben unterstreichen die große Bedeutung von Forschung, Entwicklung und Innovation in Österreich und schaffen gute Voraussetzungen für technologieorientierte Unternehmen.

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© Paul Bauer

Hohe Forschungsquote stärkt den Innovationsstandort Österreich

Europaweit gewinnt Forschung und Entwicklung zunehmend an Bedeutung. Laut Eurostat Eurostat (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet)budgetierten die EU-Mitgliedstaaten 2025 insgesamt rund 130,2 Milliarden Euro für F&E. Das entspricht einem Anstieg von 60,5 Prozent gegenüber 2015. Die öffentlichen F&E-Ausgaben pro Kopf stiegen im selben Zeitraum EU-weit um 57,7 Prozent auf 288,9 Euro.

Österreich liegt dabei deutlich über dem europäischen Durchschnitt. Neben hohen Investitionen profitiert Österreich von einer starken Forschungsinfrastruktur und einem breiten Talentpool: Mehr als 93.600 VZÄ arbeiten in Österreich in Forschung und Entwicklung, rund 70 Prozent davon in Unternehmen. 23 öffentliche Universitäten, 21 Fachhochschulen und 19 private Hochschulen fördern den Wissens- und Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Mehr als 400.000 Studierende sichern darüber hinaus den Zugang zu qualifizierten Fachkräften.

Forschungsprämie: Eine steuerliche Förderung für Forschung und Entwicklung

Ein zentraler Standortvorteil Österreichs ist die ForschungsprämieForschungsprämie (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet). Unternehmen können für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten eine steuerliche Prämie in Höhe von 14 Prozent der förderfähigen F&E-Aufwendungen geltend machen. Die Förderung steht Unternehmen unabhängig von Größe und Branche offen und umfasst sowohl eigenbetriebliche Forschung als auch bestimmte Formen der Auftragsforschung.

Internationale Unternehmen in Österreich schätzen die Forschungsprämie: “Unsere Projekte hier voranzutreiben gelingt, weil es ausgezeichnete Infrastruktur und gute Förderprogramme wie die Forschungsprämie für eigenbetriebliche Forschung gibt. Mit einer Forschungsquote von rund 14 % spielen wir in der Top-F&E-Liga in Europa”, sagt Helmut Weinwurm, Vorstandsvorsitzender der Robert Bosch AG und Repräsentant der BoschBosch (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet)-Gruppe in Österreich.

Die Bedeutung der Forschungsprämie wächst stetig: Für 2026 wird ein Fördervolumen von rund 1,3 Milliarden Euro erwartet – ein neuer Höchstwert! Damit finanziert die Forschungsprämie mehr als sieben Prozent der gesamten F&E-Ausgaben in Österreich. Besonders attraktiv ist die Ausgestaltung der Forschungsprämie: Sie wird unabhängig von der Ertragslage als steuerfreie Gutschrift gewährt. Davon profitieren auch Unternehmen in der Gründungs- oder Wachstumsphase.

Quelle: Inspiralia GmbH

Seit ihrer Einführung im Jahr 2002 entwickelte sich die Forschungsprämie zu einem zentralen Instrument der österreichischen Innovationspolitik. Der aktuelle Prämiensatz von 14 Prozent gilt seit 2018. Ergänzt wird die Forschungsprämie durch weitere Förderangebote von Austria WirtschaftsserviceAustria Wirtschaftsservice (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) (aws) und der Österreichischen ForschungsförderungsgesellschaftÖsterreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) (FFG). Dadurch können Unternehmen verschiedene Förderinstrumente kombinieren und ihre Forschungs- und Entwicklungsprojekte gezielt vorantreiben. Gleichzeitig unterstreichen die Industriestrategie 2035Industriestrategie 2035 (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) und die FTI-StrategieFTI-Strategie (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) das langfristige Bekenntnis Österreichs zu Forschung, Technologie und Innovation. 

Die Expert:innen der Austrian Business AgencyExpert:innen der Austrian Business Agency (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) unterstützen Unternehmen ohne Betriebsstätte in Österreich bei der Gründung und beantworten kostenlos alle Fragen zum Wirtschaftsstandort oder zu Förderangeboten in Österreich.

Mehr zu Förderungen für Unternehmensgründer:innenMehr zu Förderungen für Unternehmensgründer:innen (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet)


FAQs

  • 01

    Die Forschungsprämie ist ein steuerliches Förderinstrument, mit dem Österreich gezielt Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E) unterstützt. Unternehmen können einen Teil ihrer F&E-Aufwendungen als Prämie geltend machen und erhalten diese unabhängig von ihrer Ertragslage vom Finanzamt gutgeschrieben.

  • 02

    Die Forschungsprämie trägt dazu bei, Forschung und Entwicklung in Unternehmen gezielt voranzutreiben. Sie stärkt die Innovationskraft des Standorts Österreich und unterstützt Unternehmen bei der Entwicklung neuer Produkte, Technologien und zukunftsweisender Lösungen.

  • 03

    Die Forschungsprämie steht Unternehmen aller Größen offen – vom Startup bis zum internationalen Technologiekonzern. Voraussetzung ist eine Betriebsstätte in Österreich. Gefördert werden insbesondere Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit technischem oder wissenschaftlichem Risiko, bei denen der Lösungsweg nicht bereits bekannt ist. Berücksichtigt werden sowohl eigenbetriebliche Forschung als auch Forschungsleistungen externer Partner.

  • 04

    Unternehmen können die Forschungsprämie für verschiedene F&E-bezogene Aufwendungen in Anspruch nehmen, darunter Personal- und Materialkosten, Forschungsinvestitionen sowie ausgewählte Formen der Auftragsforschung. Grundlage für die Beurteilung der Förderfähigkeit sind die international etablierten OECD-Kriterien für Forschung und Entwicklung.


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