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Industriestrategie Österreich 2035 – was sie für den Standort bedeutet

18. Februar 2026

Mit der neuen Industriestrategie Österreich 2035 setzt die Bundesregierung einen klaren Rahmen für die Wettbewerbsfähigkeit in der nächsten Dekade. Erklärtes Ziel ist es, Österreich unter die Top 10 der wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften der Welt zu bringen.

Im Zentrum der Strategie stehen bessere Bedingungen für ForschungForschung (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet), Innovation, Produktion und Export. Genau dort, wo nachhaltiges Wachstum entsteht und sich entscheidet, ob Unternehmen hier investieren, wachsen und internationale Märkte erobern. 

Wolfgang Hattmannsdorfer, Bundesminister für Wirtschaft, Energie und Tourismus: „Mit der Industriestrategie setzen wir erstmals eine klare Richtung: Mit 114 konkreten Maßnahmen, klaren Schlüsseltechnologien und messbarer Umsetzung stärken wir Innovation, Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit – und bekennen uns unmissverständlich zum Produktionsstandort Österreich.“

Auf welche Schlüsseltechnologien setzt Österreich? 

Eine wesentliche Stärke der Industriestrategie ist ihre klare Schwerpunktsetzung. Sie definiert jene neun Schlüsseltechnologien, in denen Österreich künftig gezielt wachsen will:

Diese Bereiche stehen für hohe Wertschöpfung, technologische Souveränität und globale Nachfrage. Bis 2029 stellt der Bund dafür ein Förderbudget von 2,6 Milliarden Euro bereit – ein starkes Signal an Unternehmen, Forscher:innen und Investor:innen, dass Österreich diese Zukunftsfelder aktiv gestalten will. 

Welche Anreize für Forschung & Entwicklung sind geplant? 

Innovationen brauchen nicht nur Ideen, sondern auch verlässliche Rahmenbedingungen. Die Strategie setzt hier an mehreren Stellen an, um Investitionen zu erleichtern und Entwicklungsprozesse zu beschleunigen. Die Forschungsprämie soll weiterentwickelt, Verfahren modernisiert und bürokratische Hürden reduziert werden. 

Gleichzeitig wird das TWIN-Transition-ProgrammTWIN-Transition-Programm (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) für internationale Neuansiedlungen fortgesetzt und der Ausbau der COMET-ZentrenCOMET-Zentren (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) sowie der anwendungsorientierten Spitzenforschung vorangetrieben. Damit wird die Brücke zwischen Forschung und Industrie weiter gestärkt – ein entscheidender Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts. 

Wie sollen die Energiekosten für Unternehmen sinken? 

Wettbewerbsfähige Industrie braucht verlässliche Energie- und Infrastrukturbedingungen. Ein zentrales Element der Strategie ist daher der Industriestrompreis ab dem 1.1.2027: Für bis zu 50 Prozent des Verbrauchs sollen Unternehmen Strom um bis zu 5 Cent pro kWh erhalten. Ergänzt wird dies durch die Halbierung der Elektrizitätsabgabe. 

Hinzu kommen strukturelle Verbesserungen: Ein One-Stop-Shop soll große Infrastrukturprojekte beschleunigen. Österreich positioniert sich als Modellregion für automatisierte Mobilität. Gerade für energieintensive Produktionen und digitale Infrastruktur ist das ein entscheidender Standortfaktor – und ein klares Bekenntnis zu Planbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit. 

Wie sollen internationale Fachkräfte leichter nach Österreich kommen? 

Keine Industriestrategie funktioniert ohne Menschen. Deshalb nimmt die Weiterentwicklung der Rot-Weiß-Rot – KarteRot-Weiß-Rot – Karte (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) einen zentralen Platz ein. Das Verfahren soll vollständig digitalisiert und als echter One-Stop-Shop ausgestaltet werden, inklusive Anbindung an die Datenbank der ABA. 

Erleichterungen für Drittstaats-Studierende, US-Forscher:innen und ein Pilotprojekt für volljährige Lehrlinge zeigen, dass Österreich international um Fachkräfte wirbtÖsterreich international um Fachkräfte wirbt (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet). Die Evaluierung der Mangelberufsliste sorgt zusätzlich dafür, dass der Arbeitsmarkt flexibler auf neue Bedarfe reagieren kann. 

Was macht Österreich, um Genehmigungen zu beschleunigen und Startups zu unterstützen? 

Ein roter Faden der Industriestrategie ist die Vereinfachung. Bericht- und Meldepflichten sollen reduziert, nationale Förderverfahren vereinfacht und Antragsprozesse konsequent digitalisiert werden. 

Ein besonderes Zukunftsprojekt ist der Start des Rot-Weiß-Roten Standortfonds ab 2027. Als Fund-of-Funds-Modell soll er gezielt Startups und ScaleupsStartups und Scaleups (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) unterstützen und privates Kapital mobilisieren – ein wichtiger Schritt, um Innovationen schneller in den Markt zu bringen. 

Was plant die österreichische Bundesregierung noch in den nächsten Jahren?  

Die Strategie trägt auch geopolitischen Veränderungen Rechnung. Reformen der Exportkontrolle, die Überarbeitung des Außenwirtschafts- und Kriegsmaterialgesetzes, die Senkung der Lohnnebenkosten sowie eine Novelle des Versorgungssicherungsgesetzes erhöhen die industrielle Resilienz und stärken Österreichs internationale Handlungsfähigkeit. 

Welche Rolle spielt die ABA in der Umsetzung der Industriestrategie? 

Im Zuge der Industriestrategie wird auch die Austrian Business AgencyAustrian Business Agency (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) neuausgerichtet. Die österreichische Standortagentur übernimmt künftig eine noch zentralere Rolle als Kompetenzzentrum und Servicestelle für internationale Ansiedlungs- und Investitionsvorhaben sowie für die Anwerbung internationaler Fach- und Spitzenkräfte. Der Fokus liegt dabei auf drei strategischen Schwerpunkten: 

  • auf zielgerichtetem Standortmarketing in Schlüsseltechnologien, wo die ABA als Service Point für Zukunftsinvestments fungiert 

  • auf dem Auf- und Ausbau von ABA-Fachkräftehubs für die Anwerbung von Spitzenkräften aus Lateinamerika und Südostasien, mit klarem Fokus auf die Bereiche IT, Technik, Energie, Mobility und Life Sciences 

  • auf Innovation durch Digitalisierung, basierend auf „Your easy access to Austria“, das individuelle Beratung mit digitalen Services verbindet 

Mehr zur Industriestrategie 2035 der österreichischen Bundesregierung: https://www.bmwet.gv.at/Themen/industriestrategie.htmlhttps://www.bmwet.gv.at/Themen/industriestrategie.html (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet)

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